Die moderne Hundeerziehung.....

alle Fragen zur Hundeerziehung, Körpersprache, Kommunikation

Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon Regine » Do 14. Nov 2013, 13:45

Hallo ihr,
hier ein sehr interessanter Artikel, den ich heute gefunden habe...Lohnt sich zu lesen und zu diskutieren !

http://www.planethund.com/hundeerziehun ... -0106.html

LG Regine
Den Reichtum eines Menschen kann man an den Dingen messen,
die er entbehren kann, ohne seine gute Laune zu verlieren.

Henry David Thoreau (1817 - 1862), US-amerikanischer Philosoph, Naturalist, Schriftsteller und Mystiker
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Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon Uschi » Do 14. Nov 2013, 15:06

Hallo Regine,

ja, Wattebäuschchenwerfer.................

In der Ausbildung auf dem Hundeplatz hab ich die Erfahrung gemacht, dass es sehr wohl sehr gut funktioniert, das gewünschte Verhalten zu beclickern und zu belohnen und einen Fehler des Hundes einfach zu übergehen und eine Übung nochmal zu versuchen, in noch kleineren Schritten, damit es auch wirklich einen Grund zum Belohnen geben kann.

Im Alltagsleben jedoch kann ich oft mit "pädagogisch wertvollen" Maßnahmen überhaupt nicht landen. Ich könnte da üben bis ich schwarz werde, sie würden oder wollen es nicht verstehen. Siehe Wijntas Jagdgelüste, die wir mit allen möglichen Übungen, die von hochgelobten Trainern empfohlen werden, nicht in den Griff bekamen. Oder Yaroschs Beißerei in meinen Arm, als er noch kleiner war. Keine Wattebäuschenmaßnahme drang bis zu ihm vor. Erst meine ehrliche, empörte, reflexartige Ohrfeige ließ ihn verstehen und dieses für uns sehr schmerzhafte Verhalten ein für alle Mal einstellen. Wie schon mal gesagt, schämte ich mich sehr für meine Reaktion damals. Meine Hand führte ein Eigenleben in diesem Moment voller Schmerz. Aber ----------- er verstand.

Es ist eine Gratwanderung, ich glaube das wichtigste ist, dass man ehrlich ist zum Hund und sich nichts "falsches" aufsetzt.


Ich gehe jedoch nicht mit dem Artikel einig, dass ich mich verhalten sollte wie ein Hund, damit er mich versteht. Das mag fürs Knurren und Großmachen vielleicht noch gehen, aber all die feine Kommunikation zwischen Hunden, die kann ein Mensch niemals nachahmen. Sie wird nicht nur bruchstückhaft sein, sondern ganz und gar unverständlich für den Hund.



LG
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Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon Fricco » Do 14. Nov 2013, 17:29

Hallo Regine,

das ist wirklich ein interessanter Artikel!. Erinnert mich auch an unsere erste Hundeschule. Ein etwas schärferes "Nein" war bereits zu viel - hmmm, sollte ich mich von meinem Baby beißen lassen?

Sicherlich würde ich meinen Hund nicht verprügeln, auch Teletakt oder Stachel kommt nicht in Frage. Wenn er aber z.B. absichtlich mit voller Wucht rempelt, kann es schon passieren, dass ich das Knie hochziehe ..... das hat er sich gemerkt, nun stoppt er rechtzeitig.

... und Achtung mit der positiven Verstärkung. Der positive Reiz, mit dem Hausschuh im Maul um den Teich herumzurennen ( er ist garantiert schneller als ich), ist offensichtlich größer, als der negative Reiz, wenn ich ihm den Hausschuh dann auf den Hintern haue und schimpfe ...

Also, ich denke, die gesunde Mischung macht's.

L.G. Helga + Fricco
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Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon lutz » Do 14. Nov 2013, 20:30

Hallo AT-Freunde,

ich sag zu diesen tausenden von Erziehungsberatern und allein selig machenden Erziehungsmethoden für Hunde gar nichts mehr.

Aber eines weiß ich ganz sicher, eine 08/15 Einheitserziehungsmethode die bei jeder Hund/Mensch-Partnerschaft, die im Idealfall eine Symbiose ist von der beide gleich viel profitieren, immer so klappt dass der Hund auch so "funktioniert" wie Mensch sich das wünscht, gibt es nicht.
Es kommt zuallererst immer darauf an wie die Konstellation der beiden Charaktere von Mensch und Hund, beim Hund auch "Wesen" genannt, zueinander stehen und auch so passen dass der Hund seinen Menschen versteht und der Mensch seinen Hund.
Wer eine solche Beziehung aufbauen kann kann sich glücklich schätzen die macht sogar viele Worte überflüssig.

Das erreicht man aber damit niemals wenn man von seinem Hund Kadavergehorsam verlangt oder ihn zum Zirkuspferd dressieren möchte, genau so wenig wenn man ihn gewähren lässt das zu machen was er will ohne ihm in der Bindung zueinander Führung und damit auch Selbstsicherheit zu bieten.
Ich persönlich versuche hierbei immer so weit wie möglich den Hund auch noch Hund sein zu lassen und achte in der Erziehung hauptsächlich darauf dass mein Hund weder sich noch andere in Gefahr bringt, und gut ist es. Ob das jetzt modern oder veraltet ist ist mir dabei völlig egal.

Viele Grüße von lutz mit Greta
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.
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Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon Empisandrea » Do 14. Nov 2013, 21:22

Der Mensch muss sich nicht verhalten wie ein Hund, damit dieser ihn versteht. Der Hund ist ein Meister im Lesen des menschlichen Verhaltens. Und er lernt, wie die meisten Tiere, durch Versuch und Irrtum.
Wenn mein Hund grob mit mir ist, bin ich das auch mit ihm. In einem Rudel geht es auch nicht immer zärtlich zu.
Ich denke, wenn wir immer kontrolliert und eindeutig sein könnten, wäre Hundeerziehung ein Kinderspiel. Aber diese schlauen "Biester" nutzen unsere Fehler immer zu ihrem Vorteil aus.
Aber wer will schon Perfektion ohne Reibung. Und....wir hätten auch nicht so viel zu Lachen über unsere Lakritznasen.
Gruß Andrea
Freundschaft heißt, was Dich und mich in Freud und Leid verbindet,
und immer enger wird dies Band, je mehr die Zeit entschwindet.
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Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon Eddis » Do 14. Nov 2013, 23:08

Naja, die Auswüchse der positiven Verstärkung kann ich täglich erleben. Es ist ja nichts schlimmes, wenn der Hund gutmütig ist und und nur spielen, in meinem Teich baden oder Eddis Spielzeugkorb ausräumen will. Viele Hundehalter sind sehr verunsichert was nun richtige Hundeerziehung sein soll. Jeder Trainer favorisiert etwas anderes und schreibt ein Buch darüber. Was früher normal war, kann heute ein No Go sein. ( Übrigens ergeht es vielen Eltern sehr ähnlich) Überflutung der Medien durch angeblich bessere, neuere, wissenschaftlichere, modernere und erfolgreichere Erziehungsmethoden. Verbeispielt an einem Aussi oder einem Goldi. Abgeschaut vom Leben in australischen Wolfshundrudeln, bei den roten Wölfen oder den Hundemeuten der Inuit. Mag ja alles stimmen, doch mein Ördi braucht eine richtige Ansage wenn er austickt. Und komisch, Nachbars Liebling springt mir zur Begrüßung nicht mehr ins Gesicht, seit ich mich klar für ihn ausgedrückt habe. ( nur wegen der Brille) :dog_nowink
Alles hat ein Maß.
Positive Verstärkung ist ein guter Anfang, jedoch nicht das Maß aller Dinge. Einfach weil es so viele verschiedene Charaktere gibt. Strafe muß erlaubt sein. Jedoch sollte man wissen wie man sie richtig einsetzt. Und darüber findet man sehr wenig in der Literatur. Würde sich vielleicht schlecht verkaufen, rückt die Hundetrainer in ein schlechtes Licht, anrüchig- keine Ahnung. Ein gutes Beispiel sind die Diskussionen Im Internet z.B. über Stromhalsbänder. Meine Erfahrungen kennt ihr ja.
Lieber Gruß Simona mit Sir Eddi
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Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon Bine » Fr 15. Nov 2013, 08:22

Guten Morgen,

ich hab den Artikel gestern auch mit Interesse gelesen. Die moderne Hundeausbildung hat so viele Facetten, wie es Hunde-Menschen-Teams gibt.
Da sind sie, die Hundeschulen die "gewaltfrei" und/oder ohne Zwang arbeiten ( gibt es sowas? Zwang hat mindestens genauso viel Facetten: von Runterdrücken des Hinterteils beim Welpen, über passiven Zwang durch Aufstellen eines Plastikzaunes beim Fussgehen bis zum massiven Starkzwang. Wo fängt also Zwang an?),
da sind die Trainer die ohne Motivation arbeiten, weil der Hund nicht nach Leckerlie gieren soll, sondern es für seinen HH tun soll ( haben meine nie getan, warscheinlich war ich nicht schön genug :dog_biggrin, ich hab mich immer Ball, Beißwurst oder Leckerlie bedient ),
da sind die, die Positiv-Negativ zusammen verwenden, die, die ausschließlich über Zwang und Gehorsam arbeiten und sich wundern, daß der Hund nicht mehr freudig ist und es gibt sie die Hundemenschen, die intuitiv aus dem Bauch heraus alles richtig machen, ohne sich je damit beschäftigt zu haben.
"Viele Wege führen nach Rom", und welcher Weg nun der Richtige ist, mag jeder selber für sich und seinen Hund herausfinden, solange körperliche und/oder seelische Grausamkeit draußen bleibt und man nicht versucht "antiautoritär" als Erziehung zu verkaufen und am Allerwichtigsten: so lange keine Aussenstehenden belästigt, gefährdet und/oder verletzt werden. Wenn der Fiffi Kinder vom Fahrrad zieht, die Nachbarn im Vorbeigehen beißt, den Postboten durch den Türschlitz zieht, unerlaubt und selbständig andere Hunde frisst, hört bei mir der Spaß auf.
Wenn er den Besitzer beim Kämmen beißt, Nachbarskatze durch den Garten hetzt, alleine spazieren geht , den Besitzer nicht auf die Couch läßt oder die Küche als sein Revier markiert, die Wohnung umdekoriert, seinen Besitz nicht mit dem HF teilt.......so ist das allein eine Frage der Schmerzgrenze des Besitzers, womit er leben mag und kann und das mag dann auch jeder HH selber entscheiden.

. Ich kenne alle möglichen Konstellationen: Hunde die das Sagen haben, wo der HF sich seinem Hund anpasst und versucht in jeder Hinsicht zu vertuschen, daß er in der 2. Reihe "bellt", da zieht der HF bei einem Blick vom Hund die Hand sehr schnell zurück, der HF kann dem Hund jetzt die Pfote nicht hochnehmen, weil er da empfindlich ist usw. usw. es werden letzten Endes alle Situationen gemieden, die zur Konfrontation mit dem eigenen Hund führen können: Pflege, andere Hunde, Menschen usw. und oft kommt es irgendwann zum Beissunfall mit dem eigenen Hund und oft wird dann gesagt, daß dies "aus heiterem Himmel" gekommen ist: das hat er noch nieee gemacht ! - der Hund hatte es oft genug angekündigt und gesteigert, der Mensch hat nur gekonnt ignoriert, übersehen oder vertuscht.
Unter den Hundesportlern, gibt es einige HF, die sehr lax mit ihrem Hund umgehen und durchaus auch schon von ihrem Hund gebissen wurden, daß aber völlig i.O. finden und damit auch leben können und sich in der tatsächlichen oder eingebildeten Stärke ihres Hundes sonnen, denen gefällt das. So sei es, wenn Beide damit glücklich sind... anyway
Ich kenne unsichere Teams, wo HF einfach alles richtig machen möchten und deshalb unsicher sind und viel zu "verkopft" und das auch auf ihren Hund übertragen und den Hund in irgendwelchen Grauzonen schweben lassen und genau deshalb alles schief geht, was schief gehen kann.
Teams, die überhaupt nicht mit einander können, wo schon die Bindung zu wünschen übrigläßt, die wie zwei Fremdkörper sind, wo an den Hund Ansprüche gestellt werden, die er nicht erfüllen kann und/ oder sich ein Hund nach der "Optik" gekauft wurde, der so gar nicht von seinen rassetypischen Eigenschaften zum Leben des HF paßt. Oder der Hd den HF überhaupt nicht versteht, weil dieser ihm bestimmte Dinge einfach nicht "erklärt" hat.

Ich glaube, die Facetten in den Hd-Mensch-Teams sind unendlich und nie gleich und die Ansprüche auch immer anders. Manche HF sind schon froh, wenn ihr Hund sie nicht mehr beißt und sie normal mit ihm leben können und er die Grundkommandos halbwegs befolgt, andere wollen auf die Weltmeisterschaft, auch hier gibt es kein Richtig und kein Falsch, solange es nicht zu Lasten einer Partei oder Ausstehenden geht. Ich kenne sehr glückliche Familienhunde und sehr unglückliche Sporthunde, aber auch genau die umgedrehte Konstellation. Ich glaube, das Anstrengendste und Schlimmste was man seinem Hund an tuen kann, ist die Unsicherheiten zu erzeugen, die durch die "Graubereiche"entstehen. Den Hund, sicher aus guten Vorsätzen heraus, aus Liebe und menschlichem Demokratieverständnis in Situationen zu schicken, wo er selber entscheiden muss und die Rudelführung übernehmen soll und muss, solche Dinge erzeugen beim Hund Stress, Unsicherheit und Aggression und ich behaupte 90% aller Hunde sind damit schlichtweg überfordert.

Liebevolle Konsequenz, klare Grenzen, stabile Spielregeln ohne ewiges Gängeln, klare Ruhephasen, Rudelstrukturen und Abläufe, genau wie Auslastung und Freiheit, Motivation und auch Negative ( und da hat Simona durchaus Recht) gehören je nach der Charakter des Hunde und des HF für mich zum glücklichen Zusammenleben dazu.
Hunde, die nie Grenzen kennengelernt haben und auch nie Frustration erlernt haben, zeigen oft später Übersprungshandlungen ( die eine völlig normale hundliche Nummer sind und verhindern, daß es zu einer Reizüberflutung des Gehirns kommt ). Und auch Negative Einwirkungen sind sehr variabel, reicht bei einem Hund ein "Nein", kann ein anderer durchaus noch 3x nachfragen :dog_biggrin und eine wirkliche Ansage brauchen. Hier spielt einfach die "Führerhärte" des Hundes eine Rolle, wirklich harte Hunde können aber durchaus wehleidig und führerweich sein :dog_biggrin .
Ein Hund ist ein einzigartiges Wesen, daß die Summe aus seinen Genen und seiner Umwelt und den daraus resultierenden Lernerfahrungen ist, genauso wie die Menschen auch.
Ich glaube es gibt kein "Patentrezept" und gute Hundeausbildung / -erziehung ist immer individuell und hat immer mehrere Strategien für das gleiche "Problemchen" parat.

Viele Hunde sind aber einfach auch nicht ausgelastet ( 10 Minuten an der Flexi um den Block), müssen Erwartungen des Hundehalters erfüllen ( Sporthund ohne Ambitionen, ängstlicher Besuchshund, Statussymbol, Kuscheltier, Partnerersatz usw.....)- für die sie nicht geschaffen sind, dazu noch "Graubereiche" und schon kommt es zu Missverständnissen, eingefahrene Situationen und letztendlich zu einem unglücklichen Hund und einem unglücklichen Besitzer und natürlich wird das wieder vertuscht, denn in der heutigen Zeit muss eben alles perfekt sein: Kinder genau wie Hunde - beide sind es aber sehr selten. Fehler, Macken, Eigenarten machen diese Welt so bunt, ändern muss man sie aber immer ! dann, wenn irgendwer damit unglücklich ist und dazu ist es nie zu spät. Ich habe/hatte insgesamt 21 Hunde "am Strick" und keiner war wie der Andere, jeder lernte anders, brauchte andere Motivation und reagierte unterschiedlich sensibel auf negative Erfahrungen, jeder hatte seine Eigenarten und Macken, und bei allen Hunden die schon gegangen sind habe ich am Meisten das nach ihrem Tod vermisst, was mich im Zusammenleben am meisten genervt hat. Das ist immer die Ironie an der Hundehaltung....
Für mich gibt es kein Richtig und Falsch in der Hundeausbildung, nur ein Richtig oder Falsch für das einzelne Hund-Mensch-Team.

LG Bine
Bine
 

Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon lutz » Fr 15. Nov 2013, 09:39

Hallo Bine und AT-Freunde,

das hast Du sehr gut in Worte gefasst. genau so sehe ich es auch.

Wobei ich noch erwähnen möchte dass ich nur einmal bei unserem ersten Airedale "Dingo" in die Verlegenheit gekommen bin ihm eine mit der Leine überzuziehen weil ich mir damals nicht anders zu helfen wusste. Heute würde ich das nicht mehr tun ich habe meinem Joker niemals auch nur einen einzigen Schlag versetzen müssen obwohl wir zumindest anfangs viele Sachen miteinander "ausgekämpft" haben, was man durchaus auch manchmal wörtlich nehmen kann.
Er ist mir nicht ein einziges Mal ausgebüxt obwohl er so gut wie immer frei lief wenn wir uns nicht im Straßenverkehr bewegten.
Aber auch ich konnte nur schlecht ohne ihn . Als ich einmal im Krankenhaus auf der Intensivstation aufgewacht bin habe ich als erstes an Joker gedacht und so schnell wie möglich den Gesunden gemimt und auf eigenen Wunsch nach Hause gegangen obwohl ich mich kaum auf den Beinen halten konnte, nur um bei Joker sein zu können.
Und so wie es aussieht bekommen Greta und ich das zusammen mit so einer Bindung, trotz ihres ausgeprägten Jagdtriebs, auch hin. (Klopf auf Holz). Wobei Greta ein ganz anderes Wesen zeigt was weder besser noch schlechter ist als das von Joker, sondern als Hundemädchen eben nur anders. Darauf musste auch ich mich erst einstellen was ich für durchaus normal und selbstverständlich halte wenn eine Hundeerziehung klappen soll. Wo ich bei Joker mit dem Sturkopf kämpfen musste muss ich es bei Greta mit ihrer Raffinesse womit sie mich austrixen will.

@ Andrea: Ein Mensch braucht sich nicht verhalten wie ein Hund aber er sollte lernen soweit es ihm möglich ist zu verstehen welche Kommunikationssignale Hunde unter sich austauschen und wenn der Mensch, soweit es ihm möglich ist, die "Hundesprache" zu verstehen und versucht, (und jetzt wurde schwierig!) wie ein Hund zu denken vereinfacht das vieles und lässt einige Probleme gar nicht erst auftauchen.
Ich kann nicht einfach alles auf den Hund schieben und verlangen er sei ja schließlich derjenige der sich anzupassen hat und nicht der Mensch.
Der Hund braucht dafür nämlich Unterstützung von uns um dieses zu bewältigen und es ihm leichter zu machen auch wenn der Hund vieles aus eigenem Antrieb kann oder es uns abschaut.

Viele Grüße von lutz mit Greta
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Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon maxolo » Fr 9. Mär 2018, 15:56

Hallo Regine,
mittlerweile scheinen viele Hundebesitzer ziemlich verwirrt darüber zu sein, was in der Hundeerziehung heutzutage als effektiv und sinnvoll erscheint und welche Erziehungsmethoden doch eher überholt sind. Viele halten Clickertraining also überholt aber greifen dann sogar auf Vibrationshalsbänder zurück.
Dann gibt es wiederum [Werbung entfernt] Hundeschulen und zig Bücher und Ratgeber.
Dabei den Überblick zu bewahren ist tatsächlich nicht leicht.
Ich finde, man sollte für dich erstmal ein eigenes Credo festlegen, so dass die ganze Familie an einem Strang in der Erziehung zieht. Vor allem am Anfang sollte man seinen Hund nicht überfordern... Was denkt ihr? Wo sollte man anfangen?
Zuletzt geändert von Bettina am Sa 10. Mär 2018, 09:45, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: unerlaubte Werbung entfernt
maxolo
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Re: Die moderne Hundeerziehung.....

Beitragvon Hundemutti » Fr 9. Mär 2018, 18:51

Hallo Maxolo, oder besser Max?,

abgesehen davon, dass dieser Thread seit 5 Jahren "ruht", ist Deine Werbung hier im Forum fehl am Platz!

Vielleicht doch besser mal den Foren-Knigge lesen, bevor man auch noch mit Werbung in eigener Sache reinplatzt... :thumbdown:
Liebe Grüße
R & R ...Romana & Rudel

Um Feinde zu bekommen ist es nicht nötig den Krieg zu erklären, es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt! Martin Luther King
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