"Der Terrier" 1/2015

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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon Rudy » So 11. Jan 2015, 16:05

Wir haben über den zweiten Artikel, welcher vom Hetzen eines Wildtieres durch einen unkontrollierten Hund handelt, auch nur den Kopf geschüttelt und uns gefragt, wer entscheidet über die Veröffentlichung eines solchen Artikels?
Es ist schlimm genug, das so etwas passiert, aber das solche negative "Werbung" in einer Hundezeitschrift veröffentlicht wird?
Für mich ist auch der kürzeste "Jagdausflug" eines Hundes ein Unding, so etwas DARF nicht passieren.

Jürgen
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon Uschi » So 11. Jan 2015, 20:17

Hallo Jürgen,

Rudy hat geschrieben:so etwas DARF nicht passieren.

es dürfte nicht passieren, aber es passiert halt, ab und zu, und wenn Du noch so aufpasst, kann es passieren.


LG
Uschi
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon Lena » So 11. Jan 2015, 20:32

Uschi hat geschrieben:Hallo Jürgen,

Rudy hat geschrieben:so etwas DARF nicht passieren.

es dürfte nicht passieren, aber es passiert halt, ab und zu, und wenn Du noch so aufpasst, kann es passieren.


LG
Uschi


Ja, es kann passieren, aber dann prahl ich damit doch nicht in der Zeitschrift Terrier herum, und verharmlose es, sondern arbeite daran oder lasse den Hund in gefährlichen Gebieten an der Leine.
Käthe bleibt im Wald auch an der Leine, ich weiß nicht, wie weit oder lange sie hinter einem Reh hergehen würde und ich möchte sie nicht irgendwo von der Straße "abkratzen" müssen.

LG Lena
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon Rudy » So 11. Jan 2015, 21:18

Uschi hat geschrieben:Hallo Jürgen,

Rudy hat geschrieben:so etwas DARF nicht passieren.

es dürfte nicht passieren, aber es passiert halt, ab und zu, und wenn Du noch so aufpasst, kann es passieren.


LG
Uschi


Hallo Uschi,
als Hundebesitzer bin ich dafür zuständig, das so etwas nicht passiert. Entweder bin ich sicher, das mein Hund jederzeit abrufbar ist, ich greife zu Hilfsmitteln oder der Hund bleibt an der Leine.
Wir haben , glaube ich, schon mal darüber diskutiert, was dem Tier, dem eigenen Hund oder unbeteiligten Dritten (Verkehrsteilnehmer) passieren kann.
Jürgen
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon GabyP » Mo 12. Jan 2015, 00:09

Hallo,

danke, Jürgen, für Deine deutlichen Worte!

Es ist in dem Artikel die Rede davon, daß Rehe als "Trainer für Wiesen-Schnell-Lauf" gesehen werden, der Hund wird als "mein Jäger" bezeichnet.

Für mich heißt das, daß man wußte, daß der Hund Wild hetzt. Also an die Leine und Training (ohne Rehe als Sparring-Partner!).

Das Bild (Damhirsch) gehört definitiv nicht zum Artikel. Das Bild hätte unter dem Titel "besondere Freundschaften" sehr gut veröffentlicht werden können.

Ein Jäger hätte jede Berechtigung gehabt, DIESEN Hund in DER Situation zu erschießen. Und dann wäre das Geschrei wieder groß gewesen.

Es gibt genügend Hundefeinde - da braucht es solche Artikel nicht. Was ist man über Lutz' Greta hergefallen, als sie eine Ratte erlegt hat und Lutz das begrüßt hat. Manche Foris halten ihren Hund davon ab, Mäuse zu töten.

Und hier wird ein Reh gehetzt und gestellt in einer ausweglosen Situation. Streß pur für das Tier! Man kann doch nicht stolz darauf sein, daß das Reh immerhin nicht getötet wurde?

Nein, mir fehlt dafür jedes Verständnis.

Viele Grüße

Gaby
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon Gerlinde & Gundi » Mo 12. Jan 2015, 00:31

Bei solchen Hundehaltern bekomme ich jedes Mal die Krise - ein Hund hat nicht hinter Rehen herzugehen. Das sehe ich persönlich als Tierquälerei. Wenn ich weiß, dass mein Hund die Anlage dazu hat und nicht abrufbar ist, gehört er an die Leine. Unsere beiden Großen sind bei Rehen nicht abrufbar (ich gehe davon aus, da wir diese Situation noch nie hatten; die Reaktion auf Rehsichtung aber nicht unbedingt von Steadiness geprägt ist) - also gibt es die Schleppleine im Wald und gefährdeten Bereichen. Das gilt ebenfalls für unserer Terrorzwerg; wobei bei ihr seit Welpe intensiv an der Impulskontrolle gearbeitet wird.

Spreche ich die Hundehalter hetzender Hunde im Wald an, bekomme ich die Antwort "och der oder die jagt doch nicht, die hat nur Spaß und bekommt sie sowieso nicht". Unverständlich für mich, wie herzlos diese Menschen sind. So viele Rehe sterben einen qualvollen Stresstod am Ende solch einer Hatz. Oder erleiden Totgeburten und und und .....

Daher definitiv kein Verständnis dafür.
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon Uschi » Mo 12. Jan 2015, 00:48

Halo Jürgen,

Rudy hat geschrieben:als Hundebesitzer bin ich dafür zuständig, das so etwas nicht passiert.

dann wünsche ich Dir, dass es Dir immer, überall, in jeder (auch der absolut unvorhersehbaren) Situation gelingt.


Wo ich Euch Recht gebe ist, dass man das nicht auch noch in einem "lustigen" Artikel zum besten geben muss. Es ist schlimm genug, wenn es passiert.


Aber es KANN passieren, auch wenn ich max. auf "meinen Jäger" aufpasse, es KANN passieren, auch wenn ich ihn an der Leine halte. Die Leine kann reissen, die Leine kann zu lang sein...................

Vielleicht
kann ich garantieren, dass nichts passiert, wenn ich meinen Hund dauerhaft an einer 5-cm-dicken 1-m-Leine führe. Aber selbst dann, diese fette 1-m-Leine könnte mir aus der Hand rutschen, wenn der Hund anzieht.................... Bin ich dann unverantwortlich?


Ich kann ihn nicht vertragen, diesen Absolutismus, es DARF nie und nimmer passieren und wird nicht passieren, wenn man aufpasst.



Ich wünsche Euch allseits das Glück, dass es nicht passiert.




LG
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon GabyP » Mo 12. Jan 2015, 02:00

Hallo, Uschi,

ja, es KANN (und wird) passieren - ändert nichts daran, das es nicht passieren DÜRFTE ...

Aber in diesem Artikel ist ganz deutlich, daß es dauernd passierte (Rehe als Trainer!), und das DARF NICHT sein.

Viele Grüßße

Gaby
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon Lena » Mo 12. Jan 2015, 12:33

Ja Uschi,
du hast Recht, es kann passieren. Käthe ist auch schon hinter einem Reh her, daß unvermittelt aus dem Unterholz kam.Sie ist aber nur ein paar Meter hinterher und kam dann recht schnell. Da wußte ich ja noch nicht, ob sie überhaupt Jagdtrieb hat und inwieweit sie abrufbar ist. Vom Vorbesitzer gabs keine konkreten Angaben.
Kaninchen findet sie sehr interessant, also aufpassen muß ich allemal. Da ich ja hauptsächlich im Feld unterwegs bin, sehe ich Rehe schon weit vor ihr, dann kommt sie an die Leine.
Mein Albtraum ist es, stundenlang irgendwo zu stehen und nicht zu wissen wo der Hund ist. Obwohl stundenlang hab ich noch nicht mal mit meinem "Jäger" gewartet, der kam spätestens nach zehn Minuten wieder.
Aber das braucht man nicht wirklich.

LG Lena
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Re: "Der Terrier" 1/2015

Beitragvon Anja1402 » Mo 12. Jan 2015, 13:07

Von mir aus halt Damwild :dog_biggrin das Foto ist auf jeden Fall eine Montage, nicht echt.

Und sowas KANN passieren, DARF aber nicht. Wie hier schon einige geschrieben haben, kann es immer passieren, dass einem der Hund mal die Leine aus den Händen reißt oder im Garten eine Maus fängt. Aber als Hundehalter sollte man alle denkbaren Maßnahmen ergreifen, um sowas zu verhindern. Und wenn es dann doch mal passiert, nicht noch stolz sein auf den "Tänzer", sondern kleine Brötchen backen, seine Lektion lernen und den Hund ab sofort im Wald an die Leine nehmen o.ä.
Allein die Tatsache, dass dieser Artikel gedruckt wurde, zeigt m. E., dass da kein Mensch drüberliest und alles ohne Kontrolle abgedruckt wird :dog_huh
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!
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