Probleme mit dem BARF

Ansätze und Hilfestellungen

Probleme mit dem BARF

Beitragvon Cooper » Mo 31. Okt 2011, 12:35

Hallo Zusammen,
ich hab da mal ein paar Fragen. Wieviele weiss ich noch nicht, das sehen wir dann am Schluss :D
Wir haben uns vor einigen Monaten entschlossen unseren Cooper zu barfen. Das hatte den Hintergrund, dass er sein anderes Fressen (Trocken- und auch Nassfutter) nicht mehr angerührt hat. Ich hab alles ausprobiert. Auch stehenlassen und nichts mehr zwischendurch geben, so nach dem Motto "er frisst schon wenn er hunger hat", pah Pustkuchen. Dann hatte er auf Grund einer Magenerkrankung so schlimm abgenommen, dass ich mir was einfallen lassen musste und siehe da, der Hund frisst sein Futter ohne zu Mäkern und er hat wieder zugenommen. Das Fell sah super aus und auch die Verdauung klappte super. Seit ein paar Wochen hat er allerdings unglaubliche Bauchschmerzen und starke Blähungen. War auch schon beim Arzt aber er konnte nichts Ungewönliches feststellen. Die Bauchschmerzen erkenne ich daran, dass er unglaublich viel hechelt gerade wenn er zur Ruhe kommt, viel brummt (kein wohliges Brummen), nicht mehr so liegt wie sonst, sondern eher gekrümmt, und wenn ich ihm ein warmes Kirschkernkissen auf den Bauch lege, bleibt er sogar liegen und entspannt sich richtig. Hinzukommen die Blähungen und immer wieder mal Druchfall oder Verstopfung. Ich hab dann mit der Barf-Verkäuferin gesprochen und die hat mir daufhin ein Mix zusammengestellt, so dass Cooper nicht mehr so viele Knochen bekommt, dafür mehr Muskelfleisch. Vorher bestand sein Futter aus Knochen, Knorpel, Blättermagen, Pansen und Fleisch als Mix gewolft. Nun ist es Pansen, Fleisch und ein paar Hühnerkarkassen als Mix gewolft. Dann alle zwei Tag einen Esslöffel Lachsöl. Leckerlies bestehen auch nur noch Trockenfleisch. Es ist zwar etwas besser geworden aber trotzdem noch nicht weg. Vor zwei Wochen habe ich ihm Schonkost gegeben, auf Anraten des Arztes d. h. Kartoffeln, Gemüse, etwas Hähnchenfleisch alles zusammen gekocht, gestampft und dann noch etwas Hüttenkäse oder Joghurt. Da war es so gut wie weg. Cooper war gut drauf und hatte keine Blähungen oder Schmerzen mehr. Seit einer Woche füttere ich wieder normal, d.h. 300 gr. morgens und 300 gr. abends und es geht wieder von vorne los. Ich bin echt verzweifelt. Ich möchte gerne weiterbarfen und am Anfang war es ja auch gut aber ich weiss nicht mehr weiter. Könnt ihr mir als erfahrene Barf-Experten helfen? Mache ich was falsch? Ist die Zusammenstellung nicht richtig? Hilllllfeeee!

LG Antje mit Cooper
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Re: Prbleme mit dem BARF

Beitragvon Uschi » Mo 31. Okt 2011, 12:55

Hallo Antje,

Cooper hat geschrieben:Nun ist es Pansen, Fleisch und ein paar Hühnerkarkassen als Mix gewolft.

Fütterst Du nur Tierisches? Kein Gemüse?


Wenn es ihm mit der Mischung, die Dir der Arzt empfohlen hat, gut ging, dann würde ich erstmal dazu zurückkehren. Dann nach und nach versuchen, das Hähnchenfleisch dazu roh zu geben, schauen, wie Cooper darauf reagiert.


Wenn er Verstopfung hatte, könnte es durchaus sein, dass der Knochenanteil zu hoch ist. Wieviel Prozent vom Futter machte das denn aus?

Wijnta kann auf zuviel Knochen auch mit Durchfall reagieren.


Gute Besserung Deinem Cooper.
Uschi
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Re: Prbleme mit dem BARF

Beitragvon Cooper » Mo 31. Okt 2011, 13:02

Hallo Uschi,

danke für deine schnelle Antwort. Doch ich füttere auch Gemüse dazu. Das hatte ich bei der Aufzählung vergessen. Sorry

Wieviel Prozent der Knochenanteil ist, kann ich dir gar nicht sagen. Ich hole das Futter schon fertiggewolft ab. Ich werde sie demnächst aber mal fragen. Momentan sind fast keine Knochen im Futter. Also deutlich weniger als vorher und trotzdem die Beschwerden.

LG
Antje
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Re: Prbleme mit dem BARF

Beitragvon Uschi » Mo 31. Okt 2011, 13:08

Hallo Antje,

dann vielleicht erstmal gar keine Knochen geben und das Ca als Eierschalenpulver o.ä. geben.

Aber, wie schon gesagt, würde ich erstmal zur Schonkost zurückgehen.


Liebe Grüße
Uschi
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Re: Prbleme mit dem BARF

Beitragvon airenois » Mo 31. Okt 2011, 13:16

Hallo Antje,

ich würde auf jeden Fall die Schonkost erst mal wieder füttern und dies über einen längeren Zeitraum ca. 4 Wochen und mich dann ganz langsam wieder auf Normalbarf einstellen. Also nach 4 Wochen erstmal täglich ca. 100g Normalbarf füttern und Cooper 3-4 Tage lang beobachten, wenn das gut geht, wieder einwenig den Normalbarf steigern auf ca. 150g und wieder einige Tage beobachten und so weiter.

Ein homö. Mittel gegen Bauchschmerzen bei Hunden ist Spasmovetsan S. Dies hat mir meine Tierärztin mal empfohlen. Frag deine Tierärztin danach, vielleicht hilft es Cooper.

LG Nicole
Lieben Gruß Nicole & Ennox
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Re: Prbleme mit dem BARF

Beitragvon Artus » Mo 31. Okt 2011, 13:57

Hallo Antje,

Seit ein paar Wochen hat er allerdings unglaubliche Bauchschmerzen und starke Blähungen. War auch schon beim Arzt aber er konnte nichts Ungewönliches feststellen. Die Bauchschmerzen erkenne ich daran, dass er unglaublich viel hechelt gerade wenn er zur Ruhe kommt, viel brummt (kein wohliges Brummen), nicht mehr so liegt wie sonst, sondern eher gekrümmt, und wenn ich ihm ein warmes Kirschkernkissen auf den Bauch lege, bleibt er sogar liegen und entspannt sich richtig. Hinzukommen die Blähungen und immer wieder mal Druchfall oder Verstopfung.


Schmerzhafte Bauchschmerzen und Blähungen müssen doch eine Ursache haben, und immer wieder Durchfall und Verstopfung im Wechsel. Hat der TA denn nicht einmal "ungewöhnliche Darmgeräusche" beim Abhören wahrgenommen? Durch welche Untersuchungen ist der TA denn zu dem Ergebnis gekommen, dass nichts ungewöhnliches vorliegt?

Ich würde neben einer Schonkost Fütterung auf jedenfall versuchen die Ursache für die Beschwerden herauszubekommen.

Ich wünsche Deinem Cooper baldige Genesung.

LG Rosi
Artus
 

Re: Prbleme mit dem BARF

Beitragvon Pancho » Mo 31. Okt 2011, 14:19

Hallo Antje,

niemand mischt für meinen Hund irgend etwas zusammen,ich kaufe alles einzeln und in der Qualität,wie ich es auch esse.Nur so weiß ich was er bekommen hat und kann,bei Problemen reagieren.An Fleisch,gibt es pro Tag nur eine Sorte und Knochen,ersetze ich durch Eierschalen.Gemüse und Grünzeug,auch nur zwei Sorten am Tag (z.b.Karotten u.Petersilie),Getreide gibt es überhaupt nicht,nur ab und zu mal eine Kartoffel und natürlich Öle.Zu Pansen folgendes:da ich Probleme hätte ,an Pansen von Biologisch Artgerecht gehaltenen Tieren ,zu kommen,verzichte ich lieber und gebe dafür im Wechsel verschiedene Zusätze.
Ach ja,seit mehreren Jahren,bekommt Pancho,täglich ein ganzes rohes Ei,(die Eierschale natürlich gemahlen)und er sieht top aus mit tollem Fell.
Und hier noch ein kleiner Geheimtip,bei Blähungen und lauten Bauchgeräuschen,gebe ich eine Fenchel Kautablette,zerpulvert,direkt auf die Zunge und in ganz kurzer Zeit ist alles gut.
So wie ich es mache klappt es bei uns super,ihr könnt ja mal überlegen,was bei Euch passen könnte und probieren.

LG Elfi u.Pancho der auch mit 14 J.kaum Verdauungsprobleme hat.
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Re: Probleme mit dem BARF

Beitragvon Susa » Mo 31. Okt 2011, 22:29

Hallo Antje,

Ursache für Blähungen und Bauchweh sind oftmals auch minderwertige Eiweiße. Fütter nicht so viel Bindegewebe und Knorpel und lass auch den Pansen mal eine Zeit lang weg. Gib stattdessen hochwertiges Eiweiß in Form von reinem Muskelfleisch mit Gemüse usw.

Gute Besserung wünscht
Susa
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Re: Probleme mit dem BARF

Beitragvon Cooper » Di 1. Nov 2011, 13:18

Hallo Zusammen,

vielen Dank für eure Antworten. Werde jetzt einiges davon umsetzen und mal schauen wie es klappt. Ich werde berichten. :)

LG
Antje mit Cooper der die Genesungswünsche danke annimmt
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Re: Probleme mit dem BARF

Beitragvon menzelova » Mi 2. Nov 2011, 12:48

Hallo Antje,

von Grisou kenne ich solche lauten Darmgeräusche und ein Stöhnen dazu, immer wechselnd kurzer Durchfall und dann wieder normale Häufchen.
Bei uns lag es am Getreide bzw. auch an den Kohlehydraten in Kartoffeln, Reis, Bananen und manchem Leckerli aus dem Tierladen.
Von diesen Kohlehydraten haben sich noch dazu in seinem Darm "Giardien" ernährt. Hat Euer TA diese Biester ausgeschlossen (sind nicht leicht zu finden)?
Grisou hat ein Medikament dagegen bekommen und dann haben wir seine Darmflora mit "guten" Bakterien wieder aufgebaut.
Danach haben ich alles was Kohlehydrate hat weggelassen. Wenn sich wieder Giardien andeuten (sehe ich jetzt schon im Anfangsstadium den Häufchen an),
dann bekommt er Buttermilch mit Thymian, hat ein bis zweimal richtig Durchfall und dann sind sie wieder weg (sonst würde ich wieder zum TA). Mittlerweile hat sich sein Immunsystem auch wieder gerappelt und es kommt sehr selten vor, dass die Häufchen "giardig" aussehen.

Soweit unsere Erfahrung mit dem Rumpeln im Bauch.
Hoffe Ihr findet bald die Ursache für Coopers Probleme.

Grüße
Birgit
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