Mein Freddy ist tot...

Abschied nehmen....

Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon Bettina » Sa 31. Mär 2018, 09:33

Wir müssen uns dazu doch auch fragen, welches der "beste" Tod ist........der beste für das Tier, wenn es ganz schnell geht und es nichts merkt.

Und für uns Zurückgebliebenen? Dass der Hund bis zum letzten Tag mental soweit völlig intakt war und WIR entscheiden müssen, daß er nun seinen letzten Weg gehen wird? Die Entscheidung für ihn (für das Wohl des Hundes) zu treffen? Ist das dann leichter?

Es ist immer so unendlich schwer, sei es, daß der Hund plötzlich so schnell altert oder er noch "ganz in Ordnung" war und er uns nach UNSERER Entscheidung so unendlich fehlt und man sich ständig sagt: irgendwie ging es doch noch.......

Es ist eben die Zeit des Trauerns........da muß man halt durch.

Wir verarbeiten diese Zeit jetzt auch sehr intensiv und sind ständig in Erinnerung an die wunderbare Zeit mit unseren Traumhunden, aber langsam werden wir kribbelig.................................. :dog_wub

Alles Gute für Dich
Bettina und nur noch ein bärtiger Anhang
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon ataura » So 1. Apr 2018, 22:24

Ich danke Euch sehr und bin etwas erleichtert, dass so ein schnelles Altern wohl nicht unüblich ist. Es war ja mein erster Hund, ich habe das noch nie so erlebt, und hatte schon die letzten Jahre immer große Angst vor dem Moment.

Der Abschied war sehr viel humaner, als ich es mir vorgestellt hätte, dennoch Freddy war wie mein Bruder, wir hatten die gleiche Wellenlänge (um es mal sehr vermenschlicht zu sagen), er fehlt. Ein Airedale ist einfach eine ganz besondere Hunderasse.

Aber es ist nicht zu ändern und ich muß mich um meinen anderen Hund kümmern...und mache das auch gerne.

Ich wünsche Euch schöne Ostern
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon Eddis » Fr 6. Apr 2018, 22:19

Ach Mensch, man weiß ja nie vorher wie es zu Ende geht. Nicht mal, daß es dem Ende entgegen geht. Man hofft, daß es weiter geht, daß alles gut wird. Dann der Schock, es kann nicht so weiter gehen, man muß sich entscheiden. Das ist sehr schwer, weil endgültig.
Doch irgendwann wirst du nur noch an die gemeinsamen Erlebnisse denken, an seine Neugier, seine Spiele, seine Eigenheiten. Und irgendwann kommt die Lust auf einen anderen Ördi. Bis dahin wird viel Zeit vergehen. Ich wünsche dir alles Gute und kraule deinen lieben Schäfi von mir, sie wird dir eine Hilfe sein.
Lieber Gruß Simona mit Sir Eddi
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon ataura » Sa 8. Sep 2018, 18:31

Es ist schon fast ein halbes Jahr her, dass mein Freddy gestorben ist....und es tut immer noch weh. Ich vermisse ihn einfach. Am Anfang ging es noch, da habe ich mich erstmal von dem ganzen Stress (seine Krankheiten, die Demenz usw.) erholen müssen, aber seitdem ist so eine Leere im Haus, der Clown ist weg. Manchmal träume ich von ihm, wache nachts auf und bin dann furchtbar frustriert.

Wie war das bei Euch? Ich weiß, dass die meisten sich dann wieder einen neuen Hund anschaffen. Ich kann das leider nicht. Erstens habe ich noch einen Schäferhund ( der ist superlieb, aber eben kein Airedale und völlig "spaßbefreit"), und zweitens bin ich alleine und muss arbeiten.

Hält die Trauer wirklich so lange an?
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon Lena » Sa 8. Sep 2018, 19:05

Ja, die Trauer hält so lange an, aber sie wird irgendwann weniger.
Ich wollte ja nach meinem letzten Rüden keinen Hund mehr, ich konnte einfach das Einschläfern lassen nicht mehr ertragen.
Nach einem Jahr hab ich mir schon die Notdales angesehen, noch ein Jahr später hab ich mich schon intensiv auf die Suche gemacht.
Insgesamt hat es aber 4,5 Jahre gedauert, bis endlich Käthe zu mir kam. Und das sollte so sein. :herz

Warte mal noch ein halbes Jahr, dann ist der Schmerz nicht mehr so intensiv, und die netten Erinnerungen überwiegen.
Vergessen aber wird man seinen Herzenshund nie, aber man kann irgendwann damit umgehen.

LG Lena
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon Bettina » Sa 8. Sep 2018, 19:59

Puh, wie ich das nachvollziehen kann.....es war einfach kein echtes Lachen mehr von uns zu hören in dieser Zeit.......

Aber sag: warum kannst Du keinen neuen Hund haben, wenn Du doch vorher auch zwei hattest? Und......wie Lena schon schreibt, auch ein Not-Dale oder ein zu vermittelnder erwachsener Airedale kann soviel Liebe verschenken.

Warte noch, aber wäge doch einfach schon mal ab......die Zeit könntest Du doch investieren.

Liebe Grüße
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon sabem » Sa 8. Sep 2018, 23:37

Das Leben nach Lunas Tod in der hundertprozentigen Überzeugung „nie wieder ein Hund“, um so einen Abschied nie wieder nehmen zu müssen, war voll unerträglicher Trauer und damit so wenig lebenswert, dass nur etwas Neues, Lebendiges, Warmes helfen konnte. Darüber konnte ich nach ein paar Monaten zumindest vorsichtig nachdenken.
Ohne schon wirklich zu suchen habe ich dann Emma auf der KfT-Seite bei den erwachsenen Airedales gesehen. Dass sie dann wirklich meine Emma wurde, halte ich immer noch für ein unfassbares Glück.
Trauer muss manchmal furchtbar lange ausgehalten werden, aber irgendwann lässt sie auch bei Dir nach und lässt so einen Neuanfang zu. Das wünsche ich Dir!
Sabine mit Emma *3.2.2012
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon ChristaS » So 9. Sep 2018, 14:19

Ja, die Trauer hält manchmal jahrelang.
Wenn ich heute an Olympias Tod vor über 6 Jahren denke, kann ich auf der Stelle losheulen! Mir hat es damals extrem geholfen, dass ich noch so 'nen Clown (Laima) zuhause hatte, die mich manchmal unter Tränen zum Lachen brachte. Und nach einem halben Jahr zog Holly ein.
Die beste Entscheidung ist wirklich, sich wieder einen Zweit-Dale zu holen, egal ob Welpe oder Erwachsene/r. Er/Sie wird einen neuen Platz in unserem Herzen erobern, ohne dass wir unseren verstorbenen Schatz vergessen.
Überlege doch mal, ob deine Lebensumstände das nicht doch zulassen. Meine kleine Scarlett hat 5 Wochen gebraucht, in denen ich zuhause war - seitdem bleibt sie problemlos 4-5 -Stunden "allein" (mit Laima und Holly), möglicherweise auch länger (hab ich noch nicht probiert).
Liebe Grüße,
Christa
... mit Butzi und Olympia im Herzen.
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon Gundis » Di 11. Sep 2018, 08:44

Hallo Ataura,

ich kann dich nur zu gut verstehen. Jeden Tag denke ich an Berta. Seit 14 Wochen ist sie nicht mehr bei uns. Unser Atze tröstet uns zwar, aber er ist halt auch schon 12 1/2 Jahre alt und es bleibt nicht mehr viel Zeit mit ihm. Dann wird es doppelt schlimm.

Viele Grüße

Gundis
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Re: Mein Freddy ist tot...

Beitragvon Bettina » Di 11. Sep 2018, 10:25

Guten Morgen,

Gundis hat geschrieben:Unser Atze tröstet uns zwar, aber er ist halt auch schon 12 1/2 Jahre alt und es bleibt nicht mehr viel Zeit mit ihm. Dann wird es doppelt schlimm.


und ich habe gerade gelernt (von anderen), wie gut es doch ist, einen Welpen schon in das vorhandene Gefüge dazu zu holen, das, was ich früher vehement abgelehnt hatte. Wir haben es bei Conrad nicht getan auch Rücksicht auf ihn und sein Alter, aber wir hätten doch.......

Der Welpe ist vorsichtig genug zu akzeptieren, daß dort ein alter Hund ist, die Spaziergänge sind vorerst auch nicht so unterschiedlich, so daß man einem von beiden nicht gerecht würde und ................ das spätere, schwarze, tiefe Loch ist nicht ganz so groß.

Aber ich finde auch, daß man alle Emotionen erlebt haben muß und wenn man es FÜR seinen Hund ablehnt, das ist dann auch in Ordnung.

Liebe Grüße
Bettina
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