Nicht trimmbares Fell?

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Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Lena » Sa 16. Jun 2018, 12:55

Hallo Ihr,

mich würde interessieren, ob hier jemand schon mal einen Airedale hatte, dessen Fell besser nicht getrimmt wird.
Wie es scheint, hab ich bereits zum zweiten Mal einen Terrier, dessen Fell besser geschoren statt getrimmt wird.

Mein erster Airedale hatte ein sehr weiches, lockiges Fell. Er wurde bis zum 10. Lebensjahr nur getrimmt, trotzdem blieb das Fell weich und das Trimmen war für ihn eine Tortur, es hat ihm schlicht und einfach weh getan.

Der zweite AT hatte ein hartes Fell, das gut trimmbar war. Aber auch ihn hab ich im Alter nur noch scheren lassen, weil ich das einem älteren Tier nicht mehr zumuten möchte, stundenlang auf dem Tisch zu stehen.

Käthe ist jetzt wieder so ein Kandidat mit weichem Fell und sehr viel Unterwolle, von der Sorte "explodiertes Sofakissen". :dog_laugh
Wie ihr Fell früher war, weiß ich eben nicht, sie war ja schon zwei Jahre alt als sie zu mir kam und bereits kastriert. Bei ihr vermute ich, daß die Fellbeschaffenheit mit der Kastration zusammenhängt.
Sie werde ich wohl nur scheren lassen; ihr Fell hat nach dem Trimmen richtige Löcher und sieht einfach nicht schön aus.

Gibt es das beim AT eigentlich öfter, daß ein Fell nicht trimmbar ist? Ich könnte mir vorstellen, daß bei manchen Hunden der Bedlington Terrier durchschlägt, der ja irgendwann mal mit eingekreuzt wurde.

LG Lena
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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon lutz » So 17. Jun 2018, 15:13

Hallo Lena und AT-Freunde,

ja, soll es geben aber.....!
Oft ist es so dass sogenannte Hundefriseure ganz einfach zu faul zum Trimmen sind weil scheren ja um so vieles leichter und einfacher ist. Da wird dann einfach behauptet der Airedale ließe sich nicht trimmen wie ich es schon häufiger gehört habe.
Sicher spielen aber auch die Gene hier bei der Haartracht eine maßgebliche Rolle mit und da hat der eine Hund mal mehr harsches Deckhaar als der andere was man gut trimmen kann während der andere hauptsächlich aus Unterwolle besteht wobei es mit dem Trimmen dann auch nicht weit her sein kann.

Meine beiden Rüden Dingo und Joker waren da eher von der Natur normal ausgerüstet, aber trimmen alle 3 Monate war kein größeres Problem. Aber, das muss ich hier einfach mal einflechten, obwohl ich sicher einige Airedales kenne, an Gretas Haartracht kommt kein Airedale ran. Die hat so dichtes Deckhaar und dazu noch reichlich Unterwolle dass man praktisch alle 2 Monate trimmen muss, 3 Monate sind einfach zu lang selbst wenn man jeden Tag das Fell ordentlich durchkämmt was allein schon ein Stück Arbeit ist. Da hätte sicher so mancher "Trimmfetischist" hier im Forum seine wahre Freude dran und könnte sich ordentlich austoben. Dabei hatte Greta zuerst ausgesehen wie ein plüschiges Wollknäuel als ich sie mit 20 Wochen bekam und meine Trimmversuche und die einer professionellen Trimmern mussten wir ergebnislos abbrechen. Die Haare waren einfach noch nicht "reif". Ich habe es noch sehr gut in Erinnerung, so musste ich Greta zum ersten Airedaletreffen mit ihr an der Ostsee umgetrimmt mitnehmen und habe so manchen skeptischen Blick und auch kritischen Kommentar dafür eingefangen. Gut Ding will eben Weile haben, heute ist ihre Haartracht eine wahre Haarpracht wie sie nicht besser sein könnte und Greta wird darüber von so manchem Airedalehalter beneidet. Greta kann nichts dafür und ich habe auch nichts dazu beigetragen, es ist ihr von der Natur so mitgegeben worden. Sie ist einfach nur wie es sich gehört von Hand getrimmt worden wobei Brust und Kopf auch mit der Schermaschine Bekanntschaft machen da die Maschine hier keinen nachteiligen Einfluss hat.
Auf jeden Fall muss man die Haartracht bei jedem rauhaarigen Terrier insofern an das Trimmen gewöhnen dass man gerade zu Anfang immer wieder prüft ob das Haar zum Trimmen reif genug ist und dann auch konsequent beim Handtrimming bleiben, bei Joker hatte das Handtrimming von einer erfahrenen Trimmerin, als ich es aufgegeben hatte weil mein Rücken nicht mehr so richtig mitspielen wollte, auch noch nach Jahren richtig was gebracht und sein Haarkleid "nach vorne gebracht".
Also nicht aufgeben und weiter von Hand trimmen. Wenn es richtig gemacht wird und man sich Mühe gibt, wird sich sicher auch Erfolg einstellen. Scheren ist auf jeden Fall für die Haarentwicklung nachteilig und das Haar verliert leicht Glanz und Farbe.

Was beim AT so alles an Hunderassen eingekreuzt wurde weiß leider mit Sicherheit heutzutage kein Mensch mehr, da können sicher auch noch andere Rassen außer dem evtl. eingekreuztem Bedington-Terrier eine Rolle spielen.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Empisandrea » Mo 18. Jun 2018, 06:24

Hallo Lutz,
an das Fellbündel beim Treffen im Timmendorf kann ich mich noch gut erinnern. happy_02
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und immer enger wird dies Band, je mehr die Zeit entschwindet.
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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Anja1402 » Mo 18. Jun 2018, 09:35

Hallo Lena,

ich selbst kenne keinen Airedale, der "nicht trimmbar" ist; allerdings gibt es durchaus Stellen am Hund, die schlechter zu trimmen sind als andere. Bei Struppi sind das die Hals-Vorderseite und der Po. Das Fell ist an diesen Stellen zwar auch hart, lässt sich aber auch nur schwer rausziehen und ich trimme ihm regelmäßig Löcher rein. Aber seit ich den Trimmstein benutze, ist es zumindest am Hals schon besser geworden. Am Po hab ich auch den Eindruck, dass es ihm unangenehm ist, da zupfe ich immer nur vorsichtig und ein bisschen weg.
Mag sein, dass es ab und zu ATs gibt, deren Fell einfach nicht zum Trimmen geeignet ist, aber ich glaube, dass das wirklich die absolute Ausnahme ist; bei den meisten Hunden muss man wahrscheinlich einfach dranbleiben und immer wieder regelmäßig trimmen, dann wird das Fell irgendwann besser. Ob Käthes Kastrataion damit zu tun hat, kann durchaus sein, ich hab auch mal gelesen, dass eine Kastration sich negativ aufs Fell auswirkt.

lutz hat geschrieben:Oft ist es so dass sogenannte Hundefriseure ganz einfach zu faul zum Trimmen sind weil scheren ja um so vieles leichter und einfacher ist.


Das ist wohl wahr, viele Hundefriseure behaupten, sie würden den Hund trimmen, dabei gehen sie nur 1x kurz mit dem Trimmmesser über die Decke und scheren den Rest. so wird das natürlich nix :dog_wacko ich weiß, wie lange ich selbst brauche, wenn ich meinen Hund nach 2 Monaten komplett von Hand trimme (und Struppi hat größtenteils leicht trimmbares Fell), und das sind nicht die von den Hundefriseuren veranschlagten 2-3 Stunden! eher 6 bis 7, manchmal sogar 8 Stunden (ich teile das dann auf mehrere Tage auf). Inzwischen bin ich auch dazu übergegangen, alle 2-3 Tage ein bisschen zu zupfen, da dauert es natürlich nicht mehr stundenlang :dog_rolleyes

Hast du deinen ersten Rüden, der auch schlecht zu trimmen war, selbst getrimmt oder war er beim Hundefriseur?
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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Lena » Mo 18. Jun 2018, 12:48

Hallo Anja,

mein erster Rüde wurde zehn Jahre lang von einem Züchter, der Fox- und Welshterrier gezüchtet hat, getrimmt. Ich bin immer dabeigeblieben, hab also gesehen was mit dem Hund passiert. Er meinte immer, das Fell würde er schon hinkriegen mit der Zeit. Es blieb aber bis zum Schluss weich und lockig.

Käthe hat ein sehr weiches Fell, aber nicht lockig, mit sehr viel Unterwolle. Das Fell läßt sich gut ziehen, aber es sieht hinterher einfach nicht schön aus, wirklich total löchrig, wie Mottenfraß. :dog_sad
Auch bei ihr bleib ich immer dabei, die Hundefrisörin braucht drei Stunden für das Fell. Sie macht das wirklich sehr gut; Schermaschine wird nur an kritischen Stellen eingesetzt. Andere AT-Halter sind auch sehr zufrieden bei ihr.

Wir haben Anfang Juli den nächsten Termin, ich werd sie noch einmal trimmen lassen. Wenn mir das Fell danach auch wieder nicht gefällt, lass ich sie in Zukunft nur noch scheren.

LG Lena
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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Hundemutti » Di 19. Jun 2018, 10:52

Hallo Lena,

von einigen Malen Trimmen kann sich ein Fell, welches lange Zeit geschoren wurde, niemals erholen! Das klappt nur in den allerwenigsten Fällen und hat dann auch mit viel Glück (super Haar) zu tun! Wie schon erwähnt wurde, Veranlagung und Einflüsse wie z. B. Kastration, Alter, Ernährung usw. spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man durch Futterumstellung, viel Fleiß (!) und konsequentes Trimmen (!) auch bei einem kaputtgeschorenen Fell mit schlechten Voraussetzungen (kastrierte Hündin mit mäßig guter "Fellveranlagung") durchaus gute Erfolge erzielen kann! Sicher wird das Fell nie so werden wie bei einem Hund, der von klein auf ausschließlich getrimmt wurde und von Haus aus gute Veranlagung mitbringt! Trotzallem ist es ein sehr großer Unterschied zu früher, Sandy´s Fell ist heute wesentlich fester/harrscher, glänzt und hat intensivere Farben trozt ihrer 11 Jahre!

Unsere Janka, bestehend aus Fell vergleichbar mit dem einer Katze, scheinbar nur Unterwolle, war bei einem Hauch von Regen sofort durchnässt! Getränkt wie ein Wattebausch, bei Kälte ohne Regenschutz ging garnicht! Sie war komplett stumpf und fusselig und fühlte sich auch an wie ein Wattebausch! Die Flusen flogen umher, wie bei einer Pusteblume! Bine meinte nur ganz locker: "Trimm sie!" Ein Sofakissen trimmen???
Janka, der kleine in die Jahre gekommene Wildfang von der Staße, ein Mix aus schnauzerähnlichem Igendwas, dem erstmal das Stillstehen auf einem Trimmtisch antrainiert werden müsste, geschweige dann auch noch Fell rauszupfen ...schier unmöglich, aussichtlos ...

Endnlich bekommt sie nach langem, konsequenten & mühseligen Trimmen richtiges Fell mit glänzenden Grannen! Sie jemals zu trimmen wäre mir nie in den Sinn gekommen..
Ich muss allerdings eingestehen, dass ich öfter der Verzweiflung nahe war, viel öfter als bei Sandy! Nach einigen Monaten habe ich kapituliert und sie wieder geschoren, weil der Hund nach jedem noch so vorsichtigem Trimmen so schrecklich aussah, wie eine Häkeldecke, aber nicht wie ein Hund, der mit viel Mühe und Aufwand gespflegt wurde! Durch das Scheren explodierte ihr Fell auch wieder! Daher packte mich noch einmal der Ehrgeiz, es noch einmal zu versuchen und aus diesem geplatzten Sofakissen einen einigermaßen vorzeigbaren Hund zu machen...Siehe da ...es kamen nach (gefühlten unendlich) vielen Monaten Trimmerei mehr und mehr richtige Hundehaare! :herz

Soviel wollte ich eigentlich nicht schreiben, ich wollte nur aufzeigen, dass man mit Fleiß, Konsequenz und sehr viel Geduld auch bei einem fast aussichtlos schlechtem Fell durchaus Erfolge erzielen kann, es funktioniert nur nicht von heute auf Morgen! :trost2
Liebe Grüße
R & R ...Romana & Rudel

Um Feinde zu bekommen ist es nicht nötig den Krieg zu erklären, es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt! Martin Luther King
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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Bettina » Di 19. Jun 2018, 13:00

Hallo Ihr,

könnt Ihr, die Ihr hier geschrieben habt, nicht mal Fotos zeigen?

Liebe Grüße
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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Anja1402 » Di 19. Jun 2018, 15:41

Hallo Lena,

dann scheinst du ja solche Plüsch-Exemplare förmlich anzuziehen :dog_laugh :dog_wink

Ich würde mich Romana anschließen und darauf tippen, dass man in diesem Fall einfach viel häufiger als nur alle paar Monate trimmen muss. Anfangs vielleicht auch mit CoatKing und/oder Furminator - ich weiß, das ist nicht das Optimum und die Trimmprofis werden mich dafür bestimmt tadeln :shifty: -, aber das ist wahrscheinlich immer noch besser als nur scheren.
Und wenn du damit leben kannst, dass Käthe halt etwas weicheres Fell mit viel Unterwolle hat, und vorausgesetzt, dass sie davon keine Hautprobleme bekommt, dann lässt du sie halt einfach nur scheren :shh: :brav
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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Lena » Di 19. Jun 2018, 19:34

Hallo Anja,
nein, ich ziehe solche Plüschexemplare nicht an. :dog_laugh
Mein erster Airedale war auch nicht plüschig, sondern hatte lockiges, sehr weiches Fell. Wieder ganz anders als Käthe.
Käthe hat einfach sehr viel Unterwolle, aber von Anfang an. Man kann es auch schon auf dem Foto sehen, das hier seinerzeit auf der Notseite eingestellt wurde.
Ich hab sie zuletzt alle 6 Wochen trimmen lassen, eigentlich wäre sie letzte Woche wieder dran gewesen, aber das Fell schien mir noch nicht reif genug. Im Sommer wächst es bei ihr immer langsamer. Ich kann bei ihrem Fell kein System erkennen. :dog_nowink

@Bettina,
von Käthe sind Fotos im Fotothread eingestellt "Käthe und ihre Freunde". Auf einigen Fotos ist Edgars Boerne mit zu sehen. Da kann man den Unterschied in der Fellqualität sehr gut erkennen. Obwohl Boerne auch nur geschoren wird, soweit ich mich erinnere, sieht er vom Fell her ganz anders aus.

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Re: Nicht trimmbares Fell?

Beitragvon Bettina » Mi 20. Jun 2018, 08:39

Dank Dir, Lena und @ die anderen, damit Ihr nicht lange suchen müsst: Käthe und ihre Freunde

Für mich sieht Käthe nach einem typischen Scher-Hund aus, ihr Pelz wird mit der Zeit zum "Persianer" (warum das bei Boerne nicht so ist, kann ich nicht sagen)

Liebe Grüße
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