MRSA - Keime

Ansätze und Hilfestellungen

Moderator: Uschi

Re: MRSA - Keime

Beitragvon Mc Monty » Mi 5. Sep 2012, 20:44

Bine hat geschrieben:
Mc Monty hat geschrieben: aber auf die Idee, dass es vom Rohfutter kommen könnte, bin ich damals (dummerweise) nicht gekommen.

Lg, Kathrin mit Monty

Hallo athrin,

MRSA Keime kommen nicht vom BARF, lies Dir bitte nochmal die oberen Beiträge durch.
Und selbst wenn, werden sie im Magen zerstört, problematisch werden sie immer nur dann, wenn sie in offene Wunden kommen und da ist der Besitzer der Hauptrisikofaktor
LG Bine


FALSCH! Problematisch wird es auch wenn das Immunsystem geschwächt oder runtergefahren ist; Risikofaktoren lauern so gesehen überall...
Mc Monty
 

Re: MRSA - Keime

Beitragvon Uschi » Mi 5. Sep 2012, 22:12

Hallo,

Mc Monty hat geschrieben: Risikofaktoren lauern so gesehen überall...

richtig. Wir können ihnen nicht entgehen, sie sind nämlich überall:

ZITAT: Staphylococcus aureus ist ein kugelförmiges, Gram-positives Bakterium, das häufig in Traubenform angeordnet ist (Haufenkokken). Staphylokokken sind unbeweglich und bilden keine Sporen. Die Größe des Bakteriums liegt üblicherweise zwischen 0,8 und 1,2 µm. S. aureus kommt fast überall in der Natur, auch auf der Haut und in den oberen Atemwegen von 25 bis 30 % aller Menschen vor. Meist löst es keine Krankheitssymptome aus. Man spricht in diesem Falle von einer klinisch asymptomatischen Besiedlung oder Kolonisation der Person mit dem pathogenen Bakterium („Kolonisationskeim“). Bekommt das Bakterium durch günstige Bedingungen oder ein schwaches Immunsystem die Gelegenheit, sich auszubreiten, kommt es beim Menschen zu Hautinfektionen (Furunkel, Karbunkel), Muskelerkrankungen (Pyomyositis), in ungünstigen Fällen auch zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Lungenentzündung, Endokarditis, Toxisches Schock-Syndrom (TSS) und Sepsis. Falls diese Bakterien Resistenzen gegen mehrere wichtige Antibiotika erwerben (Multiresistenz), sind sie besonders schwer zu eliminieren und werden bei Übertragung auf Dritte auch für diese zur Gefahr. Bei Tieren ist S. aureus einer der wichtigsten Verursacher von Mastitis.ZITAT ENDE

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Staphylococcus_aureus


Deswegen meine Hunde nicht mehr roh zu füttern, würde mir nicht einfallen. Dann darf ich sie auch nirgends mehr rumschnuppern lassen, sie nicht mehr anfassen, in keinem Teich mehr baden lassen, sich nicht mehr über Äste im Wald wälzen lassen. Nichts mehr. Am besten sie in einen täglich desinfizierten Raum sperren und mit garantiert keimfreien Futter füttern. Vielleicht bleiben sie dann "gesund". :dog_wacko


Wir Menschen haben dieses Desaster wieder mal selbst angerichtet.



VG
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Re: MRSA - Keime

Beitragvon Sabine14 » Do 6. Sep 2012, 07:56

Uschi und Bine :thumbup:

LG

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Re: MRSA - Keime

Beitragvon lutz » Do 6. Sep 2012, 09:51

Hallo AT-Freunde,

die Gefahr in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern mit MRSA-Keimen in Kontakt zu kommen ist sicher um einiges größer als beim Umgang mit rohem Fleisch beim Barfen.

Als ich mich vor ca. gut 2 Jahren bei uns im Krankenhaus zu einer kleineren OP zwecks einer Blasensteinentfernung angemeldet hatte, fragte ich die Ärztin in der Aufnahme denn auch wie es dort denn mit Krankenhauskeimen aussehe und erwartete nun eigentlich etwas Beruhigendes als Antwort. Stattdessen bekam ich folgendes zu hören:
"Mit den Keimen ist es hier in der Urologie besonders schlimm da wir eine Vielzahl von Patienten, auch zur Notaufnahme, aus den Alten-und Pflegeheimen bekommen, wo solche Keime regelrecht grassieren"!
War nicht sehr ermutigend, ich bin aber trotzdem dort hingegangen da es erstens das einzige Krankenhaus in unserer Stadt mit einer solchen Station ist und mir zweitens versichert wurde dass es woanders auch nicht anders aussehe.

Fazit: Barfen ist in Deutschland harmloser als Kontakt mit Altenheimbewohnern oder ins Krankenhaus zu müssen.

Viele Grüße von lutz mit Joker

P.S. Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm,
beim Menschen ist das andersrum.
Wihelm Busch
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
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Re: MRSA - Keime

Beitragvon Mc Monty » Fr 7. Sep 2012, 19:53

lutz hat geschrieben:Hallo AT-Freunde,

die Gefahr in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern mit MRSA-Keimen in Kontakt zu kommen ist sicher um einiges größer als beim Umgang mit rohem Fleisch beim Barfen.

Als ich mich vor ca. gut 2 Jahren bei uns im Krankenhaus zu einer kleineren OP zwecks einer Blasensteinentfernung angemeldet hatte, fragte ich die Ärztin in der Aufnahme denn auch wie es dort denn mit Krankenhauskeimen aussehe und erwartete nun eigentlich etwas Beruhigendes als Antwort. Stattdessen bekam ich folgendes zu hören:
"Mit den Keimen ist es hier in der Urologie besonders schlimm da wir eine Vielzahl von Patienten, auch zur Notaufnahme, aus den Alten-und Pflegeheimen bekommen, wo solche Keime regelrecht grassieren"!
War nicht sehr ermutigend, ich bin aber trotzdem dort hingegangen da es erstens das einzige Krankenhaus in unserer Stadt mit einer solchen Station ist und mir zweitens versichert wurde dass es woanders auch nicht anders aussehe.

Fazit: Barfen ist in Deutschland harmloser als Kontakt mit Altenheimbewohnern oder ins Krankenhaus zu müssen.

Viele Grüße von lutz mit Joker

P.S. Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm,
beim Menschen ist das andersrum.
Wihelm Busch


Mit meinem Monty gehe ich trotzdem regelmäßig ins Altenheim, er soll wenn er denn geeignet ist und auch sonst alles klappt Therapiehund (nicht therapeutischer Besuchshund!) werden. Unsere Bew. werden regelmäßig auf MRSA getest, z.B. sobald sie ins oder aus dem Krankenhaus kommen. Zudem ist MRSA nosokommial ("aus dem Krankenhaus kommend") - es ist immer wieder erstaunlich, wenn man einen MRSA-freien Bewohner ins KH gibt und der mit MRSA wieder aus dem KH kommt und das KH sich rausredet... - bei schlecht heilenden Wunden immer an MRSA denken :wtf:

lg, Kathrin & Monty
Mc Monty
 

Re: MRSA - Keime

Beitragvon lutz » Sa 8. Sep 2012, 19:20

Hallo Kathrin,

dass Monty sich aber hinterher nach den Besuchen und Kontakten immer schön die Pfoten wäscht damit er die bösen Keime nicht mit nach Hause schleppt.
Genau wie ihr es ja sicher auch macht.

Ob es jetzt mehr MRSA-Keime im Krankenhaus oder in den Altenheimen gibt und einer die Schuld auf den anderen schiebt ist mir eigentlich egal wenn ich mir die Frage stelle warum so etwas nicht in den Griff zu bekommen ist wie es uns die Holländer in derartigen Einrichtungen doch vorgemacht haben. Es geht also wenn man den Verstand einschaltet und die Hygenie strikt einhält und nicht alles als gottgegeben hinnimmt.

Da eine große Verbreitung dieser MRSA-Keime auch durch die Massentierhaltung mit vorbeugenden Antibiotikabehandlungen der Tiere geschieht, und über 80% der Bauern die diese tierquälerische Massentierhaltung betreiben, damit behaftet sind, würde ich als ersten Schritt mal diese Leute nicht mehr in den normalen Altenheimen und Krankenhäusern aufnehmen sondern nur in spezielle Quarantänekrankenhäuser auf dem Lande, weit entfernt von der Zivilisation, in denen sie sich dann auch gleich von ihren Tierärzten die ihnen die Antibiotika für ihre Tiere gewinnbringend verkaufen, behandeln lassen können.
Wenn sich so etwas in deren Kreisen herumspricht würde vielleicht der eine oder andere Landwirt, wenn auch aus purem Eigennutz, in Zukunft wieder seinen Nutztieren ein normales tiergerechtes Leben gönnen bis sie den Weg zum Schlachthof antreten müssen.

Viele Grüße von lutz mit Joker
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Re: MRSA - Keime

Beitragvon Mc Monty » Sa 8. Sep 2012, 19:29

Hallo Lutz,
also ich wohne ja an der niederländischen Grenze, von daher ist es mir ja auch bekannt, wie super es "drüben" läuft mit MRSA. Dort wird jeder Patient per Quicktest getest, ob er MRSA positiv ist, solange das nicht geklärt ist bleibt der Patient in Quarantäne (ich schreib dies für alle diejenigen die sonst nichts mit der Sache zu tun haben). Und seit ein paar Monaten ist es bei den Krankenhäusern in unserer Umgebung so, dass diese bei Patienten die MRSA-Risikogruppen darstellen Tests gemacht werden, warum aber nicht ALLE getestet werden, wird immer wieder mit "zu teuer" oder "zu aufwendig" kommentiert. Also warum es bei unseren lieben Nachbarn klappt und bei uns nicht, ich kann es dir nicht sagen...
Aber sicherlich hast du vollkommen recht in dem du "sagst" wir sollten eig bei einer artgerechten Viehhaltung- und Ernährung ansetzen :clap:
Lassen wir uns überraschen, was MRSA und ORSA noch alles mit uns anstellen :x

Wie ich den Hund optimal vor Keimen schützen kann ist mir bis dato auch ein Rätsel! - hat jmd. tipps?

Lg, Kathrin mit Monty
Mc Monty
 

Re: MRSA - Keime

Beitragvon Bine » So 9. Sep 2012, 04:55

Mc Monty hat geschrieben:
Wie ich den Hund optimal vor Keimen schützen kann ist mir bis dato auch ein Rätsel! - hat jmd. tipps?

Lg, Kathrin mit Monty

Man muss den Hund nicht "schützen" im eigentlichen Sinn: gesunde, artgerechte, abwechslungsreiche Ernährung, gute Pflege und ausreichende Bewegung machen das Laufraubtier Hund sehr widerstandfähig. Hauptprobleme: sind die nicht artgerechte Ernährung, Stress, fehlende Pflege, mangelnde Bewegung: die machen 80% der Tierarztkosten aus.
Das Immunsystem funktioniert nur dann 100%, wenn es gut trainiert ist man sollte also einen Hund nicht "schützen" ,sondern ihm optimale Lebensbedingungen bieten und das Immunsystem trainieren, dann wird er i.R.mit allen Keimen der Umwelt ohne Probleme fertig.
Beispiel: Hunde mit gutem Immunsystem saufen aus jeder Dreckpfütze und es passiert gar nix, andere Hunde haben Durchfall ohne Ende...
Meine Oma sagte immer: eine Hand voll Dreck, hat noch niemandem geschadet und das gilt auch für Hunde.
Und jetzt bin ich mal ganz "grün": es gibt Kräuter ( und Hausmittel z.B. Kaiser Natron) mit denen man auch MRSA Keime, Giriadien und anderen Krankheitserregern durchaus auf natürlichem Wege das Leben vermiesen kann, ohne auf typische Antibiotika zurückgreifen zu müssen, die sowieso meist nicht mehr wirken. Aber diese Drogen wendet man auch nur bei Befall an und nicht prophylaktisch.
LG Bine
Bine
 

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