Airedale Lebenserwartung

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Airedale Lebenserwartung

Beitragvon lutz » Mi 16. Mai 2018, 08:45

Hallo AT-Freunde,

in der Literatur wird beim Airedale eine Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren angegeben.
Meine beiden Airedalerüden vor Greta sind man beide so eben !0 Jahre geworden. Nicht viel. Nun ist es vom Menschen her bekannt dass es die beste Lebensversicherung ist alt gewordene Eltern zu haben. Ich habe aber Airedales gekannt die 17 bzw. sogar gerade eben 18 Jahre alt geworden sind. Beim Airedale wird es nicht anders sein als dass die Genetik hier die maßgebende Rolle spielt. Wahrscheinlich sogar noch mehr als beim Menschen denn das Airedales rauchen oder saufen nicht noch sonst mit ihrer Gesundheit freiwillig Schindluder treiben ist mir nicht bekannt. Ob sie auch gesund alt werden ist natürlich auch eine Frage der Ernährung und zufrieden stellender Bewegung.
Sporthunde werden vielleicht orthopädische Probleme bekommen wenn man zu exzessiv diese Sportart mit ihnen betreibt. Genau wie bei und Die Fußballer bzw. Tennisspieler. Obwohl es auch hier der Fall ist dass der eine es abkann und der andere zum Sportkrüppel wird. (Uwe Seele hat als Fußballer immer die Knochen hingehalten und ist gesund geblieben, Boris Becker braucht zwei neue Hüften.)

Worauf jetzt meine Frage zielt ist es wie kann ich ich als angehender Welpenkäufer nun ermitteln dass ich einen gesunden Airedale bekomme der auch alt wird. Erbkrankheiten sind durch die Zuchtvorgaben ja weitestgehend ausgeschlossen. Aber das ist ja nun beileibe noch keine Garantie auf einen gesunden und auch alt werdenden Hund. Jede Rasse hat ja auch ihre Schwachstellen mit sogenannten rassespezifischen Krankheiten. Das ist wahrscheinlich gar nicht so einfach darüber etwas vom Züchter zu erfahren, denn ein Züchter wird sicher Stein und Bein darauf schwören nur gesunde und auch alt werdende Tiere zu verkaufen. Hier hilft es nur die verfügbare Genetik soweit es überhaupt möglich ist anhand der Ahnentafel zurückzuverfolgen. Ein Züchter der nichts zu verbergen hat wird hier sicher Hilfestellung geben können.

Auf jeden Fall kann es ins Auge gehen wenn ein Leistungshundzüchter sich nur auf die Leistung konzentriert und ein Schönheitslinienzüchter nur auf die Ausstellungserfolge. Über die Hundegesundheit sagen beide Kriterien gar nichts aus und ich vermisse vom Klub für Terrier hier nachprüfbare Unterlagen in die ich als Welpenkäufer Einblick habe. Es wird kein leichtes Unterfangen sein und sicher auch massiv Widerstand von den Züchtern geben. Trotzdem sollte man da einmal kräftig auf den Busch klopfen denn die Mehrzahl der Mitglieder im Klub für Terrier sind keine Züchter sondern "nur" Airedalehalter.

Am sichersten ist es aber Hundebesitzer aus den vorhergehenden Würfen der Elterntiere zu befragen wie gesund bzw. alt die Hunde waren. Eigentlich geht das auch nur wieder über den Züchter der sich mit Sicherheit auf den Datenschutz berufen wird wenn er etwas zu verbergen hat, ansonsten könnte er mit den Adressen und Telefonnummern der vorhergehenden Welpenkäufer, nach deren Zustimmung dazu, durchaus herausrücken.
Um die ganze Thematik auch für die Zukunft einfacher und sicherer zu machen ist es durchaus von Vorteil wenn die Welpenkäufer an einem jährlichen Welpen/Hundetreffen teilnehmen wo sie den jährliche Gesundheitszustand ihres AT gegenseitig überprüfen können und sich über Ernährung und Aktivitäten untereinander austauschen.

Meine Frage lautet nun? Wie habt ihr euch im Vorfeld des Welpenkaufes über den zu erwartenden Gesundheitszustand und das Altwerden des AT schlau gemacht? Habt ihr Kontakt zu anderen Welpenkäufern des gleichen Wurfes?
Was haltet ihr von meinem Vorschlag ein jährliches Welpentreffen gleich mit dem Züchter zu vereinbaren? Was haltet ihr von meinem Vorschlag den Klub für Terrier dazu zu veranlassen Unterlagen über den Gesundheitszustand in der Airedalezucht der einzelnen Zuchtstätten/Zwinger zu erstellen die für den Welpenkäufer einsehbar sind?

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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon grey » Mi 16. Mai 2018, 09:32

Moin, Lutz,
seit 1984 habe ich , mit Unterbrechungen, AT´s gehabt (oder sie mich), der letzte ist im Januar in die ewigen Jagdgründe gegangen.
Der erste wurde von meiner Ex-Schwiegermutter ausgesucht, hatte leider schwere HD beidseits, ist sicher nicht nach Gesundheit oder Langlebigkeit der Elterntiere ausgesucht worden.
Den nächsten habe ich sehr sorgfältig ausgesucht, allerdings war das zu erwartende Alter für mich kein Kriterium. Er war einfach toll, gesund, schön, freundlich und leistungsfähig, wir haben 8 Jahre als Rettungshunde-Team gearbeitet. Er sagte mir mit 13 Jahren, saß es Zeit ist, ihn gehen zu lassen, bei degenerativer Nervenerkrankung der Hinterhand.
Der letzte kam als Rentner zu mir, da waren Gesundheit oder Lebenserwartung zweitrangig. Nach einer langen IPO-Karriere stellten sich bei ihm natürlich Arthrosen ein, ich hatte sie auch schon länger, und so sind wir beide gemütlich durchs Leben gegangen. Mit fast 15 Jahren mußte ich ihn erlösen, da er plötzlich hinten nicht mehr hoch kam.

Welpen- bzw. Nachzucht-Treffen beim Züchter gibt es, glaube ich, schon bzw. noch bei Züchtern in den neuen Bundesländern, da war es früher Vorschrift.
Ich halte den Blick des Züchters auf die weitere Entwicklung seiner Welpen für sehr nützlich, sofern die neuen Besitzer mitmachen.
Letzten Endes sind sicher Erbgesundheit eine Voraussetzung für langes Leben, aber auch die Haltung und Unfälle bestimmen mit.
Ein langes Leben alleine aber reicht nicht, es sollte auch für unsere Hunde lebenswert sein und nicht nur den Wunsch triggern, den Abschied hinauszuzögern.

schöne Pfingsten!
Ingrid
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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon Anja1402 » Mi 16. Mai 2018, 09:46

Hallo Lutz,

deine Idee, jährlich Welpentreffen zu veranstalten, finde ich gut. Meine Züchterin - ok, Struppis Züchterin- Benita macht das schon immer. Jedes Jahr gibt es eine Nachzuchtbeurteilung für den Wurf des vergangenen Jahres, aber es sind auch alle anderen Welpenkäufer eingeladen, daran teilzunehmen.
Zu deiner zentralen Frage
wie kann ich ich als angehender Welpenkäufer nun ermitteln dass ich einen gesunden Airedale bekomme der auch alt wird
würde ich sagen: das ist nicht so einfach :crazy: sicher spielen die Erbanlagen eine wichtige Rolle, aber ich messe den Lebensbedingungen einen größeren Einfluss zu. unsere Hunde sind heutzutage so vielen schädlichen Einflüssen ausgesetzt, dass es eigentlich kein Wunder ist, dass zB Krebserkrankungen bei Hunden immer häufiger auftreten. mit Chemikalien vollgepumptes Trockenfutter, jährliche Impfungen, Spot-ons zur Zeckenabwehr, ... und hier irrst du dich:
denn das Airedales rauchen oder saufen nicht noch sonst mit ihrer Gesundheit freiwillig Schindluder treiben ist mir nicht bekannt
und auch Hunde können passiv rauchen ;-) wenn Herrchen und /oder Frauchen in der eigenen Bude qualmen, leiden auch die Hunde drunter.

Am sichersten ist es aber Hundebesitzer aus den vorhergehenden Würfen der Elterntiere zu befragen wie gesund bzw. alt die Hunde waren
das stelle ich mir schwierig vor - meistens sind die Hunde aus den vorherigen Würfen ja auch nur maximal ein paar Jahre älter, und dann kann man die Lebenserwartung nicht beurteilen. und wenn es für eines der Elterntiere (oder beide) der erste Wurf überhaupt ist, wird es auch schwierig.
Struppis Mutter war, als sie den Wurf bekam (es war ihr erster), 3 Jahre alt, sein Vater hingegen schon 10 - und topfit. Bei Zuchthündinnen kann man natürlich nicht so alte Tiere einsetzen, aber zumindest bei den Zuchtrüden können Züchter durchaus ein Auge darauf haben, ein älteres und gesundes Exemplar zu nehmen. ein Zuchtrüde, der erst 2 oder 3 ist, ist dem äußeren Anschein nach wahrscheinlich immer gesund - die meisten Krankheiten zeigen sich ja erst im höheren Alter.

Wie habt ihr euch im Vorfeld des Welpenkaufes über den zu erwartenden Gesundheitszustand und das Altwerden des AT schlau gemacht? Habt ihr Kontakt zu anderen Welpenkäufern des gleichen Wurfes?

ich habe mir die Ahnentafel angeschaut und darauf geachtet, wie alt die bereits verstorbenen Vorfahren geworden sind. Struppis Oma ist vor Kurzem 15 geworden, das lässt auf ein langes Leben hoffen :-) wir haben Kontakt zu einigen Besitzern seiner Geschwister und auch zu den Besitzern von Hunden aus den anderen Würfen.

Was haltet ihr von meinem Vorschlag den Klub für Terrier dazu zu veranlassen Unterlagen über den Gesundheitszustand in der Airedalezucht der einzelnen Zuchtstätten/Zwinger zu erstellen die für den Welpenkäufer einsehbar sind?
das wäre sicher interessant, aber wird kaum durchsetzbar sein - die Lebenserwartung der Hunde liegt ja auch zu einem nicht unerheblichen Teil in der Hand der Welpenkäufer, und auf deren Verhalten haben die Züchter nun mal keinen allzu großen Einfluss. und auch was den Datenschutz betrifft, dürfte es da Probleme geben. soweit ich weiß, werden beim KfT aber durchaus Daten erfasst, wie alt die Airedales geworden sind und woran sie gestorben sind (sofern feststellbar), es gibt jedenfalls ein entsprechendes Formular, das man nach ABleben des Hundes einschicken kann. Vielleicht kann man ja mal beim KfT anfragen, ob eine entsprechende Statistik mit den ausgewerteten Daten veröffentlicht wird?
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!
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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon Bavaria » Mi 16. Mai 2018, 10:57

Hallo Lutz,


lutz hat geschrieben:
Meine Frage lautet nun? Wie habt ihr euch im Vorfeld des Welpenkaufes über den zu erwartenden Gesundheitszustand und das Altwerden des AT schlau gemacht?

Gar nicht *hüstel*, bin davon ausgegangen, daß der AT eine super gesunde Rasse ist ( was er sicher im Vergleich zu anderen Rassen auch ist!)
Ich hab auch das Glück gehabt, "relativ" gesunde Hunde zu kaufen.
Topi jetzt 7,5 hatte mit 5,5 Jahren einen kleinen Tumor in der Mamaleiste, ansonsten bis jetzt 7,5 Jahre keinen TA
Vari in 5 Jahren keinen TA ( Zuchtuntersuchungen & Impfungen nehm ich aus)
Lady 4,5 Jahre keinen TA, bis auf eine einmalige AB Behandlung dank bak. Zwingerhusten von einer Ausstellung
Cille 2 keinen TA......

über Schilddrüse, Katarakt, Epi, Nieren, Atemprobleme, keinen Hodenabstieg, orthopädische Probleme usw. bin ich erst im vertraulichen Gespräch mit Züchtern gestolpert, die irgendwann mal was im Wurf hatten und nicht wußten, wie das jetzt kommen kann.
Nehmen wir doch nur die "Woolys"....es gibt einen Test der die genetische Veranlagung offenlegt und damit könnte züchterisch jeder Wooly vermieden werden. Frag mal rum, welche Züchter den kennen und wer ihn anwendet.


lutz hat geschrieben:Habt ihr Kontakt zu anderen Welpenkäufern des gleichen Wurfes?

Nein, scheiterte immer an den Züchtern, tut mir auch oft in der Seele weh, daß ich nur zu 2 Geschwistern von Cille Kontakt hab, bei Vari nur sporadisch zu 2 Schwestern und einem Bruder, bei Topi weiß ich gar nichts, bei Lady hab ich Kontakt,liegt aber auch daran, daß Frau Bouma sehr offen damit umgegangen ist.

lutz hat geschrieben:Was haltet ihr von meinem Vorschlag ein jährliches Welpentreffen gleich mit dem Züchter zu vereinbaren? Was haltet ihr von meinem Vorschlag den Klub für Terrier dazu zu veranlassen Unterlagen über den Gesundheitszustand in der Airedalezucht der einzelnen Zuchtstätten/Zwinger zu erstellen die für den Welpenkäufer einsehbar sind?

Tja, Lutz wäre schön, scheitert aber meist am Züchter oder an den Welpenkäufern. Ich kenne mehrere Züüchter, die das anbieten und die Resonanz ist sehr unterschiedlich. Find die Idee aber super.Ich kann Dir aber auch sagen, das Absprachen die heute getroffen werden, morgen nur noch Schall und Rauch sind, und das ich in dieser Hinsicht nie wieder jemandem vertrauen werde, dazu hat es mich zu ordentlich auf die Klappe gelegt.
Cille hat jetzt das erste Mal auswärts gedeckt und ich hab mir vertraglich zusichern lassen, das ich 1. die Welpen besuchen und sehen kann 2. das ich erfahre wo sie hingehen und last but not least 3. das der Züchter mir unaufgefordert mitteilt, wenn es zu gesundheitlichen Problemen im Wurf /bei den Hunden kommen würde, damit ich Cille bei erblichen Problemen aus der Zucht nehmen kann.
Fakt ist, daß viele Züchter um Probleme wissen, aber Omerta stärker ist. Da werden Risikoverpaarungen gemacht, wo ich nicht weiß, was sich die Züchter dabei denken ( z.B. zwei PRA Träger) Und mir nützen keine HD, ED oder PRA Untersuchungen was, wenn die Zuchthunde voruntersucht sind, ob bei Augen, ED oder HD und dann einfach nicht mehr zum Hauptröntgen oder zur Augennachuntersuchung antreten, sondern nur die gesunden Schwester/ Bruder, daß verfälscht nicht nur Dogbase, sondern es werden ja auch die Anlageträger nicht aufgedeckt und mit deren Kindern weitergezüchtet. Mir nützt auch kein HD A oder ED 0 was, wenn die Hunde Wirbelsäulen oder Schulterprobleme haben oder mit 3 Jahren schwere Epi`s sind.
Was soll der KfT da machen? Welche Unterlagen soll er einfordern? Jeder Hund /Welpe geht zu seinen neuen Besitzern, die jeder ihren Haustierarzt haben,auch die Behandlung beim TA unterliegt der Schweigepflicht und im Notfall hat der Züchter dann 2 TA, einen der bestätigt, daß der Hund nie krank war und er ihn nur zum Impfen sah und einen der ihn behandelt. Was HD,ED und Augen anbetrifft kann sich jeder Interessierte ja eh die Dogbase kaufen und andere Informationen hat der KfT nicht und ich sehe auch keine Möglichkeit das auszuweiten, denn was meldet denn dann da wer? Magen-/Darmprobleme? - nach veganer Mangelernährung..? Orthopädische Probleme -nach Überbelastung oder Übergewicht? Fehlbehandlungen von TA? Wie unterscheide ich Epilepsieformen - Nervenschädigung durch Bravecto z.B. vs ererbte Form? Meldet der gefrustete Welpenkäufer, der Stress mit dem Züchter hat erfundene Krankheiten? Oder zahlen gewisse Züchter dann Schweigegeld, damit nicht gemeldet wird? Was ist Umweltbedingt? was ererbt? was angeboren? Nicht jede angeborene Krankheit ist ererbt und nicht jede ererbte Krankheit angeboren.
Du musst davon aussgehen, daß ein Hund bis zur ZZL Prüfung schon fast 500€ allein an TA Kosten verschlingt, da kriegst Du die Welpenkäufer i.R. nicht zu, da kommt immer das Totschlagsargument: "Wir wollen ja nicht züchten und die Schwester ist untersucht und ist gesund, daß reicht doch. Wir haben Angst vor der Narkose ( beim Röntgen....beim Kastrieren nicht :D ) usw". Fazit: Deine Vorschläge sind in der Theorie super, praktisch aber kaum zu verwirklichen, denn Du müßtest ALLE Airedalebesitzer dazukriegen, nicht nur die Züchter.
Was Schönheit vs Leistung anbetrifft: ich versteh es nicht, muß ich aber auch nicht.Fakt ist für mich: Leistung mit einem anatomisch nicht krorrekten Gebäude und den daraus resultierenden Problemen ist genauso schlimm, wie ein schöner Depp ! Noch problematischer wird diese Trennnug , weil sie den Genpool massiv einengt, in manchen Hunden ist der Ahnenverlustkoeffinzient schon so hoch, daß er einen kritischen Wert erreicht hat, da aber der Inzuchtkoeffizient 0 ist, machen wir so weiter und über kurz oder lang gibt es dann gerade mit dem Autoimmunsystem Probleme. Viele Züchter haben nicht mal Dogbase. Ziel sollte von allen Züchtern ein gesunder, wesensfester, anatomisch korrekter, zu gebrauchender AT sein, denn alle haben den selben Standard!
Interessant und evtl machbar wäre eine Lebendmeldung langlebiger Hunde, ab 10 Jahren aufwärts, denn es ist ja auch in anderen Rassen so, daß man annimmt, daß die Widerstandskraft gegen negative Umwelteinflüsse ererbt wird." Methusalemgene"...Wenn ich sehe, daß Cilles Uropa vor wenigen Tagen 15 Jahre alt geworden ist und dessen Schwester auch, müssen die Beiden also relativ gesunde Gene haben.Mach mal Vorschläge, wie Du Dir das vorstellst!
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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon lutz » Do 17. Mai 2018, 10:10

Hallo Bine und AT-Freunde,

um den Gesundheitszustand von Zuchttieren zu verfolgen wäre mein Vorschlag als eine erste Maßnahme Dogbase "online" zu stellen wie es zum Beispiel der Klub für Belgische Schäferhunde (Malinois) macht. So können wirklich interessierte Airedalefans auch ohne Abo über den Klub für Terrier der bis zu 4 mal im Jahr Dogbase für den AT auf den neuesten Stand bringt, informieren was sich tut.
Vielleicht sollte man auch einmal über etwas ähnliches wie eine elektronische Gesundheitskarte beim AT zumindest für Zuchttiere nachdenken. Aber natürlich muss man schon realistisch bleiben wozu die Züchter bereit sind und mitspielen. Man sollte die Kosten auch nicht unnötig in die Höhe treiben, die ganzen Untersuchungen sind heutzutage schon teuer genug.

Im Übrigen denke ich dass sich auch mal andere AT-Halter die an der Rasse interessiert sind, Gedanken darüber machen können wie man den AT gesundheitlich noch weiter nach vorne bringt und den Zustand dann auch hält.

Wenn ich so den Werdegang des Airedales von einem zwar sehr robusten aber doch ziemlich struppigen und unansehnlichem "Straßenköter" in England, der von den Bergarbeitern zum Wildern und von den kleinen Farmern zum vernichten von Raubzeug und noch nebenbei zur Unterhaltung für Hundekämpfe in der Pit gezüchtet wurde, der dann mit dem der Tommy mit seiner Kolonialmacht in die Welt und in die Tropen auf Tigerjagd in Indien ging, der weiter dann vom deutschen Militär als robustetster und kranheitswiderstandsfähigster Gebrauchshund dem Deutschen Schäferhund und anderen Gebrauchhunderassen vorgezogen wurde (er war z.B. am wenigsten Staupe anfällig), in China den Boxeraufstand mit nieder schlug, später als Melde-und Sanitätshund aufgrund seiner Schussfestigkeit an der Front auch im Feuerhagel und unter Granatbeschuss seine Aufgaben erfüllte, könnte man sicher mit unseren neuen Werkzeugen in der Genforschung und Gesundheitsvorsorge vielleicht wieder den Anschluss am ursprünglichem Charakter finden und den Airedale wieder so robust wie zu seinen Anfangszeiten zu züchten und dabei seine jetzige, unbestritten sicher wesentlich schönere Erscheinung zu erhalten.

Das war mal ein kleiner Ausflug in die Airedalegeschichte. Es schadet sicher nicht sich das bei der Zucht mal ab und zu wieder in Erinnerung zu bringen.

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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon Bavaria » Do 17. Mai 2018, 13:38

Hallo Lutz,
danke für Deinen Beitrag...


lutz hat geschrieben:
um den Gesundheitszustand von Zuchttieren zu verfolgen wäre mein Vorschlag als eine erste Maßnahme Dogbase "online" zu stellen wie es zum Beispiel der Klub für Belgische Schäferhunde (Malinois) macht. So können wirklich interessierte Airedalefans auch ohne Abo über den Klub für Terrier der bis zu 4 mal im Jahr Dogbase für den AT auf den neuesten Stand bringt, informieren was sich tut.

Dogbase wird ja nicht vom KfT betrieben, sondern kostenpflichtig vom TG Verlag ( Rechenzentrum für Tierzucht und Genetik ), ich denke, daß der KfT nicht die Kosten für die paar Airedale Halter aufbringen kann / will, denn eine öffentliche Version kostet ja einen Haufen Geld. Auf der anderen Seite können sich ja Interessierte die einmalige Ausgabe für jährlich 50€ kaufen, ich find das jetzt nicht die Welt..


lutz hat geschrieben:Vielleicht sollte man auch einmal über etwas ähnliches wie eine elektronische Gesundheitskarte beim AT zumindest für Zuchttiere nachdenken.

Okay, wie stellst Du Dir das vor? Manipulationen sind auch da möglich, einen Einblick bringt das nicht wirklich, zumal es nichts nutzt, wenn das nicht bei der gesamten AT Population angewendet wird, denn nur so bekommt man einen wirklichen Einblick. Wenn ich als Züchter nicht wollte, daß da was auffällt, geh ich zum anderen Tierarzt und sag: das ist ein Liebhabertier :dog_ph34r :dog_ph34r :dog_ph34r . Genauso machen es doch einige Züchter, da wird mit 6 Monaten vorgeröngt und zum Hauptröntgen treten nur noch die an, die mit 6 Monaten gute Hüften / Ellenbogen hatten. Ende vom Lied, der Zuchtwert sinkt in Dogbase, obwohl kranke Hunde in dem Wurf wären und die Zuchtwerte eigentlich steigen müßten. Ganz klar wird so Dogbase verfälscht und die Ergebnisse / Werte sind auch hier mit Vorsicht zu genießen.


lutz hat geschrieben:Aber natürlich muss man schon realistisch bleiben wozu die Züchter bereit sind und mitspielen. Man sollte die Kosten auch nicht unnötig in die Höhe treiben, die ganzen Untersuchungen sind heutzutage schon teuer genug.

Ja, die Untersuchungen sind teuer genug und wirken sich auch auf die Welpenpreise aus, viel wichtiger wären aber die Welpenkäufer dazu zu bringen, ihre Hunde untersuchen zu lassen und Krankheiten an den KFT bzw. Rassebetreuer zu melden. Die Züchter können nur mit untersuchten Hunden züchten, die Welpenkäufer könnten für aussagekräftige Werte in Dogbase sorgen.

lutz hat geschrieben:Im Übrigen denke ich dass sich auch mal andere AT-Halter die an der Rasse interessiert sind, Gedanken darüber machen können wie man den AT gesundheitlich noch weiter nach vorne bringt und den Zustand dann auch hält.

s.o. untersuchen / röntgen und einsenden & melden. Die Welpenkäufer tragen genau wie die Züchter die Verantwortung für die nächsten Generationen.

lutz hat geschrieben:Wenn ich so den Werdegang des Airedales von einem zwar sehr robusten aber doch ziemlich struppigen und unansehnlichem "Straßenköter" in England, ......., könnte man sicher mit unseren neuen Werkzeugen in der Genforschung und Gesundheitsvorsorge vielleicht wieder den Anschluss am ursprünglichem Charakter finden und den Airedale wieder so robust wie zu seinen Anfangszeiten zu züchten und dabei seine jetzige, unbestritten sicher wesentlich schönere Erscheinung zu erhalten.

ja, da hast Du Recht, neben gezielter Zuchtplanung, sollte auf IK & Ahnenverlust geachtet werden, Nachzuchtbeurteilungen ( wie bei manchen Züchtern üblich find ich super), würde mir auch wieder eine Rüdenparade mit Nachzucht auf einer Ausstellung wünschen, gleichzeitig mehr Nutzung von genetischen Untersuchungen und Diversitätsprogrammen, um eine breite Zuchtbasis zu erhalten, was derzeit nicht so leicht ist, ich wollte Vari ursprünglich mit einem englischen Rüden belegen,leider keine PRA, beim Russen und Polen zwar PRA vorhanden, aber nicht mehr gültig, den Vorletzten fand sie nicht passend! Es ist also als Züchter auch nicht so leicht mal eine andere Wege zu gehen und nicht immer die "gefragtesten Deckrüden " zu frequentieren, dazu kommt noch, daß es wohl beim AT auch vorkommt, daß Rüden gar nicht decken können / wollen...wußte ich früher auch nicht.

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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon lutz » Sa 19. Mai 2018, 10:10

Hallo Bine,

bei Deinem letzten Satz kommt bei mir die Erinnerung an meinem ersten Airedale Dingo hoch.
Der war wirklich scharf auf jede Straßenhündin und es war das erste und einzige Mal dass ich einen Hund geschlagen habe als er mir durchgebrannt ist und ich ihn ein paar Straßen weiter hechelnd vor der Tür einer absolut wirklich potthäßlichen Hündin wieder fand. Da habe ich ihm die Leine über den Rücken gezogen so wütend war ich. Es hat mir zwar sofort hinterher leid getan als Dingo mich mit großen Augen verständnislos ansah, aber den Leinenhieb hatte er erst einmal weg.
Jetzt war es aber so dass Dingo als Deckrüde eingesetzt werden sollte weil er bestimmte Ahnen hatte die eine Züchterin aus Berlin unbedingt einsetzen wollte. Nun war es Anfang der 60er Jahre und aus Berlin das abgeschottet in der DDR lag musste die Hündin erst einmal eingeflogen werden. Alles ziemlich aufwändig aber der Knackpunkt war dass Dingo die Hündin überhaupt nicht leiden mochte und sie vollständig ignorierte. Nach 3 Tagen vergeblicher Liebesmüh, im wahrsten Sinne des Wortes, wurde die Hündin wieder unverrichteter Dinge ins Flugzeug gesetzt.
Mein Großvater meinte dazu: "Das ist man auch gut so, ich habe die Hündin auch nicht leiden gemocht". Opa stand eben mehr auf so kräftige Kerle als auf so eine wesentlich zierlichere Hündin.

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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon Bavaria » So 20. Mai 2018, 05:25

Guten Morgen Lutz,
wünsch Euch frohe Pfingsten.
lutz hat geschrieben:Mein Großvater meinte dazu: "Das ist man auch gut so, ich habe die Hündin auch nicht leiden gemocht". Opa stand eben mehr auf so kräftige Kerle als auf so eine wesentlich zierlichere Hündin.

Viele Grüße von lutz mit Greta


happy_02 happy_02 happy_02 -lustige Anekdote. Problematisch wird es aber,wenn Rüden nie irgendwelches Interesse an egal welcher Hündin haben und sich damit nicht mehr natürich fortpflanzen können und damit verlieren wir auch die breite Genbasis. Vom Frust bei Deckrüdenbesitzer & Züchter will ich gar nicht anfangen. Früher war mir das Problem gar nicht so bewusst, beim AT hab ich es jetzt schon öfter gehört.
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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon Bettina » So 20. Mai 2018, 10:08

Hallo zusammen,

Euch allen Frohe Pfingsten und sonnige Tage - geniesst sie, wie wir hier im Norden!

Bavaria hat geschrieben:damit verlieren wir auch die breite Genbasis.


aber vor allem verlieren wir sie doch, wenn eine DR-Liste stetig eine Anzahl X aufweist und einige Deckrüden andauernd zum Einsatz kommen und andere gar nicht. Man müsste viel mehr Besitzer verpflichten, ihre Rüden als DR zur Verfügung zu stellen.......aber haben solche Rüden eben nicht genügend Leistung bsw. Schaubewertungen vorzuweisen, sieht es schon mal ganz schlecht aus, daß sie zu einem Wunschkandidaten werden könnten.

Liebe Grüße
Bettina
C&A - das Beste am Norden schaut uns jetzt von oben zu
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Re: Airedale Lebenserwartung

Beitragvon Bavaria » So 20. Mai 2018, 21:20

Guten Abend Bettina,


wenn ich mich nicht verzählt habe sind nur 78 Rüden auf der Deckrüdenliste vermerkt, davon sind 33 älter als 8 Jahre und zusätzlich stehen 6 nicht mehr für die Zucht zur Verfügung. Das ist eindeutig zu wenig!
Natürlich sollten andere zum Decken kommen, aber woher weiß ich das Rüde xyz überhaupt existiert und zum Decken zur Verfügung steht, wenn er nirgends auftaucht, weder auf der Deckrüdenlisten, noch auf Ausstellungen oder Arbeitsprüfungen? Und vorher möchte man den Rüden ja auch mal sehen und wissen ob er im Wesen und/ oder Formwert passt...deshalb wäre ich ja auch an einer Nachzuchtbeurteilung mit Rüdenparade interessiert,wo man halt viele Rüden anschauen könnte, daß würde sich dann auch lohnen, denn für einen unbekannten Rüden nur mal zum Anschauen fährt man selten 800km,da kommt auch wenig von den Rüdenbesitzern und natürlich decken dann immer die selben Verdächtigen: die entweder schon Nachkommen haben oder auf Ausstellungen oder Leistungsprüfungen eine gute Figur machen.
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