Verlorensuche

Dogdance, Flyball, Frisbee, Longieren, Zughundearbeit und andere Beschäftigungen mit dem Airedale
Freddy

Re: Verlorensuche

Beitrag von Freddy » Fr 4. Mär 2011, 14:18

Hallo Eddi,

klar, unsere Hunde sind nicht dumm, da sind wir uns einig. Ich denke schon, das sie uns auch in bestimmten Situationen „beschwindeln“ können um für sich selbst Vorteile herauszuschinden...
Sie sind auch in der Lage uns ein Stück weit zu erziehen und uns z.B. Spiele beizubringen. Aber ist es ihnen auch „bewusst“, was sie tun? Haben sie sich vorher in uns „hineinversetzt“ um uns gezielt zu „verarsc....“ :dog_tongue2 ? Mit anderen Worten: Verfügen sie über eine "Theory of Mind" ?

Das Problem ist oft die mangelnde Reproduzierbarkeit dieser Verhaltensweisen und die Verifizierung in wissenschaftlich durchgeführten Studien. Es müssten z.B. Zufälle und die verschiedenen Konditionierungsformen für ein solches Verhalten ausgeschlossen werden.
Um ein bestimmtes Verhalten bei Tieren zu erklären, versuchen die Verhaltenswissenschaftler zunächst immer eine „möglichst simple Erklärung“ unterhalb der Bewustseinsschwelle zu finden, um sich dann wenn man in Erklärungsnöte kommt, weiter in die höheren kognitiven Bereiche hochzuarbeiten. Das setzt zumeist umfangreiche Versuchsreihen vorraus...

LG
Freddy

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doris
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Re: Verlorensuche

Beitrag von doris » Fr 4. Mär 2011, 19:12

Hallo Eddi,

nein ich glaube auch nicht, daß Kim dich "verars..." hat, sie hat einfach alle Register gezogen, die ihr eingefallen sind, um noch nicht ins Auto zu müssen und weg von dem irren Spaß. :dog_biggrin

Sone tollen Geschichten, die gefallen der Doris sehr....

Grüße von der sich sehr amüsierenden Doris
Stillstand ist Rückstand

Eddi

Re: Verlorensuche

Beitrag von Eddi » Fr 4. Mär 2011, 19:54

Hallo,

nee, is scho recht! :dog_smile
Natürlich hat Kim sich nicht vorher überlegt, wie sie mich möglichst gründlich veräppeln kann. Und ganz bestimmt kann der Verhaltensforscher das ganze unter schnell gelernt abheften.
Ich habe ja auf ihre Versuche der Verzögerung reagiert und da so ein Hund schnell begreift und ähnliche Situationen gibt's ja immer wieder, hat sie halt gemerkt, daß sie agiert und ich reagiere. Ganz klar. Und wenn ich sage, veräppelt, dann in diesem Sinne, nicht in dem, den wir Menschen dahinter mit Vorsatz haben.
Dennoch geht es über reines gelerntes Verhalten hinaus. Dazu gehören sehr schnelle und großzügige Abstraktionsleistungen, die ich rein wissenschaftlich betrachtet durchaus noch bemerkenswert genug finde.
Zum Beispiel bellen manchmal Hunde "achtung Fremder nähert sich" und während der Rest des Rudels - vergeblich! :dog_tongue2 - gucken geht, haut der Kläffer mit dem besten liegen gelassenen Knochen (oder so) ab. Derartige Beispiel von verleiten/-äppeln, wie man's nennen mag, finden sich ja immerwieder. Übrigens nicht nur bei Hunden. Man erinnere sich nur an die tollen Raben-Experimente, bei denen die Raben genau wussten, daß sie beobachtet werden und dann ihre Beute erst scheinbar hier, später heimlich dort versteckt haben etc.

Tja, Freddy, ob Hunde/Tiere(wenn ja, welche) eine ToM haben oder entwickeln können?
Schwere Frage. Kommt halt auch immer ein wenig auf die Komplexität der Definitionen an. In dem Sinne, wie sie sich in der menschlichen Individualentwicklung bis zum Schulalter ausbildet, vermutlich nicht. Eine gewisse Empathiefähigkeit würde ich den Hunden jedoch schon zusprechen und damit finge es ja schon an.

Jedenfalls bin ich immer ganz hin und weg, wenn die Viecher sowas machen und damit allzu menschlich werden.

LG
Eddi deren Hund heut beim Wettrennen schneller war, als das Pony......

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