Jagdliche zucht

Mantrailing, Rettungshunde, Jagd-, Polizei-, Therapie- und Begleithunde

Re: Jagdliche zucht

Beitragvon Konny » Sa 13. Sep 2014, 18:47

Hy Gaby

Das wäre toll
Ein Traum :dog_sleep2

LG Konny
Der Weg wächst im Gehen unter Deinen Füssen.
Auf wunderbare Weise entfaltet sich die Reise mit dem nächsten Schritt.
Frieder Gutscher

Boyar-vom-Drachenhort.de.tl
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Re: Jagdliche zucht

Beitragvon lutz » So 14. Sep 2014, 16:01

Hallo AT-Freunde,

nein, Leistung vererbt sich nicht sondern die verschiedenen Triebe die dem Hund ermöglichen eine entsprechend rassespezifische mögliche Leistung zu erbringen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang dass während der Entwicklung vom Welpen zum Hund auch der richtige "genetische Schalter" zum richtigen Zeitpunkt in der Entwicklungsphase "gedrückt" wird. Hierfür ist der Hundehalter verantwortlich sonst nützen ihm die besten genetischen Anlagen des Hundes gar nichts wenn er das nicht kapiert hat.

Im Gegensatz zu anderen Jagdhunden mit jeweils einzelnen speziellen Eigenschaften "echter" Jagdhunde die Wild aufstöbern oder verletze Tiere suchen sollen, in Erdbauten kriechen (Dachshund) oder Eigenschaften als Retriever oder Vorstehhund haben oder als Hundemeute jagen ist unser "Universalhund" der Airedale aber früher neben seinen vielfältigen anderen Aufgaben eher mit zum Wildern von den Bergarbeitern und Farmern gezüchtet worden als bei Berufsjägern eingesetzt worden.
Das heißt der AT hat das Wild leise ohne Spurlaut verfolgt und gestellt und die Beute ohne Krawall selbständig ohne Kommandos des "Jägers" abzuwarten eigenständig gekillt. Der Jäger (Wilderer) brauchte die Beute denn nur noch einzusammeln.
Da dieses Verhalten im oft nicht unerheblichen Jagdtrieb der meisten AT immer noch ausgeprägt vorhanden ist, ist es für einen Jäger sehr viel schwieriger diese rassespezifischen Eigenschaften in die richtigen Bahnen zu lenken als bei den "richtigen" Jagdhunden von denen es ja für die verschiedensten Aufgaben ja eine große Menge von jeweils geeigneteren Hunden zur Auswahl gibt. Dieser Jagdtrieb ist in unserer heutigen Gesellschaft meist eher unerwünscht, aber einen echten Airedale gibt es nur mal nur im Paket mit allen seinen anderen hochgeschätzten Charaktereigenschaften. Das gilt nun mal auch für AT die als reine Familienhunde angeboten werden.

Etwas mehr Erfolg als führige "Jagdhunde" haben unter kundigen Insidern, die gewisse wertvolle bzw. sympathische Eigenschaften des Airedales nicht missen wollen, in der Jägerschaft aber die "Heideterrier" die aus Airedale und Deutschem Jagdterrier gezüchtet werden, aber in Jägerhand bleiben sollten.

Der Airedale ist eben nach wie vor ein: "Jack of all trades, Master of none". Und er soll es bleiben.

Viele Grüße von lutz mit Greta
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.
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Re: Jagdliche zucht

Beitragvon GabyP » So 14. Sep 2014, 21:02

Hallo, Lutz,

ich stimme Dir uneingeschränkt zu!

Jäger sagten mir, daß die selbständige Entscheidungsfreudigkeit des Airedales und die Selbständigkeit beim Töten des Wilds nicht leicht zu bremsen seien, Spurlaut und Totverbellen mußten etwas mühsam beigebracht werden.

Aber wenn entsprechend ausbebildet, sei der Airedale ein toller Jagdkumpan - wie man in Amerika ihn schon lange zu schätzen weiß. (Hunting and Working Association)

Viele Grüße

Gaby
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