Auslandstierschutz (abgetrennt von SOS..)

allgemeine Themen rund um die Hundehaltung, Recht und Versicherungen

Auslandstierschutz (abgetrennt von SOS..)

Beitragvon Gerlinde & Gundi » Do 19. Feb 2015, 16:23

Auch wenn ich jetzt die Kritik und den Unmut so mancher auf mich ziehe.

Wisst ihr, was ich nicht verstehe?
Warum einen Hund in einem Transporter (mit Sicherheit gemeinsam mit mehreren anderen Hunden) quer durch Europa karren und ihn dabei zu traumatisieren, wenn er mit Sicherheit auch in Rumänien ein schönes Zuhause finden kann. Nicht alle Rumänen sind verantwortungslose Hundehalter. Es gibt dort mit Sicherheit genauso viele verantwortungsvolle Hundehalter wie hier in Deutschland.

Alleine die nicht nachweisbare Behauptung, dass der Hund ausgesetzt wurde, ist für mich schon ein Versuch, die deutschen Hundeliebhaber gezielt zu manipulieren. Schön langsam hasse ich die Aussage, dass der Hund ausgesetzt wurde. Vielleicht ist er entlaufen und irgendwo weint sich jemand die Seele aus dem Leib, weil er seinen Hund seit Wochen oder Monaten sucht? Es wäre von diesem Tierheim wesentlich sinnvoller, den Hund in den sozialen Netzwerken in Rumänien zu teilen um eventuell die ehemaligen Besitzer zu finden und nicht in Deutschland zur Vermittlung anzubieten.
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Re: SOS!!! Gustav aus Rumänien, ganz schlimm...

Beitragvon Anja1402 » Do 19. Feb 2015, 17:47

Liebe Gerlinde,

mit der Meinung stehst du mit Sicherheit NICHT alleine da; das Thema Auslandstierschutz und "Hunde aus Tötungsstationen retten" wurde - unter anderem - hier schon ausgiebig diskutiert.


Ich habe erst letztens wieder einige sehr interessante Artikel zum Thema Auslandstierschutz gelesen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

https://friedanaali.wordpress.com/2015/ ... den-preis/

https://www.facebook.com/DOGnews.dieSei ... 04572926:0

diese DOGnews haben etliche kritische Artikel zu dem Thema, einiges wiederholt sich, aber manche Sachen muss man scheinbar gebetsmühlenartig wiederholen, bis es alle kapieren...
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!
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Re: SOS!!! Gustav aus Rumänien, ganz schlimm...

Beitragvon Uschi » Fr 20. Feb 2015, 13:37

Hallo Gerlinde,

Gerlinde & Gundi hat geschrieben:Auch wenn ich jetzt die Kritik und den Unmut so mancher auf mich ziehe.

nein, tust Du nicht. Im Gegenteil, es hat meine volle Zustimmung.

Aber ich weiß, dass es "modern" ist, einen Hund aus der angeblichen "Tötung" zu retten und ihn nach D zu karren, wo angeblich der Himmel auf Erden auf diese Hunde wartet.

Man streichelt ja so auch sein eigenes Gutmenschentum.



LG
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Re: SOS!!! Gustav aus Rumänien, ganz schlimm...

Beitragvon Susan » Sa 21. Feb 2015, 02:26

Wie gut, dass ich es aus "meinem" Verein besser weiß!

http://www.projekt-pusztahunde.de/image ... r-hund.pdf

Das hier ist meine Hündin, man hatte sie weggeworfen. Als man sie fand, lebte sie noch. Sie hätte in Ungarn kaum eine Chance auf Vermittlung gehabt.
P1030817.JPG
Rita in Ungarn 2011
P1030817.JPG (65.7 KiB) 5636-mal betrachtet


Ich habe sie jetzt seit ziemlich genau drei Jahren und sie ist ein fantastischer Hund! Ich finde es schade, wenn sich hier Leute zum Thema äußern, die nicht wirklich wissen, was teilweise in diesen anderen Ländern abgeht. Das hat in den wenigsten Fällen mit Gutmenschentum zu tun und ist ein Schlag ins Gesicht derer, denen es um die Hunde geht, die ihre Freizeit opfern und Geld und Energie darauf verwenden, etwas mehr als unwissendes Nachgeplapper zu fabrizieren. Diese Oberflächlichkeit und Kaltherzigkeit erschreckt mich zutiefst.

LG Susan :brav

PS.: So lebt sie heute!

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Rita hier
08.08.2014-010webk.jpg (72 KiB) 5636-mal betrachtet

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Was man im Herzen trägt, kann man durch den Tod nicht verlieren. Meine geliebten Hunde!
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Re: SOS!!! Gustav aus Rumänien, ganz schlimm...

Beitragvon sabem » Sa 21. Feb 2015, 15:57

Das Foto von Susans Hündin im Straßengraben macht einfach sprachlos, zutiefst traurig, wütend.
Ich kann mich zu dem Thema auch nicht sachkundig äußern, da viel zu wenig und auch nur durch Angelesenes informiert.
Aber auch wenn es unter den Vermittlungsvereinen sicher eine Menge schwarzer Schafe gibt, finde ich, dass hier sehr pauschal einfach alles in Grund und Boden verdammt wird, was irgendwie Auslandstierschutz betrifft. Ich sehe die zahlreichen völlig integrierten Hunde aus dem Auslandstierschutz auf unseren Hundewiesen - sie haben alle ihre teilweise sehr miesen Einfang-, Transport-, Quarantäne- und sonstigen "Rettungs"-Prozeduren hinter sich, die sie mit Sicherheit nicht als "Rettung" empfunden haben.
Sie sind an hier an Menschen geraten, die sie haben wollten, die sich mit ihnen Mühe geben, die sie satt und gesund werden und ihre Traumata zumindest verblassen lassen können. Und wenn das mit Hilfe von Tierärzten und Trainern klappt, warum bitteschön dürfen die dann mit ihrer Arbeit daran nichts verdienen?
Ich kann das nicht immer gleich verurteilen und schon gar nicht mit dem vielstrapazierten "Gutmenschentum" abtun, wenn sich jemand - wohlgemerkt jemand, der weiß, was auf ihn zukommt - (be)kümmert.
Sabine mit Emma *3.2.2012
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Re: Auslandstierschutz (abgetrennt von SOS..)

Beitragvon Anja1402 » Mo 23. Feb 2015, 13:31

Wieso ist man gleich kaltherzig und oberflächlich, wenn man berechtigte Kritik an der Vorgehensweise einiger (nicht aller) Organisationen und der Einstellung mancher Hundehalter, die solche Hunde aufnehmen, äußert? Ganz ehrlich, ich würde an der Stelle der ausländischen Tierschützer wahrscheinlich genauso handeln wollen - möglichst viele Hunde vor dem sicheren Tod retten, das will wohl jeder. Aber es kann einfach nicht die Lösung sein, alle Hunde wahllos nach Deutschland zu importieren! Der Tierschutz in den jeweiligen Ländern muss erheblich verbessert werden. Mit gezielten Kastrations-/Sterilisationsaktionen würde verhindert werden, dass sich die Tiere immer weiter vermehren, und wenn es irgendwann keine Riesenrudel mehr sind, sondern nur vereinzelte Hunde oder kleine Gruppen, würde vielleicht sogar die Akzeptanz in der Bevölkerung steigen, und die Hunde würden nicht mehr gejagt werden. Aber so, wie es im Moment ist, kommen für jeden geretteten Hund 5 neue (oder noch mehr) nach, und die Hundefänger haben längst erkannt, dass sie bei den Tierschutzorganisationen mehr Geld verdienen können als bei den Tötungsstationen. Davon abgesehen hat die Vermittlung für mich einen faden Nachgeschmack nach "Kataloghund" - man sucht sich einen hübschen Mischling auf einer Internetseite aus, klickt ihn an und ein paar Wochen später wird er bequem vor die Haustür geliefert oder man holt ihn an einem Treffpunkt ab. Man hat den Hund noch nie vorher gesehen, kennt ihn nur von Bildern und muss sich auf die Beschreibung der Organisation verlassen, die vielleicht das eine oder andere Manko unterschlägt. Daraus kann man den Leuten nicht mal einen Vorwurf machen, sie wollen ja möglichst viele Hunde retten und hoffen, dass der Hund sich in seinem neuen Zuhause schon benehmen bzw. keine Krankheitszeichen äußern wird. Und manche Macken sind im Tierheim auch gar nicht erkennbar, sondern manifestieren sich erst, wenn der Hund seinen Sofaplatz in Deutschland eingenommen hat. Wenn ich einen Hund aus dem Ausland retten will, sollte er mir zumindest wert sein, dass ich selbst dorthin fahre, den Hund vor Ort kennenlerne, mich mit ihm anfreunde und ihn, wenn alles gut läuft, selbst mit nach Hause nehme, am besten im Auto (nicht Flugzeug). Stattdessen lese ich immer wieder von Hunden, die bei ihrer Ankunft, beim Aus-der-Flugbox-lassen (wie Kisses) oder beim Ins-Auto-verladen, nicht richtig gesichert wurden und sofort getürmt sind, die tage-, woche-, monatelang umherirren und letzten Endes überfahren oder von der Polzei angeschossen werden (wie Bruce). Wenn der Hund sicher ankommt, landet er - nicht immer, aber immer öfter - bei Leuten, die noch nie einen Hund hatten, die sich nicht ausreichend darüber informiert haben, was es bedeutet, einen Straßenhund aufzunehmen, die vielleicht mit dem Hund nicht klarkommen und ihn nach ein paar Wochen oder Monaten zurück zur Pflegestelle oder ins nächste Tierheim geben. Natürlich sind nicht alle so, aber einige, und etlichen von diesen Leuten begegne ich jeden Tag im Park oder Stadtwald. Die Hunde sind lieb, verträglich und so weiter, keine Frage, aber viele von ihnen machen ihr eigenes Ding, gehen stiften, sobald sie eine Maus erblicken und müssen die ganze Zeit an der Leine bleiben. Was mir außerdem Angst macht, ist, dass durch diese eingeführten Hunde wieder Hundekrankheiten auf dem Vormarsch sind, die in Deutschland eigentlich ausgerottet waren, und geimpft sind die Hunde auch nicht alle, auch wenn die Organisationen das gerne behaupten. Dazu kommen zahlreiche neue Krankheiten, die es hier sonst gar nicht gab, wie diese ganzen Mittelmeerkrankheiten. Dise Erkrankungen zeigen sich oft erst nach langer Zeit, werden von den hiesigen TÄ nicht erkannt und falsch oder gar nicht behandelt, der kranke Hund aus dem Ausland leidet und steckt Artgenossen an. Und es macht mich traurig, dass in deutschen Tierheimen vor allem ältere Hunde jahrelang hinter Gittern sitzen und versauern, weil sich keiner für sie interessiert, weil die Leute lieber einen Hund aus dem Ausland holen.
Sicher gibt es etliche Organisationen, die sich alle Mühe geben, aber es gibt auch einige, bei denen Nachholbedarf besteht, was Aufklärung und Informationen angeht. Von den schwarzen Schafen, die Hunde aus Massenproduktionen als "Straßenhunde aus der Tötung" verkaufen, will ich gar nicht erst anfangen.
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!
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Re: Auslandstierschutz (abgetrennt von SOS..)

Beitragvon lutz » Mo 23. Feb 2015, 14:45

Hallo AT-Freunde,

die ganze Sache mit den Auslandshunden aus dem Tierschutz ist wirklich eine sehr, sehr zweischneidige Sache.
Zum einen ist es so dass unsere eigenen Tierheime z.T. übervoll sind und unsere älteren oder in Not geratenen Hunde dort keine Chance auf Vermittlung haben wenn sie nicht jung und schön sind und zum anderen können wir nicht alle Tiere aus den katholischen oder muslimischen Ländern aufnehmen die dort wie der letzte Dreck behandelt werden.
Das ist nun einmal leider Tatsache genau so wenig wie wir hier alle Kriegsflüchtlinge aus Afrika oder Wirtschaftsflüchtlinge aus den Balkanstaaten aufnehmen können.
Und bei den Menschen sind genau so wie bei den Tieren auch wie überall wo Geld auf die Mitleidstour zu machen ist gewissenlose Geschäftemacher am Werk die mit der Not ganz genau wissen wie man herzerweichend auf die Tränendrüsen drückt und sich ins Fäustchen lachen wie gut so etwas klappt.
Man muss aber auch bei allem Mitleid den Tatsachen ins Auge sehen dass solche Geschäftemacherei nur klappt wenn wenn man für diese "Handelsobjekte" von Mensch und Tier auch Ziele und Abnehmer finden. Nur den menschlichen Flüchtlingen wird erst einmal selbst das Geld abgenommen (und wir zahlen erst später die Unterbringung und den Lebensunterhalt) und da die tierischen (und nur zu oft unfreiwilligen vorher in funktionierenden Straßenhunderudeln lebende) Flüchtlinge ja keine Moneten haben wird erst der sich für einen besonderen Gutmenschen haltende, tierliebende Empfänger zur Kasse gebeten.
Die Menschen würden nicht zu Tausenden im Mittelmeer ertrinken und die Hunde nicht schon auf dem Transport teilweise verrecken wenn unser "gutes Herz" nicht so dämlich wäre diesen menschenverachtenden oder tierquälerischen Aktionen Vorschub zu leisten.
Wir können nicht das Sozialamt der Welt sein genau so wenig wie das Tierheim Europas. Also bleibt uns eigentlich nichts anderes übrig als so gut wir es können diese Ursachen an der Wurzel zu bekämpfen und kein Ziel für Flüchtlinge beider Arten mehr darzustellen sondern so gut wir es nur können da mitzuhelfen dass die Leute in ihren eigenen Ländern die Ursachen für menschliche und tierische Fluchten bekämpfen. Alles andere verschlimmert nur die dortigen Missstände.

Hunde werden dort sogar schon speziell nachgezüchtet um hier als Notfälle aus Tötungsstationen verkauft zu werden. Ein Bombengeschäft bei entsprechender Massenproduktion verbunden mit der plötzlichen Ausbreitung von den seltensten hier bisher kaum bekannten Mittelmeerkrankheiten bei unseren einheimischen Hunden weil die ausländischen Tierschutzhunde nicht nur in diese Hinsicht wahre Wundertüten mit einem guten Geschäft für die Tierärzte sind sondern auch für sogenannte Hundetrainer mit in der Pubertät plötzlich auftretenden genetisch bedingten Verhaltensstörungen bei diesen Tieren.

Ich weiß genau wovon ich rede nachdem eine hier ansässige griechische Tierärztin seit Jahren unsere Gegend mit "Tierschutzhunden" aus ihrer Heimat geradezu überschwemmt hat. Ein tolles Zusatzgeschäft mit dann nur zu oft hilflosen und im Stich gelassenen Besitzern dieser Hunde, von denen ich mehrere persönlich kenne.

Ich bin ganz sicher nicht herzlos wenn ich so etwas verurteile.
Auch hier sollte man einfach genauer hinsehen und ich bin der Meinung das hier jeder der solch einen Hund aus dem Ausland nicht abnimmt mehr für den Tierschutz tut als jemand der so einen Hund kauft und damit hilft hier den Anreiz zu schaffen neues Leid gewinnträchtig nachzuproduzieren.

Auch wenn es hart ist und sicher so manchem in der Seele wehtut unterstützt nicht diese Geschäftemacherei, diese Leute arbeiten mit allen nur denkbaren Tricks um Mitleid hervorzurufen und lachen Euch noch dabei aus wie blöd ihr doch seid.

Viele Grüße von lutz mit Greta

P.S. Bei Susans Hündin im ausbetoniertem Kanal fällt mir z.B. auf wie sauber uns blütenweiß doch die Tapes zu sein scheinen mit denen dem Hund die Schnauze zugebunden und die Beine gefesselt wurden. So scheint die Hündin für mich dort sicher nur erst kurz zu liegen und mich verwundert es schon dass die Tierschützer nicht sofort und als erstes in den Graben gesprungen sind um die Hündin umgehend als erste Hilfe von der Beinfesselung und vor allem von der offensichtlich zugebundenen oder zugeklebten Schnauze zu befreien damit diese wieder frei atmen kann. Komisch, anstatt dessen wird erst einmal ein wirlich Mitleidserregendes aber auch sehr werbewirksames Foto gemacht.
Erste Nothilfe stelle ich mir eigentlich anders vor.
Die Beziehung zwischen einem Mann und seinem Hund ist heilig,
was die Natur vereint hat, soll keine Frau trennen.
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Re: Auslandstierschutz (abgetrennt von SOS..)

Beitragvon Hundemutti » Di 24. Feb 2015, 11:50

Hallo zusammen,

lutz hat geschrieben:die ganze Sache mit den Auslandshunden aus dem Tierschutz ist wirklich eine sehr, sehr zweischneidige Sache.


Tierschutz ist generell eine zweischneidige Sache! Sobald es gilt, Geld verdienen zu können, haben zwielichtige Gestalten ihre Finger im Spiel!

Ich habe mich immer dagegen geäußert, Hunde aus dem Ausland zu holen, weil unsere Tierheime bereits mit "einheimischen Hunden" überquellen! Ich bin der Meinung, wir sollten erstmal vor unserer eigenen Haustür kehren, bevor wir den Zeigefinger erheben! Wichtig wäre Hilfe zur Selbsthilfe und nicht die Hunde lastwagenweise zu uns zu karren. Natürlich geht es den Hunden in unseren Tierheimen besser, als in den Herkunftsländern. Die Bedingungen in diesen Ländern sind wirklich schlimm, unter denen die Tiere meist leben bzw. hinvegitieren müssen. Nun habe ich selbst seit fast 2 Jahren einen Hund durch Zufall aus dem Ausland, wie ich Euch mal geschrieben habe! Also dürfte ich mich gar nicht äußern!

Ich kann nur soviel sagen, dass mein "Bedarf an Tierschutzhund erstmal gedeckt ist". Einen Hund aus dem Tierschutz zu übernehemen ist wie ein Überraschungsei, wobei die Überraschungen postiv als auch negativ ausfallen können! Janka ist ein sehr liebenswerter Hund und wir wollen sie nicht mehr missen, aber auch krank. Gleich zu Anfangs hatte sie eitrigen Ausfluss und wir mussten direkt in die TIerklinik. Ein Nähfaden war nicht ordnungsgemäß bei der Kastration im Ausland entfernt worden. Bei einer rundum Untersuchung stelle sich dann eine PL 3. Grades heraus. Durch viel Bewegung konnten wir bisher eine OP umgehen. Seit Dezember leidet sie an einem Klaukom auf beiden Augen, daher sind Kontrollen in 4 wo. Abständen in der Tierklinik erforderlich. Jedenfalls muss man sich bewusst sein, mit evtl. kostspieligen Behandlungen rechnen zu müssen. Wie schon geschrieben wurde, werden die Hunde nicht so gecheckt, wie wir es erwarten. Auch fehlen dazu die finanziellen Mittel, entsprechende Checks durchzuführen. Außerdem hätten kranke Hunde eine geringere Chance, vermittelt zu werden...

Sicher, wenn man sich ein Tier anschafft, muss man immer damit rechnen, dass es krank werden kann und das evtl. hohe Kosten auf einen zukommen können. Aber wir hätten nicht so früh damit gerechnet, denn Janka ist erst ca. 5 - 6 Jahre alt.
Liebe Grüße
R & R ...Romana & Rudel

Um Feinde zu bekommen ist es nicht nötig den Krieg zu erklären, es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt! Martin Luther King
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Re: Auslandstierschutz (abgetrennt von SOS..)

Beitragvon Lisa1607 » Di 24. Feb 2015, 18:41

Ob ich einen Hund aus dem Ausland aufnehmen würde, würde bei mir von verschiedenen Faktoren abhängen :

- Wie alt ist der Hund ?
- Wurde er gut durchgecheckt auf alle möglichen (Mittelmeer-)Krankheiten und wie ist sein Gesundheitszustand ?
- Hat er auf der Straße gelebt, und wenn ja - wie lange ?
- Hatte er bereits ein Zuhause ?
- Ist die Orga wirklich das Wahre ?
- Passt der Hund laut Beschreibung ?
- Ist die Möglichkeit gegeben den Hund erstmal vorübergehend aufzunehmen ?
- Wenn bereits Hunde da sind, welche Eigenschaften sollte er ggf haben und würden meine Hund damit zurecht kommen ?
- Aus welchem Land kommt er und wie wird er nach Deutschland gebracht ?
- Sollten bereits vorhandene Hunde nicht mit plötzlichem Zuwachs klar kommen, besteht die Möglichkeit ihn vorher ( durch Pflegestelle in Deutschland ) kennen zu lernen ?
- ggf ( je nach dem was man sich zutrauen würde ), lebt er bereits in Deutschland auf einer Pflegestelle so dass man mehr über ihn sagen kann ?

Grundsätzlich spricht für mich nichts gegen einen Hund aus dem Ausland, sofern er nicht auf der Straße ausgewachsen ist, die Freiheit zu sehr kennt, durchgecheckt ist, ich in den Tierheimen hierzulande nicht fündig wurde und die Orga in Ordnung ist.
Ich wollte vor nen paar Monaten mal nen Kniehohen Mix aus Polen in Pflege nehmen. Allerdings haben wir das ganze abgebrochen weil uns die Orga nicht ganz "koscher" vorkam. Der Vertrag lies sich seltsam, und im Internet liest man viel negatives ( vor Allem über den Transport, da werden zu viele Hunde mittels LKW rübergekarrt, statt wie ich es besser finden würde per Flugzeug in einer Box rüber zu kommen ).

Generell würde ich aber lieber zuerst ins Tierheim gucken ob man da nen passenden Wuff findet. Allerdings, wenn man weis wie die teilweise mit den Leuten umgehen und welch paradoxe Vermittlungsbedingungen die haben, wundert es einen auch nicht wenn sich viele lieber einen aus dem Ausland herfliegen lassen. Auch wenn die meisten sich damit aufbrüsten dass sie einen Hund gerettet haben und was er doch für ein schlimmes Leben hatte ( ja, es ist schlimm, aber mit der Zeit nervt es total, wie oft musste ich mir das wärend des TA-Praktikums doch anhören "... und wenn ich könnte, würde ich alle dort retten und hier her holen...", Verstand, wo bleibst du ? :dog_blink )...
Wenn ich erlich bin, hab ich von den Geschichten die ich mit dem Tierschutz bereits erlebt hab erstmal die Schnauze voll davon...
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Re: Auslandstierschutz (abgetrennt von SOS..)

Beitragvon Susa » Mi 25. Feb 2015, 01:15

...mit Indy im Herzen
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