Cesar Millan

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Cesar Millan

Beitragvon Balou » Mo 1. Feb 2010, 09:08

Hallo,

ich habe drei Bücher von Cesar Millan gelesen und muss sagen, die sind wirklich super. Ich konnte die Bücher gar nicht wieder weglegen.
Die Titel:

- Du bist der Rudelführer
- Tipps vom Hundeflüsterer
- Welcher Hund passt zu uns?

Wer sich für das Verhalten der Hunde interessiert sind diese Bücher ein MUSS! :dog_smile

Gruß

Tobias
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Re: Cesar Millan

Beitragvon Amadeus » Fr 5. Feb 2010, 17:02

Hallo,

ich habe die ersten beiden genannten Bücher auch gelesen und fand sie gut. Sie sind zwar eine angenehme, flüssige Lektüre, als Anleitung zum Erziehen von Hunden aber nicht zu gebrauchen (den Anspruch stellen sie auch nicht). Der "american way of life" schlägt ein bißchen durch, sozusagen in der Variante vom mittellosen Einwanderer zum erfolgreichen Hundeflüsterer, Show-Master und Inhaber des eigenen Hundezentrums in Kalifornien.

Adonis
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Re: Cesar Millan

Beitragvon Susa » So 7. Feb 2010, 18:13

Hallo,

ich kenne nur das zweite Buch und muss sagen:"Wenn`s so einfach wäre...!"

Nach fast 9 Jahren Hundeerfahrung ist dieses Buch für mich ein weiteres Steinchen im großen Mosaik Hundeerziehung. In gewisser Art und Weise hat jeder, der/die ein Buch zu diesem Thema geschrieben hat ein bißchen Recht. Es ist ja nicht so, dass man die Methoden einfach nur umzusetzen bräuchte, der Faktor Mensch spielt auch eine große Rolle. Was kann ich annehmen, was ist für mich vielleicht indiskutabel?

Ich finde das Buch durchaus lesenswert, bin aber wie Adonis der Meinung, dass es als Erziehungsratgeber nur bedingt taugt.

Grüßle von Susa
...mit Indy im Herzen
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Re: Cesar Millan

Beitragvon Anneliese » Mo 19. Apr 2010, 23:37

Hallo,
das Buch „Tipps vom Hundeflüsterer“ habe ich gelesen.

Nach der ersten halben Stunde lesen habe ich das Buch weggelegt – es war mir einfach zu amerikanisch.

Dann bin ich wieder angefangen und der Mut mit dem der Autor schlichte unpopuläre Ansichten vertritt hat mich fasziniert.

Zum Nachdenken brachte mich auch die Aussage einer Mutter – ohne Hund – die das
„Millan-Prinzip“ bei ihren Kindern erfolgreich anwandte – die gezogenen Querverbindungen zu Familien fand ich sowieso am spannendsten.

Ansonsten beweihräuchert sich der Mann reichlich – das ist oft schwer erträglich – aber Querdenker und Menschen die sich außerhalb der gängigen Meinung äußern finde ich spannend – man muss dann schauen und filtern was man davon gebrauchen/ausprobieren möchte.

Anneliese mit Bente :dogstare
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Re: Cesar Millan

Beitragvon lutz » Di 20. Apr 2010, 11:40

Hallo AT-Freunde,

ich kenne die Bücher von Cesar Millan nicht, habe aber festgestellt dass in vielen guten praxisnahen Hundeerziehungsbüchern in denen eine gewaltfreie, liebevolle aber auch konsequente Erziehung durch einen verlässlichen, berechenbaren Erzieher propagiert wird, die GRUNDPRINZIPIEN mit einer guten Kindererziehung übereinstimmen.

Ähnliches habe ich bei guten Büchern festgestellt die sich mit der Hundeseele und Hundepsychologie befassen und die sich mit Problemen und deren Lösungen in der Mensch-Hund-Beziehung auseinandersetzen.
Viele Verhaltensweisen und Problemlösungen lassen sich im erweiterten Sinne ohne weiteres auf partnerschaftliche Beziehunge unter Menschen übertragen und anwenden.

Dieses ist mir im laufe der Zeit bei der Lektüre dieser Bücher aufgefallen (ohne dass ich dabei psychologisch 10cm unter die Grasnabe gehen mußte).

Viele Grüße von lutz mit Joker
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.
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Re: Cesar Millan

Beitragvon Anneliese » Do 27. Mai 2010, 15:02

Hallo zusammen - Hallo Lutz,

Ich wollte eigentlich schon lange einmal antworten, aber ich weis nicht so recht wo ich anfangen soll, da Du das Buch nicht gelesen hast.
Cesar Millan vertritt die Ansicht, dass für die Hundeerziehung folgendes unbedingt – und in genau dieser Reihenfolge notwendig ist.
1. Bewegung – um ausgelastet zu sein und überschüssige Energie abbauen zu können - auch viele Jugendliche haben davon viel zu wenig,
2. Konsequenz – um Kalkulierbar zu sein - kommt bei der häuslichen Erziehung auch oft/meistens/immer zu kurz,
3. Liebe – das ist wohl das kleinste Problem, jeder gesunde Mensch liebt seine Kinder und Tiere, sonst hätte er sie nicht angeschafft (hoffe es gibt nur relativ wenige Ausnahmen).

Ich habe mich jetzt doch mal aufgerafft, da ein AT sein Zuhause wechseln muss, da er seinem Frauchen gegenüber zu dominant wurde, beißt.
Wie viele Kids tanzen ihren Eltern/Lehrern auf der Nase herum?

Fasziniert hat mich wie gesagt, dass dieser Mann ganz explizit ausspricht, was sonst höchstens mit liebevoller Konsequenz angedeutet/umschrieben wird – dabei bleibt aber der Energieabbau unberücksichtigt - und wie viele Hundehalter kennen wir alle die allabendlich, die immer gleichen, langweiligen – und für viele Rassen, zu kurzen Gassirunden drehen – armes Hundchen.
Wie viel Zeit bleibt für die Kids? Allein wenn ich mal so in die Häuser schaue – oben bei den Kids läuft PC/TV – unten in der Stube läuft TV – die Schulen können nicht alles richten – oder?

Ich hör mal auf – erst mal schauen ob diese Kombination interessiert.

Liebe Grüße :ykaffee
Anneliese mit Bente
Anneliese
 

Re: Cesar Millan

Beitragvon vanja » Do 27. Mai 2010, 16:24

Hallo Anneliese,

damit hat er den Kern getroffen.

1. Bewegung – um ausgelastet zu sein und überschüssige Energie abbauen zu können - auch viele Jugendliche haben davon viel zu wenig,
2. Konsequenz – um Kalkulierbar zu sein - kommt bei der häuslichen Erziehung auch oft/meistens/immer zu kurz,
3. Liebe – das ist wohl das kleinste Problem, jeder gesunde Mensch liebt seine Kinder und Tiere, sonst hätte er sie nicht angeschafft (hoffe es gibt nur relativ wenige Ausnahmen).


Als ich mit Una zur ZahnOP war, bin ich zwischen dem Wohnort des TAs und meinem Wohnort hin und her gefahren.
Die Whippets waren fit und munter, nur Una war müde und voller Narkose - langsam abbauend.

14 Tage später, als Ulyx zur Zahnsanierung bestellt war, bin ich vor Ort geblieben. Ich mußte 2 Stunden mit den Hunden überbrücken. Wir sind an der Leine gelaufen, durch fremde Straßen, fremde Gerüche lockten und es war nasentechnisch alles sehr anstrengend. Dann noch anschließend der Gang zum Markt um noch ein wenig Obst zu kaufen - Frauchen hatte mittlerweilen Hunger und dann ging es wieder zum Auto. Die Hunde lagen zufrieden im rückwärtigen Abteil, Frauchen hielt ein Verdauungsnickerchen (völlig unabsichtlich) und Ulyx wurde in der Arztpraxis so allmählich zur Heimfahrt wieder wach.

Als wir dann wieder zu Hause ankamen, waren die beiden "gesunden" Hunde müde, der Ulyx sowieso und Herrchen hatte den Verdacht, daß ich wer weiß was mit den Hunden angestellt hätte.

Sie waren einfach nur geschafft, wohlig müde und die Anstrengung ausschlafend.

Ich bin der Meinung, daß wir schon bei den normalen Spaziergängen viel zu wenig Bewegung anbieten. Allerdings bin ich auch der Meinung, daß man einen Hund gut trainieren kann, wenn man die Spaziergänge immer weiter und weiter macht. Was dann allerdings dazu führt, daß Herrchen und Frauchen zum Ende des Spazierganges kaputt sind und Hund schon wieder loslaufen könnte.
Man muß also ein gesundes "Arbeiten" mit dem Hund finden, damit er ausgelastet ist. Ihm interessante neue Ecken anbieten, wo er neue Eindrücke aufnehmen kann und die ihn in Anspruch nehmen.
Dann ist Hund auch müde. Immer wieder kann ich das gut auf Hundeveranstaltungen beobachten. Hunde, die nicht gelaufen oder ausgestellt waren, sind trotzdem müde. Solche Veranstaltungen sind ermüdend, da fordernd.

Um auf die Konsequenz zu kommen, findet die häusliche Routine leider - zu meinem Mißfallen - leider viel zu häufig statt.

Pünktlich den Napf vorstellen, pünktlich eine Pipirunde drehen, pünktlich dies oder das oder jenes - das wiederstrebt mir zutiefst, läßt sich aber leider nicht immer vermeiden.
Leider schleifen sich immer wieder solche Sachen ein. Darunter auch, daß, wenn Herrchen zu Hause ist, das nerven und nölen anzustellen, welches ausgestellt ist, wenn nur Frauchen zu Hause ist.

Das sind mal meine Erlebnisse, Gedanken und Erfahrungen dazu.
Liebe Grüße Ilona und die Whippets
mit Alco, Kasi, Krabbe, Grille und Una im Herzen
________
Im Alter haben Erinnerungen denselben Stellenwert, wie in der Jugend die Träume.
Erna Behrens-Giegl
http://whippetweb.blogspot.com
vanja
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Re: Cesar Millan

Beitragvon Rover » Sa 29. Mai 2010, 09:59

Hallo,

es ist definitiv ganz wichtig, den Hund auszulasten.
Wenn Rover nicht die gewohnte Bewegung bekommt, stellt er nur Blödsinn an. Selbst dann, wenn er selber nicht lange raus wollte (zum Beispiel, wenn es in Strömen regnet).
Ich frage mich immer, wie es den armen Hunden ergehen mag, die blos früh, mittag, abend je mal 10 Minuten um die vier Ecken dürfen...

Aber, die Tendenz ist ja selbst bei etlichen Menschen so: 50 Schritte ins Auto, 50 zurück, und die notwendige Auslastung wird durch Essen und Fernsehen verschafft :dog_blush .
Wahrscheinlich gewöhnt man sich an alles, wenn man nur lange genug übt :dog_wink .

Viele Grüße, Kerstin

PS:
Leider schleifen sich immer wieder solche Sachen ein. Darunter auch, daß, wenn Herrchen zu Hause ist, das nerven und nölen anzustellen, welches ausgestellt ist, wenn nur Frauchen zu Hause ist.

Das ist ja ulkig! Diese Beobachtung ist ja voll aus dem Leben gegriffen - hatten wir grade gestern - aber nicht mit Rover, sondern mit unserem Enkel! Absolut lieb und kooperativ, aber nur so lange, wie er mit Opa und Oma alleine war. Dann kamen Papa und Mama... über den Rest des Abends schweigen wir lieber...
Rover
 

Re: Cesar Millan

Beitragvon Freddy » Sa 29. Mai 2010, 20:13

Hallo zusammen,

ich will das da Buch ("Tips vom Hundeflüsterer") nicht verreißen. Nein ich finde es auch wirklich nicht schlecht, aber...


vanja hat geschrieben:damit hat er den Kern getroffen.

1. Bewegung – um ausgelastet zu sein und überschüssige Energie abbauen zu können - auch viele Jugendliche haben davon viel zu wenig,
2. Konsequenz – um Kalkulierbar zu sein - kommt bei der häuslichen Erziehung auch oft/meistens/immer zu kurz,
3. Liebe – das ist wohl das kleinste Problem, jeder gesunde Mensch liebt seine Kinder und Tiere, sonst hätte er sie nicht angeschafft (hoffe es gibt nur relativ wenige Ausnahmen).


ja, er hat damit sicher den Kern getroffen!
Für den, der es nicht sowieso schon wusste (oder wieder vergessen hat) und den "American way of life" ala Dale Carnegie mag, ein durchaus empfehlenswertes Buch ....

Aaaaber...konnte der Hundeflüsterer, das was er uns zu sagen hatte, nicht auch auf 50 oder bestenfalls 100 statt ca. 350 Seiten sagen...und so viele, viele Geschichten aus seinem Leben und Hollywood...
Mir kommt das Buch, das ich durchaus amüsant zu lesen fand, ein bischen vor, wie für die typisch amerikanische Seifenoperdumpfbacke geschrieben. Und für die braucht man vermutlich soviele Seiten...Echte Erziehungshilfen, außer den drei oben genannten Grundsätzen, die mir schon irgendwie bekannt waren ;), konnte ich für mich leider kaum finden....


LG
Freddy

PS: Um Himmelswillen, was habe ich da geschrieben...Bild...nicht das sich jemand von "typisch amerikanische Seifenoperdumpfbacke" angesprochen fühlt, ich habe das Buch ja selber auch gekauft und gelesen...
Freddy
 

Re: Cesar Millan

Beitragvon Anneliese » Sa 29. Mai 2010, 21:05

Moin,
es liegt ja schon etwas länger zurück, dass über dieser Buch diskutiert wurde.
Ich habe hier noch einmal nachgebrüht, wegen der eventuellen Gemeinsamkeiten in der Hunde- und Kindererziehung und der unpopulären Thesen die C. Millan aufstellt.
Ich fände es ganz spannend einmal dabei zu bleiben und zu überlegen wie viel Wahrheit darin stecken könnte.

Dass das Buch zum Teil unerträglich zu lesen ist, der Autor sich gerne selbst beweihräuchert und seine Themen zieht wie ein Gummiband – sei einmal hintenangestellt,

Liebe Grüße :ykaffee
Anneliese mit Bente
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