Sendung gegen den IPO Sport

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Re: Sendung gegen den IPO Sport

Beitragvon Gerlinde & Gundi » Do 22. Jan 2015, 20:07

Anja1402 hat geschrieben:Bei Punkt 2 muss ich dir widersprechen, in einem vernünftigen Verein wird längst nicht jeder Hund übernommen, und erst recht nicht jeder Hundeführer :dog_laugh ich habe schon erlebt, dass ein Helfer sagte: "Nein, mit dem Hund arbeite ich nicht, der ist nicht sauber im Kopf", oder zu einem Hundeführer: "Nein, mit deinem Hund arbeite ich nicht, ist zwar schade um den Hund, aber deine Einstellung passt nicht zu uns."


Ich kann natürlich nur von jenen Vereinen sprechen, die ich kenne - entweder persönlich oder von Hundeführern, bei denen ich mich auf die Objektivität verlassen kann. Aber Fakt ist, dass es leider solche Vereine gibt. Gäbe es diese nicht, wäre das Thema IPO wohl keine Diskussion im negativen Sinne mehr wert. :-)

Anja1402 hat geschrieben:Da frage ich mich, wäre es dann nicht erst recht wichtig und richtig, mit diesen Hunden zu arbeiten? Damit der Hund LERNT, sich aus dem Verhalten zu lösen, bzw. Herrchen/Frauchen lernt, dem Hund zu helfen, sich daraus zu lösen, wodurch der Hund besser kontrollierbar wird?


Hunde mit hohem Beutetrieb und gleichzeitig außergewöhnlicher Triebstärke und Übererregbarkeit gehören nicht in diesen Sport. Genauso, wie es Gansloßer beschreibt, ist es bei meinem Toby. Wenn er entsprechend hochgefahren ist, hilft kein Aus mehr - obwohl er sonst seine Beute problemlos ohne Tauschen hergibt. Er macht einfach zu - ich saß bereits zweimal mit ihm 20 Minuten am Straßenrand - er das Kaninchen im Maul, ich hatte es in der Hand. Man kommt dann einfach nicht mehr durch und um zu zeigen, dass er doch gar keinen Konflikt haben möchte, sondern nur seine Beute, werden die Augen einfach zugemacht. :dog_rolleyes

Der Appenzeller in seiner Urform ist von Haus aus ein sehr triebstarker und außergewöhnlich wachsamer sowie territorialer Hund mit einem hohen Maß an Selbstständigkeit, die er für Entscheidungen nutzt. All dies sind Gründe, warum von alten Züchtern und Sennen dazu geraten wird, von IPO abzusehen. Immerhin mussten Sie mehrere Monate des Jahres bis zu 200 Kühe über weite Strecken durch das Gebirge treiben, versprengtes Tier selbstständig aus unzugänglichen Stellen holen oder ineinander geratene Kuhherden trennen. Das hinterlässt Spuren.

Wen es interessiert, über die Eigenschaften dieser Rasse aus der Praxis zu erfahren - genau so wie Viktor ist mein Appenzeller-Bub.

http://www.appenzeller-blaess.de/schrib ... et-edi.htm
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Re: Sendung gegen den IPO Sport

Beitragvon Uschi » Do 22. Jan 2015, 23:19

Hallo Gerlinde,

in meinem ersten Verein hatten wir eine Appenzellerin, die IPO machte. Sie war weder sehr erregbar, noch hatte sie einen außergewöhnlichen Beutetrieb.
Im Gegenteil, der Helfer musste sich anfangs schon sehr anstrengen. Sie machte auch nie eine Prüfung, wäre zwecklos gewesen.


Gerlinde & Gundi hat geschrieben:hilft kein Aus mehr

Ich muss Anja da zustimmen, das eben gilt es zu lernen. Für Hund und Hundeführer.


Gerlinde & Gundi hat geschrieben:er das Kaninchen im Maul, ich hatte es in der Hand.

Hmmmmm...................................womöglich war es gerade DAS, dass er nicht losließ, weil Du das Kaninchen in der Hand hattest?



LG
Uschi
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Re: Sendung gegen den IPO Sport

Beitragvon Gerlinde & Gundi » Do 22. Jan 2015, 23:24

Uschi, es gibt wie bei jede Rasse auch beim Appenzeller Ausnahmen - es eignet sich auch nicht jeder Airedale für Hundesport oder andere Arbeit :-)

Und nein, es lag nicht daran, dass ich das Kaninchen in der Hand hielt noch am fehlenden Gehorsam beim Aus - es ist einfach eine Situation, in der er sich befindet, wo er im Augenblick nicht rauskommt und einen inneren Konflikt abarbeitet. Da kann man ihm die beste Leckerei unter die Nase halten. :dog_rolleyes .... Hunde, die in speziellen Situationen so reagieren, würde ich nie und nimmer im SD arbeiten :-)
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