Frieden mit Katze möglich?

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Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon Malerin+Danny » Mo 20. Sep 2010, 08:42

Hallo, wir und unser Kinder haben eine Airedalhündin und sind mit ihr sehr glücklich.
ABER wir hätten auch gerne eine Katze,...hm...hat jemand von euch schon mal ein solches Paar vergesellschaftet?
Ich hoffe es gibt da auch Erfolgsmeldungen,..
Derzeit sind Katze eher in seine Beuteschema, vermutlich,...nur einmal stellt sich ein mutiger Kater sich ihm in den Weg da war Dannxy dann doch sehr überrascht, und hat zwei Kratzer abbekommen.

hoffnungsvoll guck.
liebe Grüße, Malerin
Malerin+Danny
 

Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon vanja » Mo 20. Sep 2010, 12:33

Ich könnte mir zu meinen Hunden auch eine Katze vorstellen. Allerdings würde ich da dem Airedale mehr trauen, als den Whippets.
Allerdings kenne ich genug Whippetbesitzer, die auch Katzen haben und auch einige Airedalebesitzer, die Katzen ihr Eigen nennen.
Una wuchs mit einer Katze auf.
Das sagt allerdings nichts darüber aus, was sie mit einer freilaufenden Katze machen würde.

Käme also so ein Katzenkind in unser Heim würde ich es so früh als möglich holen. Ich weiß nun nicht, mit wieviel Wochen eine Katze abgegeben wird. Dann würde ich den Hund freundlich aber unnachgiebig mit dem Katzenkind bekannt machen und ich gehe einfach davon aus, daß die Hündin das Katzenbaby adoptiert.

Das wäre so die Vorstellung, nach der ich eine Katze in mein Hunderudel integrieren würde.
Liebe Grüße Ilona und die Whippets
mit Alco, Kasi, Krabbe, Grille und Una im Herzen
________
Im Alter haben Erinnerungen denselben Stellenwert, wie in der Jugend die Träume.
Erna Behrens-Giegl
http://whippetweb.blogspot.com
vanja
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Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon Eddi » Mo 20. Sep 2010, 13:12

Moin,

und ich gehe einfach davon aus, daß die Hündin das Katzenbaby adoptiert.

und dann hält der Hund die Katze nicht für adoptionpflichtig sondern für einen Snack :dog_ohmy
Grad mit Hündinnen wäre ich vorsichtig beim Katzenbaby bekannt machen. Viele Hündinnen sind zwar sehr nett zu Babys aller Art, aber im Gegensatz zu Rüden könnten sie auch einem natürlichen Instinkt folgend so "Etwas" mal fix zerbeuteln oder wie gesagt, als Zwischenmahlzeit gebrauchen. Rüden fahren wohl universeller auf ein Kindchenschema ab, Hündinnen uU nur auf die eigene Brut.

Also ich glaube, daß Hunde, die jung mit (netten) Katzen bekannt werden, grundsätzlich bereit snd, auch dieser Spezies ggüber freundlich zu sein.

Mein Hunde sind alle m.o.w mit Katzen groß geworden. Normalesweise kam irgendwann eine dieser Tierarten als Welpe zu den bereits vorhandenen. Bei Zirbel hat es sich ergeben, daß sie in ihrer Anfangszeit gleich mehrere Katzen "bekommen" hat.
Unser Stallkater Luc spielt liebend gern mit ihr.
ZirbeluLuc03062009321.jpg
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Die zwei verstehen sich prächtig, obwohl Zirbel ihm auch gern mal nachrennt, was er durchaus mit Flucht bis zum sicheren Auslauf oder Stall quittiert. Nachbars Katzen jagt sie im Garten ohne ihnen etwas tun zu wollen, aber da sind die sich nicht so sicher und hauen meist ab. Wer sitzen bleibt, wird höflich begrüßt. Anmachen läßt sich Zirbel nicht mehr von Katzen, dann wird sie böse und scheucht sie weg.
Jago, der vor unserer Zeit wohl Katzen eher als Beute betrachtet hat, akzeptiert diese Tiere ebenfalls und weicht ihnen sogar eher aus. Nebenan lebt so ein "Monster", das immer aus der Tür geschossen kommt. Aber seit Wüsti ihm den SChwanz etwas gekürzt hat, ist sie bei meinen Hunden zurückhaltender geworden und sichert den Rest des SChwanzes samt dem ganzen Katzenleben lieber.
Fremdkatzen werden im Garten aus territorialen Gründen nicht geduldet und in der Natur eher unter "Beute" verbucht.

Bei uns war es immer so, daß die Terrier die Hosen anhatten und die Katzen sich ihnen untergeordnet haben. Fand ich insofern auch praktischer, als Katzen sicher von Natur aus weniger als hierarchisches Tier lebt und so schon mal richtig fies zu untergeordneten Hunden werden können. Und Krallen in Augen find ich medizinisch wiederum nicht sinnvoll. Meine Hunde hingegen habe ich (Wüsti als Ausnahme bestätigt die REgel) iA so im Griff, daß sie die Katzen nicht unnötig piesacken.

LG
Eddi
die Katzen am Stall (! :dog_wink ) absolut gut findet.....
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Eddi
 

Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon Anneliese » Mo 20. Sep 2010, 13:16

Moin!

Ilona schreibt u.a.:
Käme also so ein Katzenkind in unser Heim würde ich es so früh als möglich holen. Ich weiß nun nicht, mit wieviel Wochen eine Katze abgegeben wird. Dann würde ich den Hund freundlich aber unnachgiebig mit dem Katzenkind bekannt machen und ich gehe einfach davon aus, daß die Hündin das Katzenbaby adoptiert.

Das wäre so die Vorstellung, nach der ich eine Katze in mein Hunderudel integrieren würde.


Genau so würde ich es auch machen.
Unsere Nachbarin hat eine ganz junge Katze bekommen - und Bente liebt dieses Tier - Küßchen hier und da... :dog_blink :dog_biggrin
Diese kleine Katze hat schon ganz schön scharfe Krallen - wenn sie nicht geküßt werden wollte, so hätte sie auch zugelangt. :dog_rolleyes

Aber eine Garantie? :dog_unsure

Liebe Grüße
Anneliese mit Bente - nur :yschwein muss nicht sein... :dog_nowink
Anneliese
 

Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon Uschi » Mo 20. Sep 2010, 13:32

Hallo,

das ist schon möglich, nur Mut. Ich kenne viele Menschen, die Hund und Katz zusammen haben.

Bis vor 1,5 Jahren hatten wir auch einen Kater. Er kam mit unserer ersten Hündin zusammen ins Haus. Sie waren also beide noch kleine Kinder und machten mir gemeinsam das Haus unsicher ;-)
Die Hündin starb früh und dann kam Klein-Wijnta zu uns. Das war dann etwas schwieriger, denn der Kater hielt sich die folgenden Tage nur draußen auf und ich befürchtete schon, dass er uns verlassen wird wegen Wijnta.
Aber dem war nicht so, er wollte dann doch zuhause bleiben. Es gab in diesen Tagen immer feinstes Hackfleisch und Leber für ihn zu fressen.

Zeitlebens behielt er die Oberhand über Wijnta, ER sagte, was sie mit ihm tun durfte und was nicht. ER bestimmte den Abstand, den sie von ihm zu halten hatte. Zur "Erziehung" Wijntas nahm er auch seine Krallen und Zähne zuhilfe. :dog_wacko

Vor ein paar Tagen begehrte ein fremde Katze anhaltend Einlass bei uns. Wijnta machten wir draußen vor der Haustüre bekannt mit ihr. Das ging sehr friedlich ab, die beiden beschnüffelten sich im Gesicht.
Draußen allerdings sind Katzen für Wijnta jagdbar, sie hetzt sie mit Freuden.

Im und am Haus herrscht aber "Burgfrieden". Da lässt sie Katzen in Ruhe.

Die fremde Katze kam jedoch nicht wieder, es war ihr wohl doch nicht ganz geheuer mit dem Hund im Haus.


Liebe Grüße
Uschi
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Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon vanja » Mo 20. Sep 2010, 14:33

Rüden fahren wohl universeller auf ein Kindchenschema ab, Hündinnen uU nur auf die eigene Brut.


Hallo Eddi,

das habe ich auch in Büchern gelesen. Aber in der Realität habe ich da ganz andere Erfahrungen machen müssen.
Da waren die Rüden diejenigen, die einen Eindringling (egal in welchem Alter) am liebsten gefressen hätten.

Bei den Airedaleterrierhündinnen habe ich bisher nur ausgesucht tierfreundliche Exemplare gehabt bzw. habe es jetzt noch.
Wie schon oben geschrieben, würde ich da den Whippets nicht so sehr trauen wie der Una, weder dem Rüden noch der Hündin.

Aber wenn ich nach diesem Schema

freundlich aber unnachgiebig


vorgehe, dann würde es auch bei den Whippen klappen. Da hätte ich dann keine Bedenken.
Liebe Grüße Ilona und die Whippets
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Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon Smilla+Finn » Mo 20. Sep 2010, 14:36

Wir hatten bis vor kurzem auch zu den 2 Terriern 2 Katzen. Mein Papa hat sie mitgenommen als er ausgezogen ist da er einfach mehr Zeit hat.
Es gab eigentlich nie Probleme untereinander. Man zickt sich mal an und die Hunde haben die Katzen auch mal durch die Wohnung gescheucht aber im Großen und Ganzen lief alles friedlich ab.
Man hat sich akzeptiert und toleriert. Die grosse Liebe hatten wir allerdings nie. Es gab halt immer etwas Knatsch um wichtige Ressourcen wie Futter und Frauchen. Vor allem die ältere Katze und mein Kleiner konnten sich schon mal anzicken.
Wobei bei mir die Terrier jeweils jung zu den erwachsenen Katzen kamen.
Jetzt sind sie nur noch zu Besuch bei den Katzen und es klappt auch super.
Denke aber wenn man ne junge Katze von 8 Wochen zu nem erwachsenen Hund dazutut klappt das meistes ganz gut.
Vielleicht hast du ja die Möglichkeit schon mal kontrolliert vorher zu testen wie deine auf solch Kleines Katzentier reagiert.
Achso und ich hab die Erfahrung gemacht es klappt besser wenn die Katzen Hunde schon kennen und als Positiv einstufen. Ansonsten kann auch eine 8 Wochen alte Katze erstmal zickig sein. :cats
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Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon Malerin+Danny » Mo 20. Sep 2010, 18:50

Danke für eure freundlichen Antworten.
Eure Malerin
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Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon Christine » Mo 20. Sep 2010, 19:41

Hallo Malerin,
für Hündinnen kann ich nicht sprechen aber mit unserem Campino war das kein Problem. Klar, war der Fall ein bißchen anders. Er kam als Welpe zu 2 Katern (Eddi, bei uns hat der Kater die Hosen an, aber er ist ein feiner Kerl und quält Hunde nur, wenn es unbedingt sein muß!!! ) Aber als Campino 3 Jahre alt war, kam ein taubes Katzenbaby dazu. Absolut kein Problem! Auch Fremdhunde machen unseren Katzen, die größenwahnsinnigerweiße nicht wegrennen, nichts! Nur ich halte die Luft an, wenn große fremde Hunde da sind (Beauceron, Rottweiler...) und Kater oder taube Katze ganz cool direkt vor dem Fremdhund vorbei latschen.
Fremde Katzen werden natürlich gejagt (außer Frauchen und Herrchen geben rechtzeitig Bescheid, daß das jetzt nicht erwünscht ist. Ginger hat das leider noch nicht so richtig verinnerlicht :dog_blush ) So lange Dein Hund kein Katzenhasser ist, sondern einfach nur hinterher rennt, weil Katze so toll vorne weg rennt, klappt das schon. Ganz wichtig: die kleine Katze anfangs nicht mit dem Hund alleine lassen. Muß ja nicht sein, daß Hundi doch mal ein bißchen fest zu packt, wenn es keiner mit bekommt.
Grüße
Christine
 

Re: Frieden mit Katze möglich?

Beitragvon GabyP » Mo 20. Sep 2010, 19:54

Hallo, Malerin,

meine Erfahrungen mit vielen Airedales und vielen Katzen ließen mich zu dem Schluß kommen, daß sog. Katzenschärfe angeboren ist - entweder es geht gut oder eben nicht. Bei gleicher Erziehung und gleicher Lebenswelt mit Katze ist meine Blue katzenscharf - ihr Bruder nicht, ihre Mutter nicht, ihre "Tante" nicht.

Ich denke, am besten geht ein Aneinandergewöhnen, wenn beide Tiere klein und jung sind.

Andererseits hatte eine meiner Katzen Junge, von denen eines blieb; als die Katze ihren nächsten Wurf hatte, saugte dieses gebliebene mehrere Monate alte Tierchen an der Hündin, die bereitwillig Milch gab (scheinträchtig).

Viele Grüße
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