unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Geburt, Aufzucht, Einzug, Sozialisation

Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Uschi » Do 22. Aug 2013, 22:47

Hallo Judy,

Judy1970 hat geschrieben:mit einem ausgeprägtem Jagdtrieb.

das interessiert mich. Mit 18 Wochen einen ausgeprägten Jagdtrieb. Was tut er denn?


Judy1970 hat geschrieben:Er hört zwar manchmal nicht,

Das wird noch oft vorkommen, und das hat nichts mit seiner Rasse zu tun, da kann ich Dich beruhigen. Auch andere junge Hunde hören oft nicht gut, besonders wenn sie grad Kumpels zum spielen haben. Gehorsam, das kommt erst später, das kann er noch nicht richtig können.

Gib ihm Zeit, er ist noch ein kleines Kind, das die Welt entdecken will.



Liebe Grüße und viel Geduld mit dem Zwerg wünscht
Uschi
Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.

Johann Wolfgang von Goethe
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Lena » Fr 23. Aug 2013, 13:07

Hallo Judy,

das würde mich jetzt auch mal interessieren, woran man bei einem 18 Wochen alten Welpen
erkennen kann, daß er einen ausgeprägten Jagdtrieb hat?

Bei meinen ATs konnte ich das erst im Alter von ca. 1 Jahr bestimmt sagen. Und das dein Hund nicht "hört", liegt wohl eher daran, daß er noch ein Baby ist.
Er weiß sicher noch gar nicht, was du von ihm willst. :dog_huh Das muß er alles erst noch lernen.

Man kann eigentlich niemals Hunde miteinender vergleichen, selbst bei Hunden der gleichen Rasse gibt es
enorme Unterschiede. Wart erst mal ab, was er noch alles so drauf hat. :dog_biggrin

Liebe Grüße
Lena
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Hilde » Do 29. Aug 2013, 11:17

Na dann hallo mal wieder,

ich erlaube mir mal, hier auch meinen Senf dazu zu geben, obwohl ich ja nun meinen ersten AT habe.
Ich denke nicht, daß es ein Anfängerhund ist, ich erlebe ihn als einen selbstbewußten, in der Regel gelassenen Hund, der aber deutlich hinterfragt, ihn interessiert das warum.
Er möchte wissen, wer das Sagen hat und übernimmt, wenn er glaubt, sein Gegenüber ist dazu nicht in der Lage. Ich sehe das am Beispiel meiner Mutter, sie ist 78 Jahre alt und verwöhnt das "Bubilein". Er liebt sie und macht was er will, er klaut bei ihr vom Tisch, frisst der Katze alles weg und macht sich auf der Couch breit. Diese Dinge wagt er zuhause nicht. Gegenüber Fremden ist er freundlich, biedert sich aber nicht an. Irgendwie hat man den Eindruck, der AT ist ein Hund mit dem man alles machen kann.
Über Beissen und Raufen kann ich noch keine Aussage treffen, dazu ist er noch zu jung, der Jagdtrieb wird uns sicher noch lange beschäftigen, aber das sehe ich als Hunde- und nicht als ATproblem.
Im Vergleich mit anderen Rassen schneidet er aber hervorragend ab...
Mein Irish ist deutlich sturer und dominanter, viel schwieriger und dabei aber äußerst sensibel. Er lernt gut, aber langsamer als der AT. Er ist lärmiger und unruhiger, kann aber zarter und charmanter sein, als das "Bibilein". Der Pflegeaufwand beim Irish ist geringer als beim AT. Beide haaren aber nicht.
Mein JRT war eine ganz andere Marke - ein Bündel an Energie, immer da, wo was los ist, immer gut drauf, immer für eine kleine Rauferei zu haben, 2 Stunden radfahren zum warm werden, extremer Jagdtrieb, in jedem Erdloch zuhause - aber trotzdem in jeder Situation abrufbar und sicher ab einem Alter von ca. 3 Jahren - so lange mussten wir üben, üben, üben, aber dann gabs keine Leine mehr - ein ganz toller Hund, aber man sollte keine anderen Hobbys haben :dog_nowink
Größtes Manko, Haare,Haare, Haare - überall!
Wenn ich die drei Terrierarten vergleiche, dazu noch den Welsh meiner Tante - ist der AT am wenigsten stur und am leichtesten führbar, aber Konsequenz mit viel Beschäftigung hat er schon nötig, es ist kein 0815 Hund.
Naja... und dann sei noch erwähnt, es gibt hier im Ort drei Hunde, die problematisch sind, ein rauflustiger Labrador, ein ehemaliger Polizeischäferhund und ein sehr dominanter Hovawarth...... ein Terrier ist nicht dabei :dog_wub

Grüße
Hilde
Selbst dann, wenn man eine rosarote Brille aufsetzt, werden Eisbären nicht zu Himbeeren.
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Eddis » Do 29. Aug 2013, 22:21

Hilde hat geschrieben: Irgendwie hat man den Eindruck, der AT ist ein Hund mit dem man alles machen kann.

Grüße
Hilde


Unser Züchter sagte damals: Der Airedale passt sich an seinen Haushalt an. Mir kommt das auch so vor. Hab aber nur den Vergleich zum Welsh. Gern gelesen den Rest, so verschieden können unsere Hunde sein!
Lieber Gruß Simona mit Sir Eddi
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon drago24 » So 1. Sep 2013, 20:20

Hallo AT´s.

sorry, wenn ich sowas höre....

Airedales sind nicht schwierig, sie sind was besonderes. Klar muss ich wissen, ich habe es hier nicht mit einer Marionette zu tun, genau das war es doch was ich nicht wollte. Ich besitze zwei Rüden, eigentlich besitzte ich immer zwei Rüden, ich will dies mal irgendwann änder und noch ein Mädchen dazu nehmen.
Hey, Airedales kann ich mit Körpersprache und Lauten erziehen, ich kann ihnen alles beibringen und das geht ziemlich einfach. Meine beiden hören auf Fingerzeig auf Laute auf Körpersprache...eigentlich so wie ich es wollte. Klar muss ich mir etwas Mühe geben, sie wissen es nicht von selbst, obwohl einiges schon :dog_biggrin
Leider hör ich oft, dass Leute sagen Airedales seien stur, nein sind sie nicht sie wägen ab, ist es wichtig, daß ich genau das jetzt tu....scherz...
Echt jetzt, Sie sind wissbegierig, wollen immer neues lernen und genau das sind Eigenschaften die ich wollte...sonst hätt ich mir einen.... ich sags besser nicht geholt.
Also wenn man mit einem Airedale umgehen kann dann hat man nur Spass und richtig viel Freude.

Liebe Grüsse

Ela und ihre Jungs
Kein Unglück ist in Wirklichkeit so gross, wie unsere Angst

Franz Werfel
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Judy1970 » Sa 7. Jun 2014, 18:43

Hallo ! Melde mich nach langer Zeit noch einmal. Odin ist mittlerweile 14 Monate alt und ich behaupte auch heute noch das er mit seinen damals 18 Wochen schon einen ausgeprägten Jagdtrieb hatte. Warum soll ein junger Hund auch noch keinen haben. Es ist doch eine angeborene Sache. Heute wie damals müssen wir extrem aufpassen wenn Odin auch nur in die Nähe unserer zwei Zwergkaninchen kommt. Da ist er echt nicht zu halten. Auch Nachbars Katzen reizen ihn bis aufs Äußerste. Er akzeptiert nach wie vor nur unseren eigenen Kater. Man sieht auch an der Haltung der Hunde, wann sie in den Jagdmodus fallen. Das können die Kleinen genauso schon wie die Großen.
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Wolfgang » So 17. Aug 2014, 14:42

Ich hatte vor 40 Jahren einen Airedale Terrier und freue mich auf einen im nächsten Jahr dazwischen 2 Bernhardiner und 3 Mischlinge , Mutter mit 2 Söhnen.
Airedale Terrier sind keine Raufer, aber es gibt ein paar Hunde, die sie nicht mögen , Erziehung erfordert Konsequenz, Jagen lieben Sie, aber nicht um des Tötens Willen sondern ums Fangen geht's.
Wenn man einen Airedale ins Herz geschlossen hat, ist es ein ganz besonderer sehr zuverlässiger oft verspielter aber auch " mitdenkender Hund"" - schwierig ? Nein!
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Kosmonautin » Do 21. Aug 2014, 13:09

Spannendes Thema!

Ich hatte letztens im Buchladen ein Buch mit dem Titel "Familienhunde" (oder so... :D ) in der Hand. Lauter Rasseportraits von Hunden, die besonders geeignet für Menschen mit Kindern sind. Neben den üblichen Verdächtigen wurden auch Magyar Vizsla (tolle Hunderasse - aber ob dem als Auslastung wirklich ein Garten mit ein paar Kindern reichen, wage ich zu bezweifeln) und ein Jack Russel Terrier empfohlen - aber kein Airedale.
Ich habe das Buch dann sehr verwundert wieder zurück ins Regal gestellt, aber frage mich immer noch, warum der Airedale den Ruf hat, so schwierig zu sein, während andere (in meinen Augen deutlich anspruchsvollere Rassen) als problemfreie Familienhunde durch gehen :crazy:
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Judy1970 » Sa 20. Sep 2014, 23:18

Hallo ! Mittlerweile ist unser Odin 1 Jahr und 5 Monate alt. Er hat sich wirklich zu einem tollen Hund entwickelt. Wir gehen immer noch zur Hundeschule und machen nebenbei Hundesport. Er liebt unseren Kater immer noch abgöttisch und auch unsere Zwergkaninchen sind nicht mehr in Gefahr. Sie wecken zwar immer noch seinen Jagdtrieb, aber er würde ihnen im Leben nichts tun. Das mit dem hören klappt heute wesentlich besser als letztes Jahr. Die Erziehung ist noch lange nicht beendet, ich bin mir aber sicher das wir alles hinbekommen. Airedales sind sehr gelehrige Hunde. Unser Süßer ist so ein toller Schatz und wir haben dieses auch von anderen Aireales gehört. Also, alle Zweifel können wir beseitigen. Der Airedale ist in allen Lebenslagen ein fantastischer Hund.
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Re: unsere AT´s ..wirklich schwierige Hunde???

Beitragvon Lena » So 21. Sep 2014, 13:59

Also, ich finde den AT nicht einfacher und auch nicht schwieriger als andere Hunde auch. Ich weiß nicht, wo er das schlechte Image herhat.
Der AT gilt ja auch schlechthin als Raufbold; das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Meine Hunde waren alle sehr verträglich, "Lieblingsfeinde" mal ausgenommen, aber auch da wurde sich nicht draufgestürzt.
Eigentlich war es im Gegenteil so, daß, wenn wer gebissen wurde, es meistens meine verrufenen Terrier waren.
Auch bei Käthe hab ich schon festgestellt, daß sie sich nicht wehrt, wenn sie angegriffen wird und jedem Streit aus dem Wege geht.
In der Erziehung find ich den AT auch nicht so schwierig, sie haben halt immer Unsinn im Kopf. :dog_laugh Aber wenn man einen AT überzeugt, bekommt man eigentlich alles von ihm, sogar Gehorsam. :dog_smile

LG Lena
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