Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Dogdance, Flyball, Frisbee, Longieren, Zughundearbeit und andere Beschäftigungen mit dem Airedale

Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Rover » Mo 29. Aug 2011, 15:10

Hallo zusammen,

da ist es, das neue Thema - inspiriert von der Dummysuche.

Hier nochmal meine Frage:

Ich habe mit Molly Leckerlisuche angefangen, das hat sie auf Anhieb begriffen, verfressenes Ding, das sie ist. Soweit, so gut.
Ich bin noch nicht soweit, möchte aber hinkommen, dass sie auch andere Sachen sucht und bringt.

Aber wie mache ich das mit einem Hund, der anderen Dingen nur die kalte Schulter zeigt? Molly nimmt nichts ins Maul, was sie nicht fressen kann (und was sie fressen kann, bringt sie natürlich nicht, logisch).
Ich hab mich schon sowas von zum Affen gemacht, um ihr einen Ball interessant und schmackhaft zu machen: nix. Keine Reaktion. Sie dreht meistens nichtmal den Kopf, wenn ich den werfe. :nein

Ich habe selber gespielt, Ball geworfen, gefangen, zappeln lassen, kurz gezeigt und wieder versteckt - nichts.
Nun hab ich schon den Rover, den kein geworfener Ball interessiert. Nun dachte ich, ich kriege Molly dazu und hab wieder so ein... Faultier?

Also, wenn Ihr Tips habt, wäre ich dankbar.

Viele Grüße, Kerstin
Rover
 

Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Waldmaus » Mo 29. Aug 2011, 15:14

Hallo Kerstin, auch ich hatte eine Hündin, Mischling, Schäfer/Appenzeller, die wollte auch nie mit dem Ball spielen, so als wenn sie sagen würde was soll das? ansonsten war sie eine ganz ganz tolle, lass also Molly ohne Ball sie hat bestimmt andere Vorzüge?
Gruß Waltraud mit Arco der auch nie so viel mit dem Ball spielt
Waldmaus
 

Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon pivi » Mo 29. Aug 2011, 15:37

Hallo Kerstin,

versuch's doch mal mit dem Futterbeutel! Unser Erfolgserlebnis hatte ich hier schon mal beschrieben: viewtopic.php?f=27&t=17330&start=0&hilit=Futterbeutel

LG
Birgit
pivi
 

Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Eddis » Mo 29. Aug 2011, 15:41

Also dann beschreibe ich mal was wir gerade (nach Buch) üben.

Man benötigt einen Hilfsdummy, noch keinen richtigen Dummy, nur einen Gegenstand zum Üben. Er sollte unbekannt für den Hund sein.
Ich nehme 4 klitzekleine Scheibchen Wiener in die Rechte, den Hilfsdummy in die Linke, Hand hinter den Rücken und rufe den Hund. Er sitzt vor mir, ich zeige ganz kurz den Gegenstand. Schaut er neugierig, bekommt er ein Stück Wiener. Das hat Eddi gleich kapiert. Schaut er zum Gegenstand, dann gibt es was Leckeres.

Nächster Schritt: Ich halte den Gegenstand etwas länger und wenn Eddi ihn anstupst, dann gibt es das Stück Wiener. Ging auch ganz fix, er war ja neugierig.

Nächster Schritt: Ich stecke ihm den Gegenstand ins Maul und er soll ganz kurz halten. Er bekommt sofort ein Lob, wenn er das Ding im Maul hat. Ich habe es noch in der Hand und nehme es gleich wieder weg, hinter den Rücken. Ganz wichtig ist das Lob vor dem Ausspucken. Deshalb kann es auch nichts freßbares sein. Wir üben diesen Schritt 3 Mal hintereinander, dann gibt es ein Stückchen Wiener. Dann hat Eddi auch keine Lust mehr. Wir üben mehrmals am Tag, immer mit dem selben Gegenstand und Ablauf. Es gibt keinen Befehl dazu und ich halte den Gegenstand immer fest.

Zusammenfassung: Hund sitzt vor, Gegenstand in der Hand auf dem Rücken, hält er ihn im Maul, fleißig loben. Nach Übungsende gibt es ein Stück Wurst.
Das geht jetzt ein paar Tage so und Eddi hält immer länger fest, ich kann aber noch nicht bis 5 zählen. Wenn es so weit ist, dann kommt der nächste Schritt.

Oberstes Gebot: Wenn etwas nicht klappt, dann hat man sich nicht verständlich genug ausgedrückt. Es liegt nicht am Hund.
Lieber Gruß Simona mit Sir Eddi
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Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Rover » Mo 29. Aug 2011, 15:45

Hallo Birgit,

daran habe ich schon gedacht, dann allerdings die Befürchtung, dass sie damit abzieht und auspackt.
Wie hast Du sie dazu bekommen, ihn Dir zu bringen?

Ah, Simona, ich seh Du hast auch schon geantwortet. Das probiere ich. Mal sehen, ob das klappt.
(Muss gleich nochmal nachsehen, wie das Buch heißt, was Du empfohlen hast - die Bibliothek wächst... :dog_blink )

Gruß, Kerstin
Rover
 

Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Sabom » Mo 29. Aug 2011, 15:49

Hi Kerstin,

Susi hat als Baby zwar gerne Bälle und eigentlich alles geworfene gejagd, hatte es aber anfangs nicht so mit dem zurückbringen.

Ich hab ihr dann die Schlepp um und z.B. den Ball geworfen und sie mit der Leine nachdem sie den Ball in der Schnute hatte in meine Richtung gelenkt. Vorher hatten wir ja schon AUS geübt = Tausch das was du im Maul hast gegen Leckerchen. Also als ich sie nah bei mir hatte, haben wir den Ball gegen Leckerchen getauscht und es ging von vorne los. Heute bringt sie auch ohne Leckerchen.

Da Molly verfressen ist, nimm für sie einen Futterbeutel und wenn sie ihn hat, lass sie nicht dran knabbern, sondern lotse sie in Deine Richtung, belohne sie usw. klappt bestimmt nach einer Weile.

Ups, jetzt hat Birgit die Idee schon vor mir geäußert. :dog_biggrin

LG
Sabine
Sabom
 

Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Eddis » Mo 29. Aug 2011, 15:51

Der Vorschlag vom Buch kam von Katharina im Dummythread auf der ersten Seite. Die einzelnen Schritte sind super leicht nachvollziehbar. Man muß das blos langsam bei unseren Hunden aufbauen. Andere können das von selbst. Futterbeutel klappt jedenfalls bei Eddi nicht. Er gibt ihn nämlich nicht wieder her. Sobald ich ihm den dann wegnehme und er daraus gefuttert hat, ist der Beutel uninteressant. ( Auch an der Schlepp) Als wäre er beleidigt weil ich ihm den Beutel wegnehme. Wenn ich ihn wieder wegwerfe, dann muß ich ihn auch selber holen. Für so manchen Retrieverbesitzer unvorstellbar. :dog_biggrin
Lieber Gruß Simona mit Sir Eddi
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Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Rover » Mo 29. Aug 2011, 16:14

Hallo,

wir haben grade geübt: Dummy in eine Hand, Käsewürfel in die andere, und jedes Interesse am Dummy wollte ich belohnen.
Oha, die Molly ist ein harter Brocken.

Beim ersten mal hat sie zum Dummy geschaut: Käse eingeworfen.
Beim zweiten mal hat sie ihn angestupst: Käse eingeworfen.
Beim dritten mal hat sie die Hand mit dem Käse fixiert und den Blick nicht mehr abgelassen. Noch ein Versuch: das Gleiche. (Natürlich kein Käse)

Mist! Hätte ich schon nach dem zweiten Mal aufhören sollen? (wie zum Teufel soll man das denn vorher wissen??)
Sollte ich es jetzt beim nächsten Üben nur ein- oder zweimal machen? Zweimal könnte ja auch schon zuviel sein?

Den restlichen Käse habe ich im Garten suchen lassen, das hat geklappt, auch wenn die Würfelchenchen für das Aufklauben ein bisschen klein waren.

Ich glaube, wer hier zuallererst was lernen muss, bin ich: nämlich Geduld :dog_tongue .

Viele Grüße, Kerstin
versucht das nachher gleich nochmal....
Rover
 

Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Eddis » Mo 29. Aug 2011, 16:37

Hi Kerstin, das war zu viel für Molly.

Erst 3Mal anschauen nacheinander. Klappt das nicht, dann ne Stunde später noch Mal üben. Immer mit Zeitabstand, bis es klappt. Die Käsehand muß auch auf den Rücken!

Wenn Anschauen sicher klappt, dann Berührung. Da können schon mal 2 Tage vergehen. Wir üben schon fast eine Woche nur halten.
Lieber Gruß Simona mit Sir Eddi
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Re: Wie mache ich einen Dummy für den Hund interessant?

Beitragvon Eddi » Mo 29. Aug 2011, 16:46

Hallo Kerstin,

das erinnert mich an die Klicker-episode :dog_wink
Kann schon sein, daß Molly da mehr Ausdauer hat als Du. Ich würde mich bequem setzen, ehe ich damit beginne und dann Ausdauer haben. Käse in die eine Faust, Dummy in die andere, Zeit haben.
Ich dneke, wenn Molly verstehen soll, was sich lohnt, dann genügen nicht drei Würfel, da brauchts dreißig. Aber nicht am Stück. 10 mal stupsen, gut ist, Pause.
Ich würde danach aber auch die restlichen Würfel nicht so leicht erreichbar in den Garten werfen, sonst sagt sie sich, "ich mach'n Gesicht wie Loriots Hunde und warte, bis die KäWüs im Garten landen"
Aber das wichtigste ist das Timing. Daran hapert es meistens, denn kleinste Zeichen werden übersehen oder sind so kurz, daß der KäWü zu spät kommt. Darum haben ja die Leute das Clickern erfunden. Im Grunde ist das nur, weils schneller geht als nen KäWü aus der Faust in die SChnauze zu expedieren und wenn der Clicker dem Hund klar macht "supppi, Keks folgt!", gehts leichter. Ob das nicht ein Anlass wäre, die ganzen Klickersachen wieder auszupacken?

GEduld ist ja auch so meine Stärke happy_02
Ich finde, wenn ich das Buch gelesen hab, solte der Hund die Übung auch beherrschen. Ich befürchte, da mußt Du an Dir arbeiten. Ich muß das auch jeden Tag. :dog_wink

Und ich würde ein Konzept vorschlagen. Was soll der Hund überhaupt als Endziel können?
Und ich würde mich fragen, ob Molly nun was apportieren soll, damit sie Spaß hat oder ich? Wenn sie zwar kapiert was Du meinst, es aber nur als "naja, die alte findet das ja spaßig" sieht, bringts ja niht viel. Vielleicht am Anfang erstmal die Sachen ,die sie gern macht ausbauen und später die Apportiergeschichte langsam und unauffällig intergrieren?
Möglicherweise hat Molly gar nie gelernt, daß man mit Menschen toll spielen kann. Möglciehrweise bleibt sie ein Hund, der nicht apportieren mag, der es evtl erlernt aber nicht als toll empfindet sondern macht, wie man halt vor dem Napf sitz macht, bis das Futter freigegeben ist.

Lasst Euch Zeit damit, variiert das Suchen im Garten, machts draußen, machts spannender, komplizierter und integriert am Ende das Futterbeutelchen. WEnn sie es findet gibt nen Extrabesonders-Keks daraus. Sie kann auch zuvor einzeln den Beutel als Futterspender kennen lernen, indem Du ihn ihr zeigst und öffnest (langsam die Spannung steigern: uhhh *flüstern* guckamada, uiuiui was hammerdenn daaaadrin?) und ihr was geben, rein gucken lassen. Fertig! Das war's Beutel wech, hosentsxche, riechbar, begehrbar, unerreichbar. Das mehrmals am Tag macht sie heiß auf das Beutelchen. Danach wird ie sich freuen, wenn sie es findet, verschlossen, och menno. Aaaber! Frauchen kann den aufamchen. Je nachdem, wie Molly gepolt ist, bringt sie ihn, haut damit ab oder warte auf Dich. Letzeres wäre Ziel, abhauen doof. also sollte der Beutel zu dem Zweck erreichbar aber nicht greifbar oder mitnehmbar sein. Wenn sie ihn hat, kommst Du, öffnest ihn dank Deiner großen Macht darüber REiß- u Klettverschluss und sie bekommt ihren wohlverdienten Anteil. Das hat klasse geklappt, so, gleich noch ein paar mal!
NEIIIIN!!!
Toll geklappt, die Protagonisten hüpfen fröhlich von der Bühne und machen was anderes, der Dummy ist heut abend nochmal dran.
Sie muß heiß drauf werden, sich wünschen daß das nochmal gemacht wird. Und immer aufhören, wenns toll geklappt hat.

Wenn sie soweit ist, wird sie auch vielleicht ans bringen denken. Zunächst nur aufheben lassen oder aufnehmen und sofort "tuaschen" Besser als daß das blöde Ding nicht aufgeht und Molly verhungert. Hat sie erstmal verstanden, daß sie so belohnt wird, kan nman das auch weiter ausbauen.

Hach hätt ich doch nur imemr so die Ideen, wenn ich was üben will. Ich geh mich gleich mal im Dummy-Thread an Katharinas SChulter ausweinen, weil Zirbel heut noch nicht 8 Dummys auf 1500 m gefunden hat.... :dog_wink

LG
Eddi
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