Hundemessie

allgemeine Themen rund um die Hundehaltung, Recht und Versicherungen

Moderator: AF - Mods

Re: Hundemessie

Beitragvon Gundis » Do 21. Dez 2017, 09:40

Hallo Bavaria,

Du hast natürlich recht. Mit dem unmittelbaren Nachbarn möchte man nicht unbedingt im Streit liegen. Deshalb haben wir auch 3 1/2 Jahre unsere Klappe gehalten und das eben geduldet. Die Anzeigen in den vergangenen Jahren kamen immer von anderen Nachbarn, die Angst um ihre Kinder hatten, wenn die Weimaraner mal wieder alleine den Spielplatz unsicher gemacht oder einen Rentner vom Fahrrad geholt haben.
Für uns war es auch kein besonderes Vergnügen, bei der Gartenarbeit in 20cm Entfernung durch den Zaun angeknurrt zu werden oder Dauergebelle zu ertragen . Wenn sich das Veterinäramt bei ihm angekündigt hat, wurden immer die meisten Hunde kurzerhand ausquartiert und Ordnung geschaffen. Wir haben es halt ertragen und immer mit unserem schlechten Gewissen den Tieren gegenüber gerungen. Wie schlimmm es wirklich ist, haben wir bis dahin nicht gewusst.

Aber das ist ja nicht alles. Eine Ponystute hat sich auf der Koppel in einer umgekippten Futterkrippe verkeilt und konnte sich nicht befreien Da ihn das nach Anruf nicht interessiert hat, habe ich mit einem anderen Nachbarn die Stute mit der Flex rausgeschnitten. Ein Schaf hat sich im Weidezaun stranguliert. Die Hunde haben alle seine Hühner geschlachtet. Aber nicht nur das. Bei einem Ihrer Ausbrüche haben sie gleich noch Schlachtefest im Hühnerstall eines anderen Nachbarn veranstaltet.
Laxer Kommentar: "Deine Hühner müssen ja nicht meine Hunde provozieren."

Nach dem er in Untersuchungshaft gekommen ist, haben wir das ganze Ausmaß gesehen, denn bis dahin war der größte Teil des Grundstücks blickdicht.
17 ausgewachsene Hunde, immer 1 bis 2 Würfe mit Jungen. Tote Hunde wurden einfach auf einem Misthaufen entsorgt und sind verwest, bzw. Füchse u.a. haben sie angeknabbert. Die Schweine standen knietief im Mist.
Die Lebensgefährtin hat bis auf ihren eigenen Hund alle Tiere vermittelt.
Und jetzt geht es wieder von vorn los. Sollen wir wegsehen?

Viele Grüße
Gundis
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Re: Hundemessie

Beitragvon Bettina » Do 21. Dez 2017, 10:28

Hallo Gundis,

ich verstehe Deine Wut und Ärger, nur bin ich mehr als befremdet über das Verhalten und Vorgehen des Vet-Amtes.

Gundis hat geschrieben:Wenn sich das Veterinäramt bei ihm angekündigt hat, wurden immer die meisten Hunde kurzerhand ausquartiert und Ordnung geschaffen.


warum kommt das Vet-Amt nicht zu Euch und schaut und hört sich Ganze von Euch aus an?

Gundis hat geschrieben:Eine Ponystute hat sich auf der Koppel in einer umgekippten Futterkrippe verkeilt und konnte sich nicht befreien


auch hier - warum schreitet das Vet-Amt bzw. die Polizei da nicht zügig ein?
Schreibst Du nicht an anderer Stelle, daß erst etwas passieren muß? Es IST doch etwas passiert - nämlich Schmerz und Unglück an den Tieren.

Wenn ich das alles so recht verstehe, wäre das für mich bereits ein Fall von Anzeige des Vet-Amtes, hier entsprechend den Tieren hilfreich zur Seite zu stehen.

So was kann es doch in unserem Rechtstaat nicht geben - auch wenn Tiere zigmal als Sache betrachtet werden.

Ich wünsche Euch die Kraft, da eine haltbare Ordnung schaffen zu können, ohne daß Ihr Euch um Euer Wohl sorgen müsst.

Liebe Grüße
Bettina
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Re: Hundemessie

Beitragvon ataura » Do 21. Dez 2017, 11:48

Hi, um es mal klar zu stellen;

Erst haben ich und andere Nachbarn es mit einer Tierärztin probiert auf den Hundehalter einzuwirken, dann mit dem Tierschutzverein, dann mit dem Veterinäramt, ohne Erfolg.
Es hat auch Niemand das Grundstück betreten, was aufgebrochen oder sonstwas. In den beiden Fällen war es einfach so, dass die Hunde öfters ausgebüchst sind und auch vor meinem Zaun waren oder ich habe sie beim Gassigehen mit meinen Hunden gesehen, sie sind mitgegangen. Irgendwann waren sie dann einfach weg und es geht Ihnen gut.
Also kein Fall von schwerer Kriminalität.
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Re: Hundemessie

Beitragvon Bettina » Do 21. Dez 2017, 12:55

Sorry, ataura, es muß doch mit rechtsstaatlichen Mitteln möglich sein, diesem Messiehaltertum Einhalt zu gebieten. Auch hier: WAS haben denn TÄs, Vet-Amt und Tierschutz GEMACHT?

So wie Du vorgegangen bist, bedeutet es doch im Umkehrschluß, daß es möglich sein kann, wenn irgendeinem Nachbarn irgendwas an meinem Hund nicht passt, er ihn von seinem Spaziergang "abholt" und er eben plötzlich einfach nicht mehr da ist. Das ist aber nunmal Diebstahl und somit kriminell!

Desweiteren verstehe ich nicht, wo Du mit dem Hund abgeblieben bist - den kannst Du doch nicht in Nullkommanix weiter vermittelt haben, ohne das längerfristig "vorbereitet" zu haben?

Seeehr merkwürdig, das Ganze!
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Re: Hundemessie

Beitragvon Bavaria » Do 21. Dez 2017, 13:09

Bettina hat geschrieben:Hallo Bine,

eine kleine Anmerkung zu Deinem letzten Beitrag: es hat nur EINE (nämlich ataura) davon gesprochen, so vorzugehen, es sind nicht mehrere, somit ist Deine an eine Mehrzahl von Menschen gerichtete Kritik so nicht richtig.


Stimmt, Bettina...
sorry! ich hab`s nur heute morgen schnell gelesen. Du hast natürlich Recht!
LG Bine
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Re: Hundemessie

Beitragvon Lena » Do 21. Dez 2017, 13:19

Hallo Gundis,
das sind ja wirklich schreckliche Zustände und ich kann es gut nachvollziehen, daß dir nicht Wohl ist mit diesem Nachbarn.
Ich kann dir nur raten, dich beim Vet- und Ordnungsamt zu beschweren, und zwar schriftlich!
Einer schriftlichen Anzeige müssen sie nachgehen. Nach der schriftlichen Anzeige würde ich beide Ämter wöchentlich anrufen und die nerven. Solange bis etwas geschehen ist.

Vor über zehn Jahren hatte wir Hundehalter in unserem Auslaufgebiet ziemich Ärger mit einem Rottweilerhalter. Der Typ kam aus dem Rotlichtmilieu. Nachdem der mich und meinen damaligen Hund paarmal regelrecht bedroht hat, habe ich ihn beim Ordnungsamt angezeigt und bin so vorgegangen, wie oben beschrieben.
Endergebnis war, daß sein Hund zum Wesenstest mußte und Maulkorb- und Leinenpflicht bekam. Wenn man hartnäckig genug ist, reagieren die Ämter schon.

LG Lena
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Re: Hundemessie

Beitragvon ataura » Do 21. Dez 2017, 17:48

Hallo Bettina,
ja die Tierärztin hat angeboten zu vermitteln (an andere Leute), hat sogar den einen Hund kostenlos behandelt, weil er so voll Parasiten war. Der Tierschutzverein hat auch eine Vermittlung kostenfrei angeboten.
Das Veterinäramt hat gar nichts gemacht, aber auch gar nichts. Etliche Leute haben ständig dort angerufen, nichts ist passiert. Nach einem Jahr ist dann mal ein Besuch vom Veterinäramt zwei Wochen vorher angekündigt worden. Der Hund wurde vorher fortgeschafft und nichts ist passiert. Es wurde dann einfach behauptet, es ist der Hund einer Bekannten.
Es handelte sich bei den Hunden um einen Bordercollie und einen Schäferhund, und es wurde einfach Zeit, was zu tun, sonst wären die jämmerlich verreckt.

Es gibt durchaus ein Netzwerk von Tierfreunden, die ohne Nachfragen und Formalitäten handeln.

Es hat auch nichts damit zu tun, das man Nachbarn ausspäht, wartet, bis sie was falschmachen, und dann deren Hunde wegschafft. Um es mal ganz klar zu sagen, es ist ja Niemand verpflichtet sich einen Hund anzuschaffen, und diese Leute haben Ihre Rassehunde ganz sicher nicht für einen reellen Preis bei einem seriösen Züchter in Deutschland erworben.

Ich bin einfach so, ich weiß, man kann nicht alle Hunde/Tiere retten, aber in unmittelbarer Nähe, kann ich mir so ein Elend nicht anschauen. Ich habe schon als Kind, die Stallhasen all meiner Nachbarn freigelassen und weggeschafft, damit sie nicht im Topf landen. :|
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Re: Hundemessie

Beitragvon ataura » Do 21. Dez 2017, 19:09

Vor über zehn Jahren hatte wir Hundehalter in unserem Auslaufgebiet ziemich Ärger mit einem Rottweilerhalter. Der Typ kam aus dem Rotlichtmilieu. Nachdem der mich und meinen damaligen Hund paarmal regelrecht bedroht hat, habe ich ihn beim Ordnungsamt angezeigt und bin so vorgegangen, wie oben beschrieben.
Endergebnis war, daß sein Hund zum Wesenstest mußte und Maulkorb- und Leinenpflicht bekam. Wenn man hartnäckig genug ist, reagieren die Ämter schon.

LG Lena[/quote]

....Und was ist mit dem Hundehalter? Warum musste der nicht zu einem "Wesenstest". Ich sehe da wirklich keinen Erfolg? Ein Hund ist ja nicht von Grund auf agressiv, oder?
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Re: Hundemessie

Beitragvon Lena » Do 21. Dez 2017, 22:53

Ja, liebe ataura, nur der Hundehalter hat nicht gebissen, sondern der Rottweiler. Klar war das der Typ schuld, nachdem er den ganzen Ärger mit den Ämtern hatte, ist er endlich weggezogen und hat sein Unwesen in einer anderen Stadt getrieben. :dog_smile Wir waren froh, den losgeworden zu sein.
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Re: Hundemessie

Beitragvon Bavaria » Fr 22. Dez 2017, 05:15

Guten Morgen Anja,

Anja1402 hat geschrieben:Ich glaube, der von Gundis beschriebene Fall ist alles andere als ein "unbescholtener Hundehalter".

mir ging es gar nicht um Gundis! Sondern die Empfehlung "Hunde verschwinden" zu lassen, wenn bei Gundis Nachbarn solche Zustände herrschen, bleiben nur Veterinäramt, Ordnungsamt, behandelnder TA ( die können auch Anzeigen beim Vetamt machen und die haben durchschlagende Wirkung) ,Gesundheitsamt und / oder ne Zivilklage die darauf abzielt, daß der Nachbar die Hundehaltung einschränken /unterlassen muss.Und das Veterinäramt kommt immer unangemeldet.
Von illegalen Tips und Entwendung der Hunde kann ich nur abraten und wie ich von unserem Veterinäramt erfahren habe, ist das für die auch nicht leicht von 100 Anzeigen sind 80 ledigliche Boshaftigkeit / falsche Verdächtigungen / bewußte Falschanzeigen aus persönlichen Animositäten, die schlagen sich also mehr mit persönlichen Streitereien rum, als mit wirklichem Tierschutz, deshalb bin ich da sehr vorsichtig.
LG Bine
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