Welpenstatistik Airedale

allgemeine Themen rund um die Hundehaltung, Recht und Versicherungen

Re: Welpenstatistik Airedale

Beitragvon Bavaria » Di 4. Sep 2018, 12:53

Hallo Lutz

lutz hat geschrieben:Und z. B. nicht den nächsten Wurf mit HD-B Rüden plant wie ich leicht erstaunt auf einer Web-Seite eines Forumsmitgliedes feststellen musste.

Eine B-Hüfte ist keine HD.... Es kann auch am schlechten Röntgenbild, schlechter Lagerung, Unfällen, Aufzucht liegen. B heißt nichts Anderes, als das ein Verdacht bestehen könnte. Erst bei C sind leichte Anzeichen für HD erkennbar. Also wenn ich der Meinung wäre, daß Rüde X passt und er hat außer einer B Hüfte keine Mängel und hat auch keinen verfügbaren nahen Verwandten mit A...hätte ich damit auch kein Problem.

lutz hat geschrieben:Es ist zwar nicht verboten und bei einer Hündin hätte ich da noch ein begrenztes Verständnis aber HD-B bei einem Deckrüden der sich um ein vielfaches mehr vererben kann?
Warum vererbt sich ein B Rüde stärker, als eine B Hündin????


lutz hat geschrieben:Hier hätte ich nur zu gerne gewusst wie alt der Nachwuchs geworden ist oder ob hierbei dann etwas Krankheiten aufgetreten ist was man als Folge der Inzucht ansehen musste.

Viele Grüße von lutz mit Greta

Bei Inzucht entstehen keine neuen Erkrankungen, es werden nur alle in der Genetik vorhandenen Fehler & Erkrankungen durch die Reinerbigkeit sichtbar, deshalb müssen einfach die Anforderungen an Hunde aus Linienzucht viel höher sein ( in Bezug auf Wesen, Gesundheit, Instinktfähigkeit usw.usw.), als an Hunde aus Fremdzucht, weil die Erbstärke einfach höher ist.
LG Bine
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Re: Welpenstatistik Airedale

Beitragvon lutz » Di 4. Sep 2018, 14:06

Hallo Bine,
also der Reihe nach..

HD-B nennt sich HD-Grenzfall es ist also eine "schwammige" Aussage und ausschließen dass es eine erbliche bedingte HD-Anlage ist kann ich nicht.
Da wäre ich um sicher zu gehen verdammt vorsichtig.

Ein als Deckrüde eingesetzter Hund wird meist im Gegensatz zu der nur im begrenzten Umfang möglichen Welpenanzahl pro Wurf einer Hündin in der Regel nicht nur einmal sondern sehr viel häufiger eingesetzt und vermehrt die vorhandene "suboptimalen" Eigenschaften höchstwahrscheinlich genau so wie die "Optimalen" .

Ja Bine wie Inzucht funktioniert dass weiß ich sehr wohl. Alles sehr schön aber die reine "Inzucht" ist auch genau deshalb eine sehr gefährliche Angelegenheit weil sich vorhandene Fehler in der Auswirkung eben verdoppeln können. Deshalb ist sie von den Rasseverbänden auch nicht gestattet. Damit richtig umzugehen ist sehr, sehr schwierig, ein normaler Züchter kann das nicht.
Vom Prinzip her ist aber jede neue Hunderasse irgendwann aus der Inzucht entstanden bevor es so viele Hunde gab dass diese als Rasse anerkannt wurde.

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Re: Welpenstatistik Airedale

Beitragvon Anja1402 » Mi 5. Sep 2018, 10:25

Bettina hat geschrieben: Es werden nach wie vor ganz bestimmte Rüden sehr häufig angefragt und andere eben überhaupt nicht. Mir kann keiner erzählen, daß diese Rüden dann gesundheitlich etwas in sich tragen, so daß sie nicht zu 200% zur Zucht taugen würden. Es geht halt immer noch um ganz bestimmte Auszeichnungen, die der Rüde vorzuweisen hat, sei es bei den Ausstellungen oder beim Sport.


das wird wohl auch immer so sein... ich finde es schade, mir persönlich wäre es Wurst, ob der Vater meines Welpen Schönheitspreise oder irgendwelche Meisterschaften gewonnen hat. Aber selbst Rüden, die Schönheitschampions sind, werden mitunter "übergangen" :eh:

Bettina hat geschrieben:Die einfachste Spekulation könnte sein: die Nachfrage nach dem Airedale-Terrier ist gesunken, weil den Menschen eingeredet werden könnte, der AT sei schwer erziehbar


das könnte ein Grund sein, wobei es die Leute bei anderen Rassen (wie Jack Russel, Dackel oder franz. Bulldogge) ja auch nicht davon abhält, diese Rasse zu wählen :dog_laugh ich könnte mir vorstellen, dass die Fellpflege auch eine Rolle spielt. die meisten wollen kurzhaarige Hunde (obwohl die viel mehr haaren), kaum einer hat Lust auf Trimmen...

lutz hat geschrieben:Ich vertrete übrigens seit vielen Jahren die Meinung die Züchter sollten vermehrt auf Langlebigkeit ihrer Hunde Wert legen. Das ist ein Faktor der total gegenüber Schönheit und Leistung mit entsprechenden Auszeichnungen und Pokalen vernachlässigt wird. [...] (Dafür sollte es in der Veteranenklasse Pokale geben und nicht nur für noch vorhandene Schönheit).


das ist zwar richtig, aber zumindest bei Hündinnen nicht praktikabel - die Züchter können ja mit dem ersten Wurf nicht warten, bis die Hündin 10 ist. Bei Rüden ginge das schon eher. Was die Veteranenklasse angeht: ich war ja bisher erst auf 3 Ausstellungen, aber auf der letzten ist genau das geschehen, was Lutz fordert: der Richter achtete auch auf den Gesundheitszustand der Hunde. In der Veteranenklasse der Russischen Terrier traten bei den Hündinnen zwei Vertreterinnen an, die unterschiedlicher nicht sein konnten - die eine schlank, zierlich und agil (ich hielt sie erst für eine ganz junge Hündin), die andere beleibt und behäbig. Der Richter wies den Besitzer der letzteren darauf hin, dass die Hündin unbedingt abspecken müsse, wenn sie noch ein paar schöne Jahre haben soll, und legte ihm nahe, die Hündin zurückzuziehen, sonst könne er ihr nur eine schlechte Bewertung geben (was der Besitzer dann auch machte, aber einsichtig war er nicht wirklich).


Lena hat geschrieben:Da wir aber gerade bei Modehunden sind; der nächste Modehund wird der Pudel werden, in allen Größen!

Mich könnte man mit so einem Hund jagen; Omahund und so. :dog_nowink


witzig, genau das haben einige Freunde und Verwandte gesagt, als wir (vor Struppis Anschaffung) erzählten, dass wir uns einen Airedale holen: "Ach, so ein Opa-Hund!" happy_02 vielleicht ist der Airedale deshalb auch nicht mehr "in" - er wird mit der älteren Generation assoziiert, und eben diese, die den Airedale aus ihrer Kindheit und Jugend als Modehund kennt, ist inzwischen teiilweise schon zu alt, um sich noch mal einen Welpen zu holen...
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Re: Welpenstatistik Airedale

Beitragvon lutz » Mi 5. Sep 2018, 11:59

Hallo Anja,

Ich bin der Meinung das geht auch bei Hündinnen einigermaßen zuverlässig wenn man sich die Ahnen anschaut. Besonders in der "Linienzucht" durch zurückverfolgen der "Linie".

Ein Vorteil von der "Linienzucht" (über die Nachteile wollen wir hier jetzt mal nicht reden) ist, dass man auch bei Hündinnen zurückverfolgen kann wie alt Großeltern und Urgroßeltern geworden sind wenn der Züchter das ermöglicht, bei der eigenen Mutter ist das natürlich noch zu früh bei einer Hündin, insofern hast Du recht. Auch die Geschwister der Großeltern und Urgroßeltern sollte man soweit wie möglich in die Altersprüfung mit einbeziehen.
Wenn man hier speziell auf eine lange Lebenszeit züchtet fällt das in der "Linienzucht" natürlich leichter als wenn man sich immer die gerade aktuellen Deckrüden, evtl. auch noch aus dem Ausland, aussucht.

Wenn aber kein Züchter die Daten darüber sammelt und auch keinen Kontakt zu den Welpenkäufern hält ist das schwierig.

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Re: Welpenstatistik Airedale

Beitragvon Lena » Mi 5. Sep 2018, 12:27

Hallo Anja,

also die Fellpflege kann nicht das Abschreckende am Airedale sein, ich finde, der Pudel ist viel pflegeintensiver.
Und Opahund, hab ich ja noch nie gehört, wohl aber von älteren Leuten: "ach, ein Erdölterrier". :dog_laugh

Ich denke eher, es ist der schlechte Ruf, der dem Airedale nachgesagt wird, in punkto Unverträglichkeit mit anderen Hunden und von Angriffslust und Raufboldigkeit ist oft die Rede.

Ich kann das nicht bestätigen, eher das Gegenteil; keiner meiner bisher drei Airedales war unverträglich oder angriffslustig. Was aber wohl stimmt ist, wenn einem Airedale mal der Kragen platzt, kann es sehr heftig werden. Und jeder, der einmal einen Airedale in Wut gesehen hat, wundert sich, wie schnell und wendig diese Hunde sein können.
Aber Gottseidank hab ich solche Beissereien in 32 Jahren Terrierhaltung ganz selten erlebt.

LG Lena
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Re: Welpenstatistik Airedale

Beitragvon ChristaS » Mi 5. Sep 2018, 13:34

Hallo zusammen,

ich kommentiere jetzt nur stichpunkthaft, da in diesem Thread so viele unterschiedliche Themen aufgemacht wurden:

- Hier, im nördlichen Niedersachsen, kenne ich im Umkreis von 10 km 9 Airedales persönlich - aber es gibt mehr. (Na gut, drei davon habe ich selbst!)

- Ein Pudel ist durchaus kein "Oma-Hund". Das sind ganz wachsame, streitbare, jagdtriebige, aber auch lernfähige Hunde. Leider werden sie häufig als "Zierde" gehalten. Die typische Königsschur mag ich auch nicht, aber ein natürlich belassener, nur gelegentlich geschorener aber gepflegter Pudel ist ein toller Hund, vergleichbar mit dem Airedale.

- Ich beobachte die Welpenseite von Heike seit Jahren: Es gab schon immer Würfe, die mit 10-12 Wochen abgegeben und andere, die nach 3-4 Monaten immer noch zu vermitteln waren. Was mir aber auffällt ist, dass es in den letzten Jahren viele neue Zwinger gibt. Möglicherweise erwarten einige Neuzüchter zu viel von den Welpenkäufern...?

- Neuzüchtungen (Labradoodles etc.) sind ja "so süüüß!!! Und den hat ja in der Nachbarschaft noch keiner...! Oder: "Ich kauf' doch nicht für viel Geld einen Hund vom Züchter, die Tierheime sind voll und in Süd- bzw. Osteuropa müssen Hunde gerettet werden." - Das kommentiere ich jetzt lieber nicht!

- Zum Thema HD: Eine HD-B Hüfte kann durchaus auch eine HD-C Hüfte sein. Ich habe Laima mit drei Jahren nachröntgen lassen, und aus der B-Hüfte war eine C-Hüfte geworden. Deckrüden mit eine B-Hüfte werden sicherlich nur in Ausnahmefällen nachgeröngt....! Davon abgesehen hat Laima heute mit 10,5 Jahren überhaupt keine Hüftprobleme.

So, das waren nun meine vorläufigen Gedanken zu den unterschiedlichen Problematiken.
Liebe Grüße,
Christa
... mit Butzi und Olympia im Herzen.
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Re: Welpenstatistik Airedale

Beitragvon Anja1402 » Mi 5. Sep 2018, 14:02

Hallo Christa,

so ging es mir vorhin auch - ich musste die Zitate aus den Beiträgen, auf die ich eingehen wollte, mühsam zusammensuchen, weil inzwischen so viel gesagt wurde :dog_laugh

Nein, Pudel sind bestimmt keine Omahunde, und Airedales keine Opahunde - aber so werden sie nun mal von Leuten, die keine Ahnung haben, wahrgenommen. ich mag Pudel auch sehr, also die Königspudel (die anderen sind mir zu klein), aber Airedales mag ich noch lieber :dog_biggrin

Diese Designer-Breeds wie Labradoodles kosten teilweise mehr als ein Hund mit Papieren von einem "richtigen" Züchter :dog_wacko ich frag mich auch immer wieder, wer so doof ist, das zu zahlen, aber bitte, wen es glücklich macht...
da dürften eher die Hunde, die aus "Tötungsstationen gerettet" werden müssen, und natürlich die ganzen Billigwelpen von Vermehrern aus dem Ausland dazu beitragen, dass die Welpenzahlen des VDH sinken.

Ich habe auch schon mal überlegt, Struppi nachröntgen zu lassen (er hatte beim Rötngen mit 1,5 Jahren A1-Hüften - ob das wohl so geblieben ist nach 5 Jahren sportlicher Betätigung?), aber da der Spaß ja nicht gerade billig ist, verzichte ich vorerst darauf. Schön, dass Laima trotz C-Hüfte keine Probleme hat :-) unser Nachbarshund (Labbi) wurde auch mit 1 Jahr geröngt, er hatte C-Hüften (höchstwahrscheinlich vererbt, bei Labbis darf wohl auch mit C-Hüfte-Hunden gezüchtet werden). Mit 2 begann er, hinten immer stärker zu humpeln. Diagnose: starke Arthrose links (das Hüftgelenk quasi komplett zerfressen, das rechte Hüftgelenk sieht auch nicht so toll aus). ich würde mir auch sehr genau überlegen, ob ich einen Welpen aus einer Verpaarung nehme, bei der die Elterntiere keine optimalen Gelenke haben, und wenn möglich versuchen herauszufinden, was für Gesundheitsergebnisse die bisherigen Nachkommen haben.
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