die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Dogdance, Flyball, Frisbee, Longieren, Zughundearbeit und andere Beschäftigungen mit dem Airedale
Eddi

die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von Eddi » Mo 4. Apr 2011, 18:42

Hallo,

da ja der Hund auch mit Mißerfolgen und Frustration umgehen lernen soll, klappen halt manche Suchen nicht. Ok, wenn ich das so möchte, sehe ich das ja ein. Aber was ist mit meinen Frustrationen und Mißerfolgen? Hm? :dog_sad

Bislang habe ich eigentlich immer versucht, Zirbel beim Verloren- oder Versteck-suchen oder überhaupt, wo auch immer, was auch immer sie sucht, ein positives Ende zu verschaffen.
Hin und wieder klappt es einfach nicht. Sie ist abgelenkt, die Rehe sprinten vor ihr her, die ganze Wiese voller Karnickel oder Schafsköttel.
Ich habe natürlich dann meist eine kleine Suche nachgelegt, damit sie wieder ein Erfolgserlebnis hat.

Was macht Ihr in so einer Situation?
Sicher, ohne Ablenkung schaffen, das sagt sich immer so einfach, im Wald und auf der Heide da riechts nun mal lecker und wenn man jeden Tag eine andere Stelle möchte und eine neue Situation, und dann auch noch Zeitdruck, dann werden die Ecken rar. Und Hundi soll doch auch lernen, konzentriert dabei zu bleiben. Das war jetzt heute das erste Mal, daß ich abgebrochen und nichts zum Ersatz geboten habe (keine Zeit).
Mich hat heute auch nicht geärgert, daß Zirbel nicht gefunden hat, sie hat sich aber so vom Fremdgeruch ablenken lassen, das hat mich sehr geärgert. DAnn gabs Ärger fürs drangehen an den Dreck und daß sie danach keinen Bock mehr hatte, könnte ich ja sogar einsehen.

Gebt Ihr dem Hund das Objekt der Begierde trotzdem Ihr es selber wieder einsammeln musstet? Bisher habe ich dann immer gesgt, daß es jetzt meines ist, weil ich ja auch die Arbeit damit hatte. Quasi, um Zirbel heiß zu machen und 5 min später hat sie es dann noch mal suchen und finden dürfen. Oder heizt Ihr den Hund dann damit extra an und lasst gleich wieder suchen? Mach ich auch manchmal, daß wir dann den Dummy werfen und zergeln und dann eine einfache Suche anschließen.

LG
Eddi
Zuletzt geändert von Eddi am Di 5. Apr 2011, 18:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Threadtitel geändert

Sabom

Re: die Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von Sabom » Mo 4. Apr 2011, 19:09

Hi Eddi,

ich finds frustig, wenn die Zeit grad da ist und das Susitier abgelenkt und nicht richtig mitmachen will. Kommt zwar nicht häufig vor, verstimmt mich aber, obwohl es das ja nicht sollte :dog_wacko wenn ich meintetwegen in der Wohnung unten ein Suchspiel gestartet habe und meine, das wäre jetzt doch ganz toll und Susi bringt das Ding nicht gescheit, weil sie den Küchenboden nach Kochresten absuchen muss, dann bin ich genervt. Ich atme dann mehr oder weniger ruhig durch, nehme das Suchding und sperre die Küche zu, gibts keine Küchenreste und kein Suchspiel, ists halt mal Langweilig.

Als wir anfangs im Garten gesucht habe, war Susi so heiß drauf, dass sie Fehlstarts gemacht hat und schon angerannt kam, bevor ich wieder bei ihr war oder das Suchding noch gar nicht versteckt war. Anfangs hab ich sie zurückgebracht und nochmal vesteckt, doch den besten Lernerfolg hatte ich, als ich das Spiel abbrach, den Hund kommentarlos einsammelte und wieder ins Haus zurückstapfte, da hats richtig im Hundehirn gearbeitet :sheep jetzt bleibt Susi brav sitzen und läst mich alles in Ruhe verstecken und meine falschen Fährten legen. Die Nachbarn müssen auch denken, was macht die Alte, wenn ich im Kreis um die Tujas stampfe und vor mich hinbrabele :dog_laugh

Wenn also Zirbel leider nicht suchen kann, weil sie wichtigeres zu tun hat, würd ich den Gegenstand einsammeln, Hundi anleinen und woanders hingehen, leider Spaß beendet. (find ich zwar immer hart, hab mich doch so drauf gefreut... :dog_rolleyes glaub ich bin mindestens genauso heiß auf die Suchspielchen wie Susi) wenn Du Zeit hast kannst Du ja einige Zeit später dich wieder "herablassen" ein neues Suchspiel zu starten und wenn Du wie in diesem Fall keine Zeit hast merkt sie sichs vielleicht bis zum nächsten Mal.

Jedenfalls kann ich gut verstehen, dass Du unter den Misserfolgen leidest!!!

LG
Sabine

Freddy

Re: die Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von Freddy » Mo 4. Apr 2011, 19:16

Hallo,
Eddi hat geschrieben:Bislang habe ich eigentlich immer versucht, Zirbel beim Verloren- oder Versteck-suchen oder überhaupt, wo auch immer, was auch immer sie sucht, ein positives Ende zu verschaffen.
Als Grundregel ist das schon mal gut. Einfach noch eine leichte Suche (Firetrail/Puppytrail) anhängen. Wenn gar nichts geht, nur geschnüffelt wird, brechen wir auch schon mal ab und bringen den Hund wortlos in Auto.
Bei Objektsuchspielen die zu schwierig geraten sind, helfe ich Felix. Er versucht ja sein Bestes. Gestern erst habe ich gutes Taschenmesser unauffällig hinter meinem Rücken in eine Wiese geworfen. Felix hatte Probleme es zu finden, ich wuste auch nicht wo es gelandet war und habe mit Felix gemeinsam gearbeitet und schließlich gefunden... happy_01

Und jetzt bringe ich wieder mein Beispiel vom Verfolgen einer Rehfährte ;) : Wer belohnt da den Hund? Sinkt durch einen Mißerfolg, die Motivation ein Reh zu verfolgen?
Das MT ist wie andere Suchdisziplinen auch, ganz maßgeblich von der richtigen Motivation (und Genetik) des Hundes abhängig. Ein Hund der nur wegen dem Leckerchen trailt wird nie ein echter Könner...

Ab hier hatte sich eine stark Mantrailinglastige Diskussion entwickelt ;) . Hier: Mantrailing, die Suche klappt nicht, was tun? geht es weiter...



LG
Freddy

Eddi

Re: die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von Eddi » Di 5. Apr 2011, 20:57

Hallo,

daß die Diskussion so zum Mantrailing abdriftete, war wohl ein wenig meine SChuld. Da versucht man einmal sich kurz zu fassen.... :dog_blush
Dies war der ursprüngliche Anlaß, jetzt gibts ihn ausführlich:
Auf der Weide haben gestern wir ein "neues" Objekt versteckt. Ich sperre Zirbel dazu in den Pferdehänger, zeige das Objekt ("riech!") und gehe einen Kreis, unterwegs kommt das Objekt (heute das Bärchen) irgendwo hin, wo man/Hund es nicht sehen kann. Das kann ich natürlich bestenfalls 2 mal machen, danach geht es zwar auch noch aber dann haben wir Spuren überall und Zirbel stöbert mehr als daß sie gezielt schnüffelt.
Darum haben wir auf dem Heimweg noch schnell am Waldrand angehalten, eine weitere Spur gelegt mit Bärchen auf einem Stein. Leider gibts da viele Rehe und die Ecke habe ich noch nie verwendet, weil dort viel Müll rumliegt (man erinnert sich: Zirbel hat einen Magister in Beseitigung organischer Substanz). Aber es sollte nun mal fix gehen und ein Rundkurs war auch nicht möglich. Es kam wie es kommen musste, ich war auch noch durchs Telefon abgelenkt, Zirbel suchte nur halbherzig, wich immer wieder ins Gebüsch aus (die Rehe hatten sich bei meinem Erscheinen erst verdrcükt), tuppelte mehrfach an Bärchen vorbei (genau hier überkommt mich schon der Verdacht, daß sie es absichtlich links leigen läßt, denn dann kann sie "privat" weiterschnüffeln und tut so, als ob sie das Objekt suchen müsse; ich habe ja schon mal erzählt, wie sie ihr Frisbee oder Dummy scheinbar nicht findet und die Zeit nutzt, sich an Hasenspuren gütlich zu tun, um das Objekt sofort zu "finden", wenn sie merkt, meine Geduld neigt sich den Ende zu) und fand letztendlich organische Substanz (ein späterer Blick zeigte ein Glas Wiener, einfach ins Gestrüpp geschleudert), was ihr ein besonders böses Pfui!! einbrachte (zum schnell was schlucken hat trotzdem gelangt). Danach ging sie hinter Jago her auf den wEg, interessierte sich nur für was anderes, pinkelte. Also ging ich das Bärchen selber holen, war voll gefrustet und hab sie auch nicht mehr angesehen. Zirbel war nun ihrerseits beleidigt, interessierte sich gar nicht für ihr Bärchen (wollte ich auch nicht, bzw hätts ihr eh untersagt). Hunde ins Auto und überlegt, ob ich wohl gefrustet sein darf, wenn Hundi keinen Bock hat?

@SAbine
tut gut, daß es auch anderen so geht, ob man seine Gefühle da nun projeziert oder der Hund nix für kann, spielt da keine Rolle. Irgendwie ist man leicht geneigt, es persönlich zu nehmen (soviel zum Besitzer und seiner Disziplin :dog_mad )

@Freddy
naja, sicher sind Rehfährten und solche leckeren Dinge irgendwie schon anders als alles, was wir bieten können.
Wie einfach sich Ersatzobjekte und -handlungen etablieren lassen ist mE stark von der Veranlageung des Hundes einerseits, der Ähnlichkeit der Ersatzhandlung andererseits und natürlich dem Geschick des Besitzers abhängig.
Ein so jagdorientierter Hund wie Zirbel ist in jedem Fall mit Spielen, die ebenfalls Nase und Beutetrieb ansprechen, besser bedient, als mit mit nur Beutetrieb (Ball) alleine oder gar mit völlig anderen Sachen (Dogdancing vielleicht), denk ich jetzt mal so. :dog_unsure
Aber letzlich sind es Ersatzhandlungen, sprechen Instinkte nicht direkt an und können nur über geschickte Verknüpfungen selbstbelohnend werden. Zirbel trailt ja zB inzwischen auch (scheinbar) unbeeindruckt von Wildfährten. Bei der Freisuche allerdings wird es eben doch schwierig.
bislang habe ich ein paarmal unbeabsichtigt Ecken aufgesucht, wo einfach zu viel Wild/-geruch als Ablenkung da war. Diesen Fehler mache ich natürlich nicht mehr (an dieser Stelle), oft fällt es mir auch erst auf, wenn Zirbel unkonzentriert sucht.

Ich denke, ich sollte meine Spiele einfach etwas sorgfältiger vorbereiten und aufbauen. Aber es war nun wohl auch nicht verkehrt, Zirbel einfach mal gefrustet ins Auto zu packen, denn sie hat heute bereits wieder echt Bock gehabt, auch wenn ich ihr noch nichts geboten habe, weil wir ja abends MT hatten.
Freddy hat geschrieben:Bei Objektsuchspielen die zu schwierig geraten sind, helfe ich Felix. Er versucht ja sein Bestes.
Ja, das mach ich auch, also ich helf Zirbel, nicht Felix :dog_tongue2 sicher soll sie nicht an meiner Unzulänglichkeit scheitern. Aber manchmal ist es nicht einfach zu differenzieren, ob was anderes stärker ist ("Mama, es war stärker als ich, ich musste dem Hasen nach!") oder ob Zirbel generell findet, die Kekse könnten ein Upgrade vertragen. Normalerweise tut sie schon alles für Kekse aber es macht doch einen Unterschied, ob ich alte Probepackungen <Hügels-Diätgeschmack> oder Salamischeibchen verwende. Altags muß es mit Diätgeschmack langen, sonst steiger ich die Beliebtheit möglcihst mit dem SChwierigkeitgrad der Aufgabe.
Aber hier liegt ein großes Problem. Durch die Pankreatitis gezwungen musste ich ja nun den Kekseinwurf dtl reduzieren und da stieß ich anfang recht fix an zirbels Motivationsgrenzen. "Kein Keks? Kein Frisbee holen phhh!" Mittelerweile versuche ich einen Erfolg mit einem anderen Spiel zu entlohnen. Das wird auch immer besser. Heute zB habe ich das Trailen neben dem Futter vom Opfer mit Zergel- und Beutespiel belohnt. Hat gleich mal wieder die Aufmerksamkeit erhöht.

LG
Eddi

Freddy

Re: die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von Freddy » Mi 6. Apr 2011, 10:29

Hallo Eddi, Hallo zusammen,

jetzt habe ich es auch verstanden... ;)
Eddi hat geschrieben:Ein so jagdorientierter Hund wie Zirbel ist in jedem Fall mit Spielen, die ebenfalls Nase und Beutetrieb ansprechen, besser bedient, als mit mit nur Beutetrieb (Ball) alleine oder gar mit völlig anderen Sachen (Dogdancing vielleicht), denk ich jetzt mal so. :dog_unsure
Aber letzlich sind es Ersatzhandlungen, sprechen Instinkte nicht direkt an und können nur über geschickte Verknüpfungen selbstbelohnend werden.


Die "Handlung" ist die gleiche oder zumindest ähnlich, ich denke es ist für den Hund kein grundsätzlicher Unterschied, ob er nun einer Rehfärte oder einer Critterfährte folgt. Die Beute selber ist natürlich nur eine "Ersatzbeute". Und da ist die Phantasie und das Einfühlungsvermögen des HF gefragt: Er muss die Ersatzbeute möglichst lebensecht animieren....

Eddi hat geschrieben:Mittelerweile versuche ich einen Erfolg mit einem anderen Spiel zu entlohnen. Das wird auch immer besser. Heute zB habe ich das Trailen neben dem Futter vom Opfer mit Zergel- und Beutespiel belohnt. Hat gleich mal wieder die Aufmerksamkeit erhöht.

Eddi hat geschrieben:naja, sicher sind Rehfährten und solche leckeren Dinge irgendwie schon anders als alles, was wir bieten können.
stimmt schon...wenn wir uns aber große Mühe geben, können wir schon eine ähnliche Motivation aufbauen. Bei Felix vorzugsweise über Spiele aus dem Jagd-Beute-Komplex....
Eddi hat geschrieben:Also ging ich das Bärchen selber holen, war voll gefrustet und hab sie auch nicht mehr angesehen. Zirbel war nun ihrerseits beleidigt, interessierte sich gar nicht für ihr Bärchen (wollte ich auch nicht, bzw hätts ihr eh untersagt). Hunde ins Auto und überlegt, ob ich wohl gefrustet sein darf, wenn Hundi keinen Bock hat?
In einem solchen Fall hätte ich Felix auch ins Auto gebracht... und erstmal Pause....

Natürlich ist man gefrustet und ich denke, der Hund darf es auch ruhig spüren das Du sauer bist...kriegt er ja eh mit...

LG
Freddy

Eddi

Re: die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von Eddi » Mi 6. Apr 2011, 11:09

Moin,
Freddy hat geschrieben:Natürlich ist man gefrustet und ich denke, der Hund darf es auch ruhig spüren das Du sauer bist...kriegt er ja eh mit...
ja ich denke auch, es bringt nix, so zu tun,als ob man zufreiden sein, wenn man es nicht ist. Authentisch sein und zu seinen Gefühlen passen ist schon wichtig. Ich glaube unsere Tiere können mit einem ehrlichen "schlechten" Gefühl mehr anfangen, als mit einem verstellten Menschen, das verunsichert mehr. Das einzige Problem ist, daß man gerecht dabei beliben muß. Cholerische Anfälle bringen nichts, aber 5 min schmollen versteht der Hund, macht er ja auch schon mal.
Und natürlich muß man sich im klaren sein, ob eine negative Reaktion überhaupt die "richtige" ist.
Ich fand hier schon, schließlich kann Zirbel das und hat sich definitiv wenig Mühe gegeben. Belohnen kann man das nicht. Wäre es die erste diesbezügliche Aufgabe gewesen, hätte ich meinen SChädel am Auto anhauen müssen, weil ich es dann völlig falsch angefangen hätte. Das ist, was ich meine mit "man nimmts dann schon mal persönlich". Aber wie könnte man einem Zirbel (ersatzweise jeder andere AT!! :dog_wink )-augenaufschlag länger als ein paar Minunten widerstehen.... :herat
Freddy hat geschrieben: "Ersatzbeute". Und da ist die Phantasie und das Einfühlungsvermögen des HF gefragt: Er muss die Ersatzbeute möglichst lebensecht animieren....wenn wir uns aber große Mühe geben, können wir schon eine ähnliche Motivation aufbauen.
Puh, das stimmt. Aber ich glaube, daß es echt unterschiede gibt, wie gut der Hund darauf zu konditionieren ist. Ich habe ja schon oft berichtet, daß Zirbel durch die vielen Suchspiele deutlich weniger Wildtrieb hat, aber es ist einfach unglaublich stark. Konnte ich eine Kim damals mit einem Bällchen von allem weglocken, ein Mäuschen anbieten als Rehersatz, so wäre fürZirbel ein wirklicher Reh-unbeachtet-lassen-Motivator vermutlich nur ein Hirsch....
Bis zu Zirbels erstem Jagdausflug habe ich immer geglaubt, es wäre eine reine Erzihungssache. Inzwischen sehe ich das schon so, daß es zwar eine Erziehungssache ist und man wohl jeden Hund vom Jagen abhalten kann, aber um welchen Preis? Also ich rede jetzt hier vom Aufwand bei positiver Verknüpfung, nicht vom Preis des E-Halsbands :dog_wink
Ich zumindest habe keine Lust, 5 Jahre täglich mit Schleppleine und 18 verschiedenen Crittermodellen zu üben :dog_wink
Zum Glück klappt es so gut, daß ich mir relativ sicher bin, daß wir das weitgehend im Griff haben. Aber KIm und Rough hätte ich an der Autobahn neben Rehen unangeleint lassen können, Zirbel bekommt die Chance nur auf Feldwegen. Aber sie bekommt sie! Und sie bestätigt mich. Neulich: direkt oberhalb unserer Weide lebt ein Rehrudel, das vor den Pferden nicht wegläuft, dem man auch reitend auf 15, 20 Meter nahe kommen kann und dann gehen sie beiseite, laufen nicht weg. DA ist Zirbel zwar mühsam sich beherrschend, zitternd mit klappendem Unterkiefer und einem ständigen Blick zu mir, zu den Rehen bei Huf geblieben. Und als die Rehe ums Gebüsch gelatscht waren durfte sie auf ihren Sputren richen, musste aber wieder zu mir komen. War mächtig anstrengend für Hundi aber es hat funktioniert. Äh, Thema verfehlt, sechs, setzen.....


Was Zirbel echt Spaß macht, ist ihr Futterbeuteldummy. Damit zegelt sie gern. Sind Critter denn richtig zergelfest?

So heute morgen:
Zirbel in den Pferdehänger, Autoschlüssel hingehalten "riech!", SChlüssel 30 m weit getragen, fallen lassen, im Bogen zurück, Zirbel raus. Hochmotiviert, "suchs!" und Zirbel im Überschwang erstmal los gelaufen. Keine Witterung aufgenommen. Nach einem Kreis auf meine Spur aber eben nicht durchgängig drauf geblieben. Hat zwischendrin auch etwas zu stöbern begonnen und so exakt 143 cm am Objekt vorbei geschnuffelt, wieder auf meine Spur gekommen und nun korrekt gefolgt. Leider war sie da am Schlüssel bereits vorbei. So kam sie auf dem Bogen zum Hänger zurück und war enttäuscht. Also hab ich sie nochmal hergeholt, nochmal die Hand, die nach sChlüssel roch hingehlaten, und mit ihr in die richtige Richtung gedreht, "suchda!". Zirbel hat sich dann Mühe gegeben, fing aber immer wieder zu stöbern an und hat einige Minuten und deutliche richtugnshilfe gebraucht, ehe sie auf meiner Spur die letzten 10 m zum SChlüssel kam.
Wo liegt unser Problem, sonst klappt das ganz easy?
- Zirbel hatte noch nicht geköttelt und man sah, daß sie gern hätte, aber a) zu tun hatte und b) sowieso lieber nicht auf unserer Weide macht.
- hier laufen wir natürlich täglich mehrfach umher
- unterwegs lauern Altfrisbee (schwarz, fliegt nicht mehr) und Fußball, fast nackt und Luftarm) als gern genutzte Utensilien
- hier gibts spannende Spuren von Fuchs und Fasan und REh und überhaupt
- hier gibts neben oa Spuren auch leckere Hinterlassenschaften von ebendiesen und natürlich den Stallkatzen
muß ich für alles eine Entschuldigung finden? SChließlich finden sich ähnliche Ablenkungen fast überall draußen. Was könnte ich am grundsätzlichen Vorgehen ändern? Kann es sein, daß Zirbel es echt zu schaffen macht, daß sie momentan ein wönziges bißchen niest, also keinen richtige SChnupfen hat, aber eben etwas häufiger niest. Mit fiel das gestern beim Trailen auch auf: sie niest etwas öfter und die Nase tropft dann auch mehr. Kann das tatsächlich die Leistung stark beeinflussen? Als sie letzten Herbst richtigen SChnupfen hatte, ging es echt nicht mit riechen, das hab ich ja auch geglaubt.

LG
Eddi

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Re: die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von doris » Mi 6. Apr 2011, 11:17

Hallo Eddi,

ich glaube, daß ein Schnupfen (wönziges bißchen) nicht unbedingt verhindert, daß Hundis riechen können. Das Reh- oder Katze oder sonstiges riechen sie ja auch.
Allerdings glaube ich, daß die Konzentrationsfähigkeit darunter leidet.
Ich habe im moment auch die Nasen- und Hals-Seuche und kann mich wirklich nicht besonders gut konzentrieren. Somit kann ich mit gut vorstellen, daß das bei Hundis auch nicht anders sein.
Übrigens, kann es sein, daß du ein "wönziges bißchen" viel vom Zirbeltier erwartest???? :dog_biggrin

LG Doris
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Eddi

Re: die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von Eddi » Mi 6. Apr 2011, 11:25

doris hat geschrieben:Übrigens, kann es sein, daß du ein "wönziges bißchen" viel vom Zirbeltier erwartest????
Iiihich? Nä, kannichsein! :dog_ph34r

Meinst Du echt, daß ich zu anspruchsvoll bin? Eigentlich klappen unsere Sachen ja immer ganz prima und Zirbel versteht schnell und hat oft gute eigene Ideen und macht gern mit. Manchmal bin ich da vielleicht verwöhnt und ungeduldig, aber ich finde insgesamt ehrlich nicht, daß ich zuviel verlange. Vielleicht schraub ich mal ein wönziges bißchen die Anforderungen zurück und geb ihr ein Schnupfenpülverchen. :brav

LG
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Re: die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von doris » Mi 6. Apr 2011, 11:35

Hallo Eddi,

ob mein seine Ansprüche vielleicht ein bißchen hoch hat, weiß man meist selbst am besten. :dog_biggrin

Ich habe halt oft bei mir selbst die festgestellt, wenn die Hundis etwas wirklich sehr gut können, und wir Spaß dabei haben, neige ich dazu, morgen nochmal und vielleicht ein bißchen schwerer und übermorgen wieder usw.......

Es ist mir dann auch passiert, daß die Hunde plötzlich zwar sehr begeistert wirkten, die Arbeit dann aber doch auch fehlerhaft verrichtet haben.
Bei mir hat es dann Wunder gewirkt, wieder ein bißchen langsamer zu werden, und nicht jeden Tag üben üben üben, sondern auch mal so ne blöde langweilige Spaziergänge zu machen, wo ich gar nix erwarte von den Hunden.
(Außer daß sie bei mir bleiben, ist klar), oder wir einfach ein bißchen spielen, ohne etwas zu fordern.
Meist war dann nach ein paar Tagen die Lust auf richtiges Arbeiten wieder groß und ganz plötzlich hat dann auch alles wieder geklappt.

LG Doris, die sich da eben auch immer selbst am Riemen reißen muß....
Stillstand ist Rückstand

Eddi

Re: die (Verloren-)Suche klappt nicht, was tun?

Beitrag von Eddi » Mi 6. Apr 2011, 11:48

doris hat geschrieben: neige ich dazu, morgen nochmal und vielleicht ein bißchen schwerer und übermorgen wieder usw.......
also bitte, wirke ich so undiszipliniert? :dog_huh

duckundwech..... :dog_ph34r

Ja, stimmt schon, geht mir auch gern so. Man will ja vom Hund gut unterhalten werden, gell.

Aber wo genau, außer in meiner Ungeduld kann ich sonst noch die Chancen verbessern, daß Hundi zB nicht so überschießend auf der Wiese umherrast, sondern gleich gesittet die Nase einsetzt? Ich befürchte, Zirbel geht es da ähnlich, "ichweißichweiß, ich kannsscho". Ein eher weibliches Problem?
Ah! Suppi! :clap: Die Gene, ich kann nix dafür.... :brav

LG
Eddi
is nich ungeduldig, dammich nochmal, kruziaber auch..... :dog_tongue2

PS
in der Tat scheint mir das Problem auch bei meinen Tierchen häufiger vor zu kommen. Ob das nun geschlechtsspezifisch oder eher typbedingt ist, läßt sich wohl schwerlich differenzieren. Jedenfalls komme ich scheinbar aus diesem Grund wesentl besser mit Stuten als mit Wallachen klar und auch eher mit Hündinnen....
Psychoanalytisch wird da wohl in irgendeiner oralen oder sonstigen Phase was schief gelaufen sein... :dog_laugh :dog_laugh

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