unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Geburt, Aufzucht, Einzug, Sozialisation

unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Regine » Sa 17. Aug 2013, 22:53

Hier möchte ich mal ein bisschen Werbung machen für unseren AT!!
Einige Welpeninteressenten riefen bei mir an , meinten sie wären an einem Airedale interessiert aber.. sie hätten gehört, der sei so schwierig.
Er würde gerne raufen und erziehen ließe er sich garnicht, er sei sehr pflegeintensiv und beißt und dann sei seine Sturheit ja bestens bekannt... schlimmer als ein Jack Russell.....und das Jagen...............
Bis auf das Jagen, kann ich die anderen Bedenken als nichtig abtun.. seht ihr das auch so?? Erzählt doch mal eure Erfahrungen!!
LG Regine
Den Reichtum eines Menschen kann man an den Dingen messen,
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Empisandrea » Sa 17. Aug 2013, 23:16

Der AT ist einfach "mein" Hund! Aber ich glaube ich bin einfach ein Terrier Mensch. Ich liebe Reibung, ich hasse Ja- Sager und ich brauche eine Aufgabe
Trotzdem finde ich nicht, dass der AT schwer erziehbar ist. Mein Fox ist viel sturer und hartnäckiger als der AT. Außerdem ist Benton immer fröhlich und nimmt nichts krumm. Er möchte immer etwas lernen, ist mit Feuereifer bei der Sache, und was er einmal drauf hat, sitzt auf ewig. Er hat keinen "Kadavergehorsam" , lässt sich aber mit Klarheit und einer guten Körpersprache am kleinen Finger dirigieren. Nur das Jagdfieber .......Management Ist halt Alles.
Einmal AT, immer AT
LG Andrea
Freundschaft heißt, was Dich und mich in Freud und Leid verbindet,
und immer enger wird dies Band, je mehr die Zeit entschwindet.
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Michael » Sa 17. Aug 2013, 23:56

Hallo Regine,

kann natürlich nur von meinen Hunden berichten.. es sind ca. 6 Airedales......

Regine hat geschrieben:Er würde gerne raufen

ich hatte solche und habe solche... wird es wohl die unterschiedlichsten Typen geben...... mein derzeitiges "Pärchen" ist sehr verträglich - würde sich aber nichts gefallen lassen wenn es darauf ankommt (ich ja auch nicht).

Regine hat geschrieben:erziehen ließe er sich garnicht

"gar nicht?" gibs nicht.... - also meine sind immer gut erzogen.... (so wieviel ich es zu lasse...)

Regine hat geschrieben:er sei sehr pflegeintensiv

wenn man es richtig macht ist er "mehr" pflegeintensiv wie z. B. ein Labrador... aber dafür haaren sie nicht usw.

Regine hat geschrieben:Bis auf das Jagen, kann ich die anderen Bedenken als nichtig abtun

geht mir genauso - einen Tod muss man sterben - ich sehe das nicht so eng... und ich weiss es ja - hab und hatte aber auch hier ganz unterschiedlich Hunde - die Hündin jagt ohne Grund (manchmal reicht schon wenn 5 Bäume nicht genug weit auseinander stehen) aber nur für 5 - 10 min. wenn sie es schafft zu entwischen - beim Rüden ist es doch ganz selten - und da muss wirklich Wild vor die Nase laufen... dann ist er aber vor 1 Stunde nicht zurück.

VG Michael
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...was sonst!
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Uschi » So 18. Aug 2013, 01:41

Hallo Regine,

Regine hat geschrieben:Er würde gerne raufen

ich habe jetzt den dritten AT in Folge. Meine Erste hat ein einziges Mal in ihrem ganzen Leben zugebissen, eine unbotmäßige Westie-Hündin, die von vielen Hunden vorher auch schon ordentlich Dresche bezogen hat. Mit der Westie-Hündin hat irgendwas nicht gestimmt, es gab keinen Hund, der sie mochte.

Wijnta langt schneller hin. Sie lebt seit einigen Jahren nach dem Motto: "Bevor Du mich beißt, beiß ich Dich." Seit sie die sehr schmerzhafte Erfahrung machen musste, dass nicht alle Hunde Freunde sind, wie sie vor ihrem Erlebnis immer glaubte, und sie die Freundin aller ihrer Artgenossen war. Seit damals ist sie es nicht mehr. Also schlechte Erfahrung, die sie so werden ließ.

Yarosch ---- ja das wissen wir noch nicht. Bis jetzt lässt es sich sehr gut an, toi, toi, toi, ich hoffe, ich beschreie es jetzt nicht, indem ich es niederschreibe, und morgen rauft er dann schrecklich. :dog_blush


Regine hat geschrieben: erziehen ließe er sich garnicht,

Will ich vehement bestreiten. Ich hab zwar keine Erfahrung mit anderen Rassen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich bei meinen Hunden an eine Wand hinrede.


Regine hat geschrieben:schlimmer als ein Jack Russell.

:o
Ehrlich, die JRTs die ich kennengelernt habe, ich möchte keinen geschenkt.


Regine hat geschrieben:er sei sehr pflegeintensiv

Man muss ihn trimmen, dafür aber nicht dreimal am Tag das ganze Haus saugen. :dog_wink Trimme ich jeden Tag einen von meinen beiden 1/2 Stunde ist das nicht mehr Aufwand als einmal das ganze Haus durchzusaugen. Als ich noch alle viertel Jahr trimmte war das ebenso. Aber trimmen (oder trimmen lassen) sollte man sie schon.


Regine hat geschrieben:.und das Jagen...............

Tja, es gibt solche und solche. Sina, die nicht jagte, nicht mal ansatzweise, Wijnta, die jagt wie der Teufel, ohne Spur oder Sicht zu brauchen. Wer sucht, der findet ist ihr Leitspruch. Und dass sie nie lange zu suchen braucht, das weiß sie auch.
Yarosch ist (bis jetzt) irgendwo dazwischen.

Aber auch andere Rassen jagen. Fast alle Rassen jagen. Da braucht man nicht explizit den AT zu nennen. Wijnta hatte eine Doggen-Freundin. Die rannte wie eine Irre in den Feldern herum ----- Vögel waren ihre Leidenschaft. Wijnta, die Jägerin, stand bei mir und guckte ihr ganz ruhig zu. Ich glaubte in ihrem Gesicht zu sehen: "Sag mal, Xera, spinnst Du?"

Auch Labradore töten und Westies rennen hinter Rehen her.




LG
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Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.

Johann Wolfgang von Goethe
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Laminar » So 18. Aug 2013, 06:59

Regine hat geschrieben:Er würde gerne raufen...

Ich hatte bis jetzt 2 Hündinnen und nun einen Rüden, der allerdings erst 5 Monate alt ist Zu dem kann man noch nicht viel sagen.
Meine beiden Hündinnen habe nie ernsthaft gerauft! Getobt mit anderen Hunden schon, auch bis ins relativ hohe Alter. Ich hatte schon das Gefühl, dass die AT länger toben und spielen, vielleicht auch, vom Verhalten her länger jung bleiben, als andere Hunderassen.


Regine hat geschrieben:... erziehen ließe er sich garnicht, ...

So ein Quatsch! Die erste Hündin, die ich hatte war super! Na ja, im Alter schien sie dann einen gewissen Altersstarrsinn zu entwickeln, das war aber ehr liebenswert.
Die 2. Hündin war von meinen Eltern erzogen. Mit der lebte ich erst zusammen, als sie schon ca. 10 Jahre alt war. Also die letzten 4 Jahre ihres Lebens. Sie war (meiner Meinung nach) nicht ganz so gut erzogen, wie unser erster Hund, aber zu ihr hatte ich auch nie diese tiefe Beziehung.
Unser kleiner Rüde hat schon eine riesige Menge gelernt. Es klappt zwar noch nicht alles perfekt, aber wir sind auf einem guten Weg.


Regine hat geschrieben:... er sei sehr pflegeintensiv ...

Wo das denn?
Wir hatten vor kurzem für 3 Tage einen Elo hier! Wunderschön! Vom Wesen her toll, aber diese Haare überall. Wenigstens 3 x täglich mußte das Haus gesaugt werden. Überall waren Haare, selbst in Räumen, in denen er garnicht war.
Natürlich muß man auch einen AT ab und zu bürsten oder auch mal trimmen, aber der Aufwand hält sich ja doch sehr in Grenzen.


Regine hat geschrieben:... und beißt ...

Keiner meiner Hunde hat je gebissen, außer damals die erste Hündin und das nur auf dem Hundeplatz in den Lederärmel. Das sollte doch wohl ok sein.


Regine hat geschrieben:... und dann sei seine Sturheit ja bestens bekannt...

:dog_biggrin Na ja, stur würde ich nicht sagen es ist halt ein Hund mit Charakter.


Regine hat geschrieben:...und das Jagen...

Ja, unsere erste Hündin hatte einen sehr ausgeprägten Jagdinstinkt, die Zweite hatte garkeinen.
Unser Zwerg hat einen sehr ausgeprägten Geruchssinn, Jagdinstinkt kann ich im Moment noch nicht sagen. Es sieht ehr nicht so aus.

Allerdings muß ich sagen, wer solche Aussagen macht, hat keinen AT verdient.
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Kirsten » So 18. Aug 2013, 10:16

Hallo!
Da ich nun den 3.Airedale habe, kann ich hier auch einiges berichten:
der 1. Airedale war kein Raufer, Meiko leider schon, aber jetzt im Alter ist er so angenehm friedlich :brav happy_01 und Rati findet noch alle Hunde und Menschen toll und will wirklich mit allen spielen.
Schwer erziehbar - stimme ich nicht zu!
Pflegeintensiv - ok, bürsten und trimmen muß schon sein, aber dafür hat man nicht diese vielen Haare in der Wohnung. Klar verlieren die Airedales auch mal ein paar Haare, aber die muß man dann schon sehr intensiv suchen. Gerade wegen des Trimmens und dadurch keine Berge Hundehaare in der Wohnung und an der Kleidung brachte mich zum Airedale.
Schwer erziehbar - stimme ich nicht zu.
Weder Falk noch Meiko waren Jäger und ich hoffe, daß Rati diese Leidenschaft nicht noch entdeckt. Aber schon als Welpe habe ich zum Beispiel das Vogeljagen unterbunden.
Aber dafür ist der Airedale bis ins hohe Alter immer fit und fröhlich ...
Tschüß Kirsten und Senior Meiko + Jüngling Rati :wave:
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Kirsten » So 18. Aug 2013, 10:18

ach noch ein Nachtrag:
Aber vielleicht sind diese Vorurteile auch ganz gut für den Airedale Terrier = so wird er nicht zum Modehund
Tschüß Kirsten
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Eddis » Mi 21. Aug 2013, 21:27

Ja, versucht mal eine weit verbreitete Meinung zu widerlegen :Dog_closedeye
Airedale-der Raufer und Katzenknacker. Verallgemeinern ist Volkssport, wo doch jeder Hundebesitzer davon überzeugt ist, ein ganz besonderes Exemplar im Haus zu haben. :dog_tongue2

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, das wäre Eddis "Empathie" Er richtet sich nach meinem Gemütszustand. Bin ich hipplich, ist er es auch. Bin ich ruhig, verhält er sich langsam, bummelt und schnuppert in der Gegend. Ist Ruhe im Haus, dann liegt er in einer kühlen Ecke und pennt. Laufe ich hin und her, verbreite Unruhe, dann hält ihn nichts lange an einer Stelle. Er beobachtet genau und verhält sich fast immer richtig. Er ist unaufdringlich, jedoch immer zur Stelle im entscheidenden Moment. An bekannten Katzen geht er neben mir an der Leine ruhig vorbei, auch an seinen Feinden, welche hinter dem Zaun kläffen. Dabei unterscheidet er jedoch, ob er mit mir oder mit einer anderen Person unterwegs ist. Ich denke der Airedale ist eher ein Spieler, als ein Pragmatiker. Er probiert aus, ordnet sich jedoch schnell unter/ein. Eddi versucht nicht unbedingt zu dominieren. Keiner meiner Welsh Rüden hat sich so verhalten. Da war der Begriff stur angebracht. Stur und immer auf eine Kraftprobe aus. :dog_biggrin

Schwierig herauszufinden was die Leute nun unter schwierig verstehen. Nachbars Labrador finde ich schwieriger, lebendiger, unruhiger und es würde mir nicht gefallen, wenn mein Hund alle Fremden freudig mit Küßchen begrüßt oder sich vor anderen Hunden auf den Rücken wirft.
Lieber Gruß Simona mit Sir Eddi
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon ChristaS » Mi 21. Aug 2013, 21:41

Hallo Simona,

soooo hätte ich meine Bande auch beschrieben (wobei, auf "empathisch" warte ich bei der 10monatigen Holly noch :dog_ph34r ).

Als Kind hatten wir einen Dackel, der deutlich schwieriger war als meine ATs. Und mein Cocker, in der Jugend- und Ausbildungszeit, war zwar einfacher zu handhaben, dafür aber deutlich pflege- bzw. staubsaug-intensiver.

Unsere Airedales sind, finde ich, nicht schwierig sondern eigenständig - sie denken halt mit. (Und das liebe ich an ihnen, auch wenn's mich manchmal an den Rand der Verzweiflung bringt.)

Liebe Grüße,
Christa
... mit Butzi und Olympia im Herzen.
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Judy1970 » Do 22. Aug 2013, 22:25

Hallo ! Wir haben unseren ersten AT. Odin ist jetzt 18 Wochen alt und sehr viel kann man da ja noch nicht sagen. Vergleiche ich aber unseren AT mit seinem Vorgänger ( ein Havaneser ), so muß ich schon sagen das AT`s sich schwerer erziehen lassen. Was bei unserem kleinen Hund fast von allein lief, haben wir jetzt richtig zu tun. Haben wir doch einen richtigen Dickkopf erwischt mit einem ausgeprägtem Jagdtrieb. Zum Glück versteht er sich mit unserem Kater super. Unsere Zwergkaninchen sind aber in ständiger Gefahr. Bei Odin haben wir wirklich das Gefühl gegen eine Wand zu reden. Durch uns hindurch sehen kann er besonders gut. Wir gehen seit einigen Wochen zur Hundeschule und verzeichnen kleine Erfolge. Vielleicht liegt es an Odin`s Jugend, vielleicht aber auch an uns. Mit professioneller Hilfe bekommen wir unseren Süßen schon hin. Auf jeden Fall ist er lernbereit. Hergeben würden wir unseren Odin nie. Er hört zwar manchmal nicht, aber ansonsten ist er ein wahnsinnig toller Hund, sehr verschmust, auf jeden Fall intelligent und wunderschön. Er fasziniert uns jeden Tag auf`s Neue und macht viel Spaß. :dog_smile
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