Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

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Hundemutti
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Hundemutti » Di 15. Sep 2015, 20:06

Hallo Anett,

vielen Dank für Deine lieben Worte! :herz

Das Geschirr ist auch sehr elastisch, daher haben wir es auch gewählt! Janka muss über Tag immer greifbar sein und trägt daher dieses leichte Geschirr tagsüber!

Schau mal hier,, da haben wir es gekauft!

Hier habe ich noch ein Bild von meinen Mäusen, entstand letzten Sonntag auf unserer Wanderung...
bf.jpg
bf.jpg (256.68 KiB) 10177 mal betrachtet
Liebe Grüße
R & R ...Romana & Rudel

Um Feinde zu bekommen ist es nicht nötig den Krieg zu erklären, es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt! Martin Luther King

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Nandi
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Nandi » So 20. Sep 2015, 09:43

Hallo Ramona,
ein :herat Bild von Deinen Mäusen. Ich finde es ganz toll, dass Ihr schon gemeinsame Wanderungen macht und Janka mit dem Brustgeschirr gut geführt werden kann. Mit dem Tuch sieht sie auch ganz besonders kess aus. 2 Vagabunden auf großer Tour (Ich weiß, dass nicht alle Foris solchen "Schnickschnack" mögen :dog_blush , ich finde es süß).
Liebe Grüße von Andrea

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Hundemutti
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Hundemutti » So 20. Sep 2015, 19:34

Vielen Dank liebe Andrea! :herz :herat :herz
Liebe Grüße
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von GabyP » So 20. Sep 2015, 21:58

Hallo, Romana,

für Deine Janka freue ich mich!

Und leg bitte weiter die Halstücher an - einen schwarzen Hund zu fotografieren ist schwierig genug, die Halstücher sorgen für guten Kontrast bei so "naturfarbenen" Hunden in der Natur!

Viele Grüße

Gaby

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Lena
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Lena » So 20. Nov 2016, 16:24

Hallo Romana,
wie geht es eigentlich Janka, wie kommt sie mit ihrer Blindheit zurecht?
Ich frage aus gegebenem Anlass, wegen dem kleinen Mischling, dem vor kurzem ein Auge nach einer Beissattacke entfernt werden mußte. Seine Besitzerin macht sich grosse Sorgen und ist ziemlich frustriert. Obwohl ich den Eindruck habe, der Hund kommt einäugig zurecht. Was soll man schließlich noch machen.

Ich habe ihr von Janka erzählt, die durch ihre Krankheit beide Augen verloren hat. Vielleicht berichtest du nochmal, ich würd mich freuen.

LG Lena

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Hundemutti
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Hundemutti » Di 22. Nov 2016, 10:13

Guten Morgen Lena,

danke der Nachfrage, wenn auch aus einem traurigen Anlass... :herat

Janka macht sich super, wir hätten niemals gedacht, dass es so gut „laufen“ könnte! Am Anfang (2-3 Wochen) musste Janka sich mit ihrer Blindheit arrangieren, danach wurde es stetig besser! Auch wir mussten uns umstellen und uns vor allem erziehen! Nix mehr gedankenlos irgendwo, wenn auch nur kurz, abstellen oder sogar liegen lassen!

Auch wenn es herzlos klingt und mir nachgesagt wird ich wäre es, Mitleid ist absolut fehl am Platz und „behindert“ nicht nur die Erziehung und das Zusammenleben mit einem blinden Hund, sondern es verunsichert und hemmt alles! Selbstdisziplin, Konsequenz und Geduld sind meiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg, eigentlich wie bei allem, wenn man sich Ziele setzen will. Dem Hund ist es egal, er wird sich zurechtfinden, man muss ihn nur unterstützen! Der Makel oder die Behinderung ist in unseren Köpfen, nicht in dem des Hundes! Mein Ziel war es, mich und auch Janka so wenig wie möglich einschränken zu müssen im Alltag, erst recht nicht in der Natur! Also mussten wir beide und die Familie lernen, wie wir uns besser auf einander einspielen und verlassen können. :dog_sit

Als erstes muss ein Wortschatz angelegt werden, um Blindi durch´s Leben, auch ohne Leine später führen/manövrieren zu können:

Unsere Kommandos:
Rechts: nach rechts orientieren, rechts rum: Nach rechts abbiegen.
Links abbiegen, links rum,
Lauf voran(!): Zum einen muss Janka immer vor mir herlaufen, um sie im Blick zu haben und ggf. manövrieren zu können, zum anderen heißt es: Alles klar, kannst losrennen, der Weg ist frei!
Halt: Z. B. bei einem Hindernis, zum Anleinen usw.
Bleib!
Langsam: Z. B. um sie um oder über ein Hindernis manövrieren zu können
Pass auf! Ein nicht einsehbares oder unvorhersehbares Hindernis wie z. B. ein Loch…
Hund lernt sich „voranzutasten“!
Berg Hoch/runter
Stufe hoch/Stufe runter
Stufe!: Es folgt eine weitere Stufe
Treppe: Dann entsprechend Stufe hoch/runter, dann jede weitere Stufe ankündigen...
Krusch!: Verwenden wir bei Unebenheiten, z. B. Wiesen mit Wildschweinschäden, grober Schotter, kleinere Buckel oder Maulwurfshügel usw. Alles, was zum Stolpern führen könnte!
Wenn wir den Untergrund wechseln, kündigen wir an: Wiese! Weg! Somit kann Janka sich entsprechend einstellen...

Vor dem Gassigehen banden wir uns ein kleines Glöckchen an den Hosenbund, damit Janka am Anfang uns immer "orten" konnte! Auf sicheren, gleichmäßigen bzw. ebnen Wegen und Wiesen beginnen.... Am Anfang Hundi ca. 1-2 Wochen an der Leine halten, dann Wege ohne Leine gehen lassen. Wenn es mal nicht klappt und Hund nicht hört, auch mal machen lassen. Keine Angst zeigen, damit Hund nicht verunsichert wird. Er muss und wird lernen, nur nicht entmutigen lassen. Wir sind alle Wege relativ schnell wieder gelaufen, damit Janka sie in Erinnerung behält und wir gezwungen waren, die Kommandos auch anzuwenden und mit dem Hund trainieren zu müssen! Am Anfang ist es schwer und anstrengend, dem Hund die Wege zu „kommentieren“ und stets auf der Hut sein zu müssen! Viel anstrengender jedoch ist es für den Hund, der sein Leben nun erschnüffeln muss! Daher auch nur sehr kurze Sequenzen, Hundi wird schnell platt sein!

Man darf sich auch eingestehen, keine Lust zu haben, dann läuft man eben mal im einfachem Gelände und Hund bleibt an der LEine! Es macht keinen Sinn, wenn man lustlos ist und mit einem Hund trainieren will. Eine Auszeit ist unbedingt nötig, um wieder Kraft tanken zu können, auch für den Hund! :brav

Das Glöckchen mussten wir nach kurzer Zeit weglassen, weil Janka nun so sicher war, dass sie nicht mehr kam, wenn wir sie riefen! Sie hörte uns ja "klingeln" ! Glöckchen ab, dann klappte es auch mit dem Rückruf, denn Janka musste sich nun auf unsere Stimmen konzentrieren und nicht mehr auf das Klingeln... :dog_tongue2

Natürlich wird Janka im Haus entsprechend verwöhnt, da kennt sie sich aus, da darf man flapsiger sein. Sobald es rausgeht, müssen beide Hunde „hören“, um ihre Freiheit genießen zu können!

Janka ist für uns nicht mehr blind, es fällt selbst uns kaum noch auf! Sicher muss man hier und da aufpassen, aber das muss man im Zusammenleben mit Kindern und Hunden in der Regel immer! Bei dem Einen mehr, bei dem Anderen weniger! Janka läuf heute genau so wie Sandy ohne Leine, tobt und rennt auf sicheren Wiesen und Wegen, auch darf sie nun mal hinter uns bleiben, um dann uns nachlaufen zu können... Es spielt sich ein, keine Angst, denn es wird alles viel, viel inniger! Man muss es positiv sehen! Nur durch ihre Erblindung agiere ich viel intensiver mit unseren Hunden, weil ich gezwungen war, viel mehr zu lernen und zu beobachten! :herat :herz

Uuups, ich hoffe, es war von mir jetzt nicht übertrieben!??? Ich möchte nur Mut machen und zeigen, dass man mit einem blinden Hund genauso ein tolles Leben genießen kann und Hund auch!

Liebe Grüße unbekannterweise! :herz
Zuletzt geändert von Hundemutti am Di 22. Nov 2016, 11:08, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Hundemutti » Di 22. Nov 2016, 10:56

Janka im Oktober!

janka339.jpg
janka339.jpg (100.62 KiB) 7756 mal betrachtet

Wir sind natürlich auch mächtig stolz auf unsere kleine Maus! Sie ist ein cleveres Mädchen! :herz
Liebe Grüße
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Lena » Di 22. Nov 2016, 13:10

Hallo Romana,
das hört sich so toll an, aber ich glaube, Janka ist auch ein ganz besonderer Hund. :herat Sie ist so tapfer und lebensfroh.
Ich denke auch, daß man so etwas schaffen kann, im Endeffekt wächst man in so eine Aufgabe hinein, es bleibt ja nichts anderes übrig, wenn man nich resignieren will.

Der Hund meiner Bekannten hat ja noch ein gesundes Auge, es wurde nur ein Auge entfernt. Mir ist auch nicht aufgefallen, daß der Hund nicht zurechtkäme, aber die Besitzerin ist frustriert und unleidlich.

Ich kenne das auch noch von Käthes Vorgänger; ihm wurde damals nach einer Augen_OP das rechte Auge für 14 Tage zugenäht, zwecks besserer Heilung.
Natürlich war das eine Umstellung am Anfang für uns beide. Er konnte zur rechten Seite hin eben nichts mehr sehen, ist auch öfters in Kaninchenlöcher gestolpert, aber ansonsten kam auch er gut zurecht damit.
Aber ich war schon froh als damals die Fäden rauskamen und alles in Ordnung war. :dog_smile

Dann werd ich der Bekannten mit dem "Einauge" mal Mut machen und ihr von der lebensfrohen Janka berichten.

LG Lena

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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Anja1402 » Mi 23. Nov 2016, 07:53

Toll, dass Janka so gut mit ihrer "Behinderung" klarkommt :herat ihr habt euch aber auch sehr viel Mühe gegeben, so ein Training ist ja schon sehr aufwendig, die Geduld hat nicht jeder. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Menschen ihren blinden Hund dann nur noch an der Leine führen würden, von solchen herzlosen Gestalten, die den Hund dann gleich weggeben, mal ganz abgesehen....
Lena hat geschrieben: Der Hund meiner Bekannten hat ja noch ein gesundes Auge, es wurde nur ein Auge entfernt. Mir ist auch nicht aufgefallen, daß der Hund nicht zurechtkäme, aber die Besitzerin ist frustriert und unleidlich.
Wenn er noch ein funktionsfähiges Auge hat, ist das ja im Vergleich zur völligen Blindheit im wahrsten Sinne des Wortes "nur halb so wild", dann fehlt ihm lediglich das räumliche Sehen; das ist zwar eine Einschränkung, aber sicher zu verkraften. Ich glaube auch, dass Hunde (oder generell Tiere) mit solchen körperlichen Einschränkungen wesentlich besser klarkommen als wir Menschen. Sie lamentieren nicht rum und hadern mit dem Schicksal, sondern finden sich einfach mit der neuen Situation ab, gewöhnen sich dran und machen das Beste daraus. Wahrscheinlich macht die Besitzerin des kleinen Einäugigen ihrem Hund das Ganze mit ihrer Frustration nur unnötig schwer, der Hund merkt ja schließlich, dass Frauchen schlecht drauf ist, und leidet vielleicht darunter. Ihm wäre bestimmt eher geholfen, wenn sie sich damit abfindet und ihrem Hund das Leben erleichtert, anstatt sich über Sachen aufzuregen, die nicht mehr zu ändern sind. Ich kann aber gut verstehen, dass sie frustriert ist, nicht wegen der Halbblindheit, sondern wegen des Beißvorfalls, der zu vermeiden gewesen wäre, und des unmöglichen Verhaltens der Besitzer des Angreiferhundes (war es nicht so, dass die sich einfach aus dem Staub gemacht haben?).
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!
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Re: Ein rabenschwarzer Tag für unsere Janka...

Beitrag von Lena » Mi 23. Nov 2016, 19:42

Hallo Anja,
ja, du hast Recht, es ist die Halterin, die nicht mit der Behinderung ihres Hundes zurechtkommt.
Manchmal ist es einfach besser, man nimmt Dinge, die unabänderlich sind, einfach an. Dann kommt man besser damit zurecht.
Ja, das war der Hund, der durch eine Beissattacke sein Auge verloren. Die Halter mit dem Verursacherhund haben sich aus dem Staub gemacht und sind nie wieder dort aufgetacht.
Die Frau ist auf einem großen Betrag sitzen geblieben und hat jetzt auch noch einen behinderten Hund.
Richtig schäbig sowas.

LG Lena

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