Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Ansätze und Hilfestellungen
TerrierLady

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von TerrierLady » Do 21. Jul 2011, 17:24

Hallo Leute,

SICHER bin ich mir überhaupt nicht. Ich denke nur dass ich Ina und Funny (7+9) nicht mehr krankfüttern kann.

Ich hab mich vom Rohfüttern überzeugen lassen da es ja den "All-Inclusive-Napf" gab. Doch leider hat sich ja herausgestellt
dass Funny so gegen einiges allergisch ist sodass das "All-Inclusive" oder "Barf für Faule" leider nicht mehr möglich ist.

Nun steh ich schon etwas dumm auf der Straße und versuche mein Bestes. Bis jetzt scheint es beiden gut zu gehen und so
denke ich dass es nicht so verkehrt sein kann. Mit der Knochenfütterung am Stück hab ich ein Problem und so hab ich Fleisch mit
Knorbel gewolft gekauft. Allerdings haben da beide mit dem Output Probleme sodass ich das nur alle 2 oder 3 Tage füttere.
Danach muß ich wieder 2-3 Tage Pause machen. Etwas Knochenmehl ist ok, allerdings nicht die Menge die für die Masse Hund
angegeben ist.

Gemüsemäßig sollte ich auch noch etwas "Nachhilfe" haben . . . und ob ich genügend Innereien füttere weiß ich auch nicht.
Das Gemüse dünste ich und es gibt immer nur eine Sorte wegen Funny. Momentan bin ich bei Broccoli und Zucchini für Funny
und Ina bekommt auch noch Karotten.

An mehr Gemüse trau ich mich momentan irgendwie nicht ran da ja gerade "Gräser-Pollen-Hochflugzeit" ist. Für Tipps bin ich
aber immer dankbar !!!!!

Gruß Ulrike

Freddy

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von Freddy » Do 21. Jul 2011, 18:24

Hallo zusammen,

Felix habe ich nach einer kleinen Umgewöhnungsphase von Welpenbeinen an weitgehend artgerecht und roh ernährt.

Die Erfahrungen mit seinem Vorgänger der 80 % seiner zu kurzen Lebenszeit krank war, haben mich dazu geführt.
Allergien aller Art waren neben zahlreichen anderen Erkrankungen für uns alle so ziemlich das Schlimmste was man sich vorstellen kann. Juckreiz ohne Ende ständiges Knabbern und Lecken am Fell, Fellausreißen, kahle blutige Stellen an den Beinen u.v.m. haben uns an den Rand des Wahnsinns gebracht. 8 Jahre haben wir alles was wir tun konnten versucht. Hätten die Tierärze und die Tierklink, wo ihm sinnigerweise ein paar Wochen vor seinem Tod noch die Mandeln rausgenommen wurden (und wo ich mich heute noch drüber ärgern kann), das Geld zusammengeworfen was sie am dem Hund verdient haben, wäre locker ein schönes Auto der gehobenen Klasse dabei rausgesprungen.
Eliminationsdiät, teures Sensitiv-Spezialfutter vom TA und Dauer Kortison- Berieselung...das ganze übliche Programm. Geholfen hat letztendlich nichts. Zum Schluss mussten wir ihn Einschläfern lassen. Die Allergien hatten sich nach innen gerichtet, die ganze Lunge war, wie wir selber in der Tierlink sehen konnten, gerötet und entzündet. Nach diesen Erfahrungen wollte ich jahrelang keinen Hund mehr haben, zu groß war der Schmerz.

Irgendwann ging es dann aber doch nicht mehr ohne Hund. Schon im Vorfeld der Anschaffung habe ich mir über gesundheitliche Aspekte der Hundehaltung Gedanken gemacht. Die "Barfscene" war damals gerade im erst im Entstehen, aber es gab schon Informationen (in Büchern und im Internet) und mir begann es langsam zu dämmern woher das ganz Elend kam...
Ich habe bei Felix Ernährung weder auf den Züchter gehört, noch auf meine TÄ und schon gar nicht mehr auf die Werbeversprechen der Futtermittelindustrie. Felix ist vor ein paar Tagen 6 Jahre alt geworden und hat bisher keine "Zivilisationskrankheiten" wie z.B. Allergien entwickelt. Er hat für seine Größe Idealgewicht und optimale Blutwerte. Meine TÄ hat sich beim letzten Besuch noch sehr postiv über seinen Allgemeinzustand geäußert und ihre anfängliche Skepsis gegenüber der Rohfütterung und unserer Zurückhaltung bei Impfungen abgelegt. Ich bin heute davon überzeugt die richtigen Entscheidungen für meinen Hund getroffen zu haben.

LG
Freddy

PS: Schade ist, das man oft nur durch eigene bittere Erfahrungen klug wird. Um dem einen oder anderen Hund (und ihren Haltern) ein solches Schicksal zu ersparen, schreibe ich immer wieder über diese Dinge.

pivi

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von pivi » Do 21. Jul 2011, 19:44

Hallo zusammen,

ich möchte euch eigentlich nur 2 Bilder von Zola zeigen.

Zola als sie Trockenfutter bekam!
IMG_4092.JPG
Zola hatte ständig Durchfall und wog manchmal nur knapp 18 kg bei 61 cm.

so schaut sie heute aus ! :dog_smile
IMG_6592.JPG
Mein Welpe würde nie, auch nur ein Gramm, Trockenfutter von mir bekommen :dog_nowink

LG
Birgit mit Zola

Xantha

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von Xantha » Do 21. Jul 2011, 20:27

Eddi hat geschrieben:Naabend,
Warum?
Was traut Ihr denn nun dem Rohfutter nicht zu oder Euch und warum ist das Fertigfutter beim Welpen besser oder wird auch gebraucht. Findet Ihr das nicht ein wenig hm, schizophren?
Nicht, daß ich falsch verstanden werden möchte (das geht zu leicht, wie ich immer mal wieder feststelle :dog_wink ): ich will das nicht kritisieren oder Euch was vorwerfen. Mich interessieren vielmehr die Gedanken dahinter.
sehr gespannte GRüße
Eddi
Moin Eddi,

also wie Du schon so schön schreibst, ich traue MIR diese ganze Rohfütterung noch nicht so recht zu. Ich kannte das damals mit unseren Hunden gar nicht, da gabs nur TroFu und mal weiße Pansen oder ne Beinscheibe, aber immer schön gekocht. Ich bin zum ersten Mal hier im Forum mit dem Begriff BARF und der Rohfütterung in Berührung gekommen und finde das alles ziemlich logisch und möchte das auch unbedingt für meinen Hund. Auch mein Mann steht dahinter. Ich muss gestehen, meine Zeit ist begrenzt, um mich so mit dem Thema auseinandersetzen zu können, wie ich gern möchte, denn am Montag zieht Mr. X bei uns ein. Und jaaaa, ich fürchte mich davor, ihm irgendeine Zutat vorzuenthalten, die wichtig für sein Wohl sein könnte. Eine andere Geschichte ist, dass wir gern campen, auch schon mal 2 Wochen Urlaub im Zelt machen und für diese und andere Ausflüge, auf denen es einfach grad nicht passt, alles frisch herzurichten oder Gefrostetes hervorzuzaubern möchte ich einfach dieses mir empfohlene TroFu irgendwie mit einbinden. Sollte ich feststellen - und das werde ich, wirst Du mir gleich erklären ;-) - dass es trotzdem alles frisch geht, dann brauchen wir kein TroFu.

Ich finde es ziemlich gut von mir, dass ich das alles roh wuppen möchte, obwohl mir eine ältere Generation erzählt, davon werden die Hunde aggressiv :sheep
Also bitte Eddi, hab noch ein wenig Geduld mit mir. Ich versteh Dich nicht falsch, im Gegenteil, Du regst zum Nachdenken und verteilst viele gute Ratschläge, dafür vielen Dank *knicks*

Und jetzt muss ich süße Hundefotos posten ...

Balou

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von Balou » Do 21. Jul 2011, 20:47

Hallo zusammen,

also Balou bekommt seit er Welpe ist immer Trockenfutter, allerdings immer verschiedene Sorten. (Keine billigen, wie Pedigree, oder Supermarktfutter) Natürlich bekommt er auch Gemüse und Trockenware (Pansen, Ochsenziemer usw.) Leider darf ich das Rohfutter, welches ich in nächster Zeit testen werde hier nicht erwähnen. Die Firmeninhaberin der Futtermarke ist hier im Forum angemeldet, weswegen ich den Namen nicht sagen kann, es wäre sonst Werbung.
Balou hat trotz Trockenfutter bestes Fell, super Farben und Struktur. Gesundheitlich geht es ihm auch gut.

Gruß

Tobias

Christine

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von Christine » Do 21. Jul 2011, 21:19

Hi Eddi,
wie bei den meisten ist es die verflixte Futtermittelindustrie, die einem suggeriert, dass das Haustier morgen tot umfällt, wenn es nicht die super ausgewogene Komplettmahlzeit von Firma XY bekommt. Bei Campino hatte ich ja alles ganz cool im Griff. Als dann Gingers Einzug bevorstand, bekam ich einen kleinen hysterischen Anfall, habe den Taschenrechner gezückt und Abende lang gerechnet, um dann frustriert festzustellen, dass die Werte im Netz und in der Literatur super voneinander abweichen. Mein objektives Ich hatte ständig im Hinterkopf, dass kein Mensch (also wenigsten niemand den ich kenne) mit dem Taschenrechner die Ration fürs eigene Fleisch und Blut ausrechnet. Einige Tage kämpfte mein hysterisches Ich mit meinem objektiven Ich, welches schlussendlich gewonnen hat. Zu Recht! Gingers Röntgenbilder sind zwar noch nicht vom KfT ausgewertet, aber mein Dogdoc hat sie als einwandfrei bewertet, ihr Fell ist toll und sie sieht super gesund aus und verhält sich auch so.
@alle Welpen bzw. Bald-Welpenbesitzer: wenn Ihr barfen wollt, traut Euch! Klar, muss man sich kundig machen, aber sooo kompliziert ist es nicht und einen Taschenrechner braucht man eigentlich auch nicht.
Viele Grüße
Christine (die bisher die Katzen mit Fertigfutter ernährt hat, jetzt unzufrieden mit der Fellqualität ist und doch tatsächlich bei namhaften Futterhersteller nach der Lösung gesucht hat :dog_wacko , bis mir bewußt worden ist, dass ich doch tatsächlich wieder auf diese gut gemachte Werbung reinfalle. Postwendend habe ich Fleisch und nötige Futterzusätze wie Taurin bestellt)

Daniela

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von Daniela » Do 21. Jul 2011, 21:27

Hi Eddi,
Ja dann werd ich mal morgen loslegen und das Trofu für Tage lassen, an denen ich unterwegs bin. So mach ich das mit Kira auch. Wenn wir im Urlaub sind, gibts bei uns auch hauptsächlich Trofu. Rohfutter nur dann, wenn ich was entdecke. Da mach ich mir dann keinen Kopf. Wenn generell passt, dann dürfen auch Ausnahmen erlaubt sein. So wie mit den Kindern und Süßigkeiten etc.
Auch ich wäre danbar über praktische Tipps in Bez. Gemüse/ Obst. Da komm ich mir doch noch etwas einseitig vor.

Liebe grüße von mir und meinem Bergdale

Sabom

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von Sabom » Fr 22. Jul 2011, 07:55

Hi Eddi,

da wir einen Rohfuttercomplettnapf füttern, fühle ich mich sicher!

Wie schon Vorredner beschrieben, meine Kinder werden auch nicht mit Tütensuppen großgezogen.

Susi hat ihr Trofu, dass wir vom Züchter empfohlen bekamen ohne kauen geschluckt, innerhalb einiger Sekunden war der Trofunapf leer, so dass mir schon vom zusehen übel wurde bei der Vorstellung, ich müsste mein Lebtag Brühwürfel schlucken und diese dann mit Wasser aufweichen :dog_tongue

Da wurde mir richtig bewusst, dass Hunde schlinger sind und da Fressen zu Susis großen Leidenschaften gehören und Hunde sich in allen Bereichen zurücknehmen müssen, wollte ich ihr mehr Fressvergnügen bieten.

Susi ist ein Spring-ins-Feld und hat prima Fell, gesundheitliche Aussagen kann ich bei einem 19 Monate altem Hund vermutlich noch nicht machen? Bisher jedenfalls, toi toi toi funktioniert das Hundekörperchen prima!

Ach ja, ein gaaanz großer Vorteil in der Stadt bei Rohfüttern ist das dritteln der "Outputmenge", bei Trofu kam immer mehr raus als rein, volumenmäßig und ich hatte alle Hände voll zu tun, dies zu entfernen. Inzwischen 1xtäglich minimale Mengen in "angenehmer" Konsistenz. :dog_laugh

LG
Sabine mit Susi, die immer zu wenig Rohfutter erhält....findet sie

@ Boa Birgit, die Zola sieht auf dem ersten Foto wirklich sehr gerupft aus! Sehr eindrucksvolle vorher/nachher Bilder

Daniela

Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von Daniela » Sa 23. Jul 2011, 18:56

@ Nicole
Bin jetzt mit beiden am "barfen". Klappt super. Danke für die Fütterungstabelle. Zum Starten (auch extra individuell für Welpen) ein guter Leitfaden. Für unsichere Welpenbarfer eine prima Hilfe. Zum weiterempfehlen.
LG von Daniela

airenois
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Re: Wie sicher seid Ihr Euch mit der Rohfütterung?

Beitrag von airenois » Mo 25. Jul 2011, 07:35

Hallo Daniela,

klasse, dass es klappt und die letzten Unsicherheiten verschwinden mit der Zeit.

LG
Nicole
Lieben Gruß Nicole & Ennox

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