Nosework - Geruchsdifferenzierung

Dogdance, Flyball, Frisbee, Longieren, Zughundearbeit und andere Beschäftigungen mit dem Airedale

Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon menzelova » Di 16. Okt 2012, 22:09

Hallo,

ich muss mich gerade mal öffentlich freuen. Habe soeben im Garten (und da ist es stockdunkel) ein 5 Centstück "verloren". Es hat keine Minute gedauert und ich hatte es wieder. So eine Nase ist einfach phantastisch.

Grüße von
Birgit und Grisou
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Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon Empisandrea » Mi 17. Okt 2012, 06:43

Ein Geldhund! Das Pendant zum Trüffelschwein! :yschwein
Will ich auch. Benton ist ja erst 8 Monate und hat seine Berufswahl noch nicht getroffen.
Freundschaft heißt, was Dich und mich in Freud und Leid verbindet,
und immer enger wird dies Band, je mehr die Zeit entschwindet.
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Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon lutz » Mi 17. Okt 2012, 10:41

Hallo AT-Freunde,

der Spruch: "Geld stinkt nicht", stimmt eben nicht. Zumindest nicht für dieses Wunderwerk der Natur die Hundenase, die der unseren in manchen Dingen um weit mehr als das Tausendfache überlegen ist.
"Geldhunde" gibt es ja bereits beim Zoll an der Schweizer Grenze, genau wie es "Rauschgifthunde" an der Holländischen Grenze und "Sprengstoffhunde" auf den Flughäfen gibt.
Wenn man noch bedenkt dass bei den Feuerwehr-und Polizeitauchern auch entsprechend ausgebildete Hunde im Einsatz sind die vom Schlauchboot aus oberhalb der Wasserfläche noch ertrunkene Menschen, leider meist nur noch als Wasserleichen in mehreren Metern Tiefe in absolut undurchsichtigem Gewässer aufspüren und anzeigen, müsste man da eigentlich aus dem Staunen nicht herauskommen.
Auch wurden Hunde bereits ausgebildet bestimmte Krebsarten im menschlichen Urin eher und besser zu erkennen als es Vorsorgeuntersuchungen mit aufwendiger technischer Apparatur können.
Auch bei Diabetikern können sie anhand des Geruchs des sich verändernden Stoffwechsels erkennen ob sich eine Über-oder Unterzuckerung abzeichnet genau wie bei Epileptikern einen sich anbahnender Krampfanfall, und so die Betroffenen vorwarnen um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Dies sind ja nur einige wenige Beispiele wie heutzutage Hunde im Dienst des Menschen als "Gebrauchshunde" tätig sind und sie können damit auch wesentlich das Image der Hunde unter den Leuten verbessern die Hunde nur für Kack- und Beißmaschinen halten.

Viele Grüße von lutz mit Joker
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.
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Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon Leonie » Mi 17. Okt 2012, 10:52

Hallo Euch allen,

na dann hast Du, liebe Birgit , ja bald die Million zusammen :dog_wink

und das Porterlein für uns ALLE eine Mahlzeit aus wunderbaren ungiftigen Steinpilzen ( also nicht, daß da ein anderer Pilz bei ist) und die liebe Annette wird doch für uns alle etwas kochen (können?)

und Elke, mich interessiert diese Nasenarbeit auch für Stine im Winter zur Beschäftigung. Habe schon 100 leere Teefilter gekauft, die sind eigentlich für losen Tee zum Aufbrühen gedacht, also Beutel die man in die Kanne hängt. Da kann man gut etwas anderes einfüllen in die Beutel und sie sind janz leicht porös, aber es fällt auch sehr Kleines nicht durch.

Liebe Grüße Leonie mit Stine

P.S. @ Andrea--bei der Berufswahl Deines Benton könnte ich zur Entscheidungsfindung beitragen, war mal in meinem langen Berufsleben viele Jahre Berufsberaterin. (Ob es diese Berufe heute noch gibt? :dog_mad nee---wohl eher Berufsschnüffler :dog_biggrin )
Leonie
 

Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon schnulli » Mi 17. Okt 2012, 17:30

Leonie hat geschrieben:....................................
und Elke, mich interessiert diese Nasenarbeit auch für Stine im Winter zur Beschäftigung. Habe schon 100 leere Teefilter gekauft, die sind eigentlich für losen Tee zum Aufbrühen gedacht, also Beutel die man in die Kanne hängt. Da kann man gut etwas anderes einfüllen in die Beutel und sie sind janz leicht porös, aber es fällt auch sehr Kleines nicht durch.

Liebe Grüße Leonie mit Stine ...................


Hallo Leonie

na haben wir beide den gleichen Gedanken gehabt? Die 100ter Teefilter waren bei A... oder L... als Sonderposten, die hab ich mir aus genau den gleichen Gründen gekauft. Man kann da super einfüllen.... :dog_wink

Hast du noch Fragen wegen der Nasenarbeit? Das ist wirklich eine tolle Beschäftigungsart, Stine wird ihre Freude haben. Wenn du noch was wissen willst, meld dich.


@Birgit:
menzelova hat geschrieben:Hallo,

ich muss mich gerade mal öffentlich freuen. Habe soeben im Garten (und da ist es stockdunkel) ein 5 Centstück "verloren". Es hat keine Minute gedauert und ich hatte es wieder. So eine Nase ist einfach phantastisch.

Grüße von
Birgit und Grisou

Super Arbeit von Grisou :clap: . Es macht doch auch Freude dabei zuzusehen, mit was für Eifer unsere Strubbels dran gehen oder?!

@Lutz: Über die Arbeit von "sogenannten Krebshunden" hab ich auch schon einen Bericht gesehen. Der war hauptsächlich bezogen auf Hautkrebs, wenn ich es recht in Erinnerung habe war es ein Cocker. Ja es ist schon wahnsinn was Hundenasen leisten.

Liebe Grüße Elke
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Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon menzelova » Do 18. Okt 2012, 20:09

Hallo Ihr Schnüffelexperten,

wir schaffen es auch mit einem 2 Eurostück und Schlüsselbund ... es funktioniert aber nur im eigenen Garten ... Im Wald gibt es noch zuviel ablenkende Gerüche und Grisou fällt dort nicht im Traum ein, dass er da was finden kann. Da müssen wir langsam unseren Aktionsradius erweitern :-).

Ich habe festgestellt, dass Grisou nur flüchtig auf den Gegenstand in meiner Hand achtet, bevor er wie ein Formel Eins Wagen im Garten seine Runden dreht, um in der richtigen Ecke Feinarbeit zu leisten

und

wenn er losläuft, bevor ich ihm das Signal gegeben habe und ich ihn wieder zurück an seinen Platz bringe, um ordnungsgemäß zu starten, dann klappt das Suchen nicht. Dann wälzt er sich im Gras und läuft eher ziellos umher. Vermutlich darf ich seine Motivation erst einmal nicht unterbrechen Deshalb lasse ich ihn jetzt im Haus, während ich die Sachen im Garten fallen lasse. Das Warten, was sonst gut klappt, selbst wenn ich sein Futter verstecke, kann ich ja später auch beim FINDEFIX Spiel trainieren.

Liebe Grüße
Birgit und Grisou
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Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon Leonie » Do 18. Okt 2012, 22:46

Liebe Birgit und liebe Elke,

ich hatte jetzt doch keine Ruhe mehr und mußte mal anfangen mit Stine mit der Nasenarbeit!

Also, einen der Teefilter gefüllt( jaaaa---sind beim Discounter A...gekauft 100 Stück 50 Cent, hier gibt es ein Outlet von A..., gibt es bestimmt Teefilter im KaDeWe in Berlin für 14, 99 Euro gleiche Menge :dog_biggrin )

also--weiter Teefilter--gefüllt mit Kümmelgewürz. Stine vor die Nase gehalten--absitzen im Flur--warten--Tür zu!!

Habe das Kümmelsäckchen versteckt, dann Stine im Flur erlöst, Tür auf und aufgefordert zu suchen--ging blitzschnell--gefunden happy_01

Das haben wir jetzt mehrere Male versteckt, wir hatten ganz viel Spaß und Stine war begeistert.

..und Birgit,aus der Kinderzeit.... ..ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm....da ist meine Stine, wie ich sie kenne, auch begeistert dabei ( kann ich nur nachts hier die Straßen langhüpfen und hoffen, daß mich keiner sieht) und alle anderen im Hundesport lachen sich schlapp happy_02
Habt Nachsicht mit mir/ uns und laßt uns leben--Leben und leben lassen :dog_wink

gute Nacht, ob ich noch einmal das Kümmelsäckchen verstecke? :dog_biggrin
Liebe Grüße Leonie mit Stine
Leonie
 

Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon lutz » Fr 19. Okt 2012, 11:03

Hallo AT-Freunde,

Info zum besseren Durchblick:

" Der Geruchssinn ist die vorherrschende Sinneswahrnehmung des Hundes und ermöglicht ihm, Duftmoleküle aus komplexen Geruchsmischungen herauszuriechen. Er hat etwa 220 Millionen Geruchsrezeptoren in der Nase, während es beim Menschen nur rund 5 Millionen sind. Von den anatomischen Unterschieden einmal abgesehen wurde anhand von Messungen festgestellt, dass der Geruchssinn des Hundes um das zehntausendfache bis hunderttausendfache stärker ist als der des Menschen, was etwa dem Verhältnis von einer Sekunde zu 317 Jahrhunderten entspricht. Es heißt man müsste einen Hund niemals dazu motivieren, seine Nase zu benutzen. Schnüffeln das ist, was ein Hund die ganze Zeit über tut.
Zu schnüffeln bedeutet Hund zu sein".

Paul Mc Greevy, Professor an der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Sydney, Australien.

Viele Grüße von lutz mit Joker
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Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon Anja1402 » Do 25. Okt 2012, 21:13

Hallo alle zusammen mit den Nasen-Profi- Hundis :dog_biggrin
ich finde solche Beschäftigungen, wo die Hunde ihren Geruchssinn einsetzen müssen, total klasse; nicht nur, weil es sie so schön auslastet, sondern es hat ja auch durchaus praktische Seiten -leckere Pilze, verlorene Gegenstände wiederfinden etc. :dog_rolleyes
aber ich habe da eine total blöde Frage: wie mache ich meinem Hund klar, was ich von ihm erwarte? also wie vermittle ich ihm, dass er seine Nase einsetzen soll, um versteckte Sachen zu finden? ich bin da irgenwie zu dusselig für :dog_wacko Struppi kennt zwar mittlerweile das Kommando "Such", insbesondere in Verbindung mit zeigendem Finger in die Suchrichtung, und rennt auch los, aber er sucht nicht mit der Nase, sondern visuell; und was er nicht sieht, findet er nicht, und gibt schnell auf :dog_sad wie bringe ich ihm das Schnüffeln bei? :sheep
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!
Maxim Gorki
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Re: Nosework - Geruchsdifferenzierung

Beitragvon Uschi » Do 25. Okt 2012, 22:27

Hallo Anja,

ich habe mit Wijnta so begonnen:

Wijnta musste abliegen, ich zeigte ihr die Beißwurst und legte sie für sie sichtbar irgendwohin. Dann schickte ich sie mit "hols". Sie spurtete natürlich sofort los, nahm sich die Beißwurst und wurde mit Spiel belohnt. Das wiederholte ich ein paarmal, legte die Beißwurst immer an die gleiche Stelle. Danach wurde die Beißwurst, immer noch für sie sichtbar woanders hingelegt, gleiches Ritual. Das machte ich ein paar Tage lang mit ihr.

Dann musste sie in einem anderen Raum abliegen, die Beißwurst wurde aber an die ihr schon bekannten Stellen gelegt. Sie suchte zuerst an der ersten ihr bereits bekannten Stelle, dann an der zweiten usw. Nach dem Finden folgte Spiel. Auch dies wurde ein paar Tage lang wiederholt.

So, und dann legte ich die Beißwurst an einen Ort, wo sie vorher noch nie war. Aber das darf anfangs noch nicht so schwer sein, der "versteckte" Gegenstand darf ruhig auch noch sichtbar sein. Großes Jubeln beim Finden.

Und dann nach und nach verschwand die Beißwurst immer weiter z.B. unter dem Sofakissen, unter dem Sofa, hinter den Büchern. Dann gar war die Beißwurst gar nicht mehr im Wohnzimmer zu finden, sondern z.B. in der Küche.

Wenn was neues dazukommt, wie z.B. der Wechsel des Raumes, es nicht zu schwer machen anfangs. Der Hund soll ein Erfolgserlebnis haben. Wenn Wijnta mich hilfesuchend anschaute, ermunterte ich sie einfach weiterzusuchen.

Und dann erweiterte ich es auf den Garten, wo die Beißwurst dann auch irgendwann mal in den Ästen des Haselbusches hing (natürlich erreichbar für Wijnta).


Der nächste Schritt wäre die Unterscheidung der Gegenstände gewesen. Aber dahin sind wir nie gekommen, wir haben es einfach bei dieser Art Suchspiel belassen.

Wijnta macht das großen Spaß und Yarosch hat es vom Zuschauen gelernt. :dog_biggrin


Ein schönes Buch dazu ist: Schnüffelstunde - Nasenspiele für Hund von Viviane Theby



Liebe Grüße
Uschi
Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.

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