JRD - Betrachtung züchterischer Aspekte

Themen rund um das Zuchtwesen
Uschi

Re: JRD - Betrachtung züchterischer Aspekte

Beitrag von Uschi » So 29. Apr 2012, 12:05

Liebe Gaby,

:cup :blumen


LG
Uschi

GabyP
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Re: JRD - Betrachtung züchterischer Aspekte

Beitrag von GabyP » So 29. Apr 2012, 12:07

... tja mei, liebe Uschi, vielleicht sind Gene doch leichter zu finden als Smileys ...

Jackson

Re: JRD -Juvenile Nephropathien (Thema aufgesplittet)

Beitrag von Jackson » So 29. Apr 2012, 12:11

Also Gaby,
GabyP hat geschrieben:nein, wir hätten keine "sehr hohe Wahrscheinlichkeit für die Erkrankung" der Welpen, denn in einem ist man sich einig: die Penetranz von JRD ist sehr gering. Wenn der Test valide wäre, hätten wir die Sicherheit, daß die Welpen ebenfalls homozygot sind, aber nicht, daß sie erkranken!
wir haben in dem explizieten Fall 2 betroffene Welpen (einer ist verstorben, einer ist krank) - also zwei penetrierte. Und wenn dazu das genet. Ergebnis der Eltern homozygot mutant ist und der Test valide, hätten wir sogar den Beweis.

LG Annette

GabyP
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Re: JRD -Juvenile Nephropathien (Thema aufgesplittet)

Beitrag von GabyP » So 29. Apr 2012, 12:17

Hallo, Annette,

immer noch nicht, denn Du hast keine statistisch signifikante Menge für Deinen "Beweis". Was Du jetzt machst, ist, aus einem einzigen Wurf die Penetranz von JRD von unter 5% auf - wieviel Welpen waren es? - 10 bis 20% heraufzusetzen.

Nochmal: unbestritten gibt es homozygote Tiere; die Wahrscheinlichkeit, daß sie tatsächlich erkranken, ist sehr gering. Ein einzelner Wurf, in dem das anders zu sein scheint, widerlegt die bisherige Penetranz-Annahme nicht.

Viele Grüße

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Teddy01
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Re: JRD -Juvenile Nephropathien (Thema aufgesplittet)

Beitrag von Teddy01 » So 29. Apr 2012, 12:18

Hallo Annette,
Bine hat geschrieben:Aber erstmal muss man doch wissen, welche Erkrankung überhaupt vorliegt, könnte ja auch eine Hereditäre Nephropathie sein,
so lange betroffene Hunde nicht per Biopsie untersucht werden, ist das doch alles Humbug.
Mir fehlt hier definitiv der Beweis, dass es sich wirklich um eine JRD handelt. Denn hier wurden nur Mutmaßungen abgegeben, aber keine Behauptung definitiv durch Fakten belegt!
Zu denken gibt mir auch, warum es bis jetzt nur 2 Hunde getroffen hat, die noch dazu aus dem selben Wurf kamen. Immerhin sind es doch ca. 1000 Welpen pro Jahr (korrigiert mich, wenn die Zahl nicht stimmt).
Und es gibt noch genug verantwortungsvolle Züchter, die soetwas nicht unter den Tisch kehren würden, auch wenn es hier oft durch die Blume gesagt wurde.

Nachdenkliche Grüße
Raquel
"Ein Tierfreund zu sein, gehört zu den größten seelischen Reichtümern des Lebens."(Richard Wagner)

Jackson

Re: JRD -Juvenile Nephropathien (Thema aufgesplittet)

Beitrag von Jackson » So 29. Apr 2012, 12:53

Hallo Raquel,

wir hätten, falls der Test valide ist, ein Elternpaar, das homozygot mutant ist (Chromosom 17, das für die JRD verantwortlich ist). Das wäre doch der Beweis für die JRD und dass wir nicht mehr betroffene Welpen haben, würde an der geringen Penetranz liegen.

@ Gaby,
GabyP hat geschrieben:nein, wir hätten keine "sehr hohe Wahrscheinlichkeit für die Erkrankung" der Welpen
Du meinst mit diesem Satz wahrscheinlich keine sehr hohe Wahrscheinlichkeit der Erkrankung der bisher nicht kranken Welpen in dem Wurf, aber ich meine, wir hätten eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für die Krankheit JRD bei den betroffenen Welpen.

Vielleicht hast Du mich falsch verstanden. Wird es nun klarer was ich meine?

LG Annette

terriertussi

Re: JRD -Juvenile Nephropathien (Thema aufgesplittet)

Beitrag von terriertussi » So 29. Apr 2012, 12:56

Hallo, ich noch mal:

ich möchte noch einmal deutlich machen, dass ich nicht sauer bin und auch, dass ich euch immer noch sehr dankbar bin.
Am Anfang des Thema war ich dabei, mich damit abzufinden, die Zucht deshalb aufzugeben. In der Mitte des Threads habt ihr das Thema von allen Seiten beleuchtet und mit mir gesprochen und meinen "Weltblick" wieder gerade gerückt. Wenn es auch einigen von euch momentan nicht so scheint - ich benutze jetzt wieder mein Gehirn. Ich bin sehr froh, euch in der Diskussion zu haben.

Warum ich jetzt und hier nicht mehr weiter diskutieren möchte, ist :
meine Liste von +/- ergibt ein ungefähres Gleichgewicht von Fakten, die für den Test und für eine mögliche JRD sprechen, und von Fakten, die dagegen sprechen. M.E. kann niemand beweisen, dass der Test auf heutigen Niveau nicht funktioniert, aber es gibt schon viele Testergebnisse wenn auch anderer Rassen, die zeigen, dass er funktioniert. Eure Argumente dagegen (andere Rassen usw.) in Betracht gezogen. Es gibt aber unbegründete Statements.

Nun habe ich diese meine Liste genommen und entschieden, dass ich mich aufgrund meines Bauchgefühls und der Liste für den Test und die Untersuchung meiner Hunde entscheide. Das ist alles. Ich glaube einfach, dass der Test ein Baustein der JRD ist. Und irgendwo muss ich anfangen. Wenn meine Testergebnisse da sind, werde ich weitersehen.

Liebe Grüße
Benita

GabyP
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Re: JRD -Juvenile Nephropathien (Thema aufgesplittet)

Beitrag von GabyP » So 29. Apr 2012, 13:41

Hallo, Benita,

danke für Deine erklärenden Ausführungen - damit kann ich besser leben als vorher!

@Annette,

wir reden aneinander vorbei. Es gibt homozygot mutante Hunde auf der einen Seite und JRD-erkrankte Hunde auf der anderen Seite. Der homzygote Hund hat erstmal KEINE JRD, er ist zwar homozygot, aber nicht krank.

Die Test-Aussage ist andersherum, als Du sie annimmst: wenn ein Hund JRD entwickelt, dann ist das mutierte Gen vorhanden - nicht: wenn er das Gen hat, wird er krank. Das Gen stellt - sofern man es glaubt - eine Disposition für eine Erkrankung dar, nicht die Erkrankung selber.

Die statistische Wahrscheinlichkeit der anderen Welpen aus dem betr. Wurf, an JRD zu erkranken, liegt nach wie vor bei unter 5% für jeden einzelnen. Aber - vorausgesetzt, der Test "stimmt" - dann sind sie alle homozygot. Aber es ist von der Statistik her unredlich, diesen einzelnen Wurf für signifikant zu halten.

Noch eine Wahrscheinlichkeitsrechnung: die betr. Hunde sind jetzt etwa 1 Jahr alt. Die statistische Wahrscheinlichkeit, jetzt an JRD zu erkranken, wird von Tag zu Tag geringer, sie liegt jetzt bei - versch. Arbeiten über den Daumen zusammengerechnet - bei unter 10%. Diese Zahl kommt aus einem komplett anderen Blickwinkel - ohne Test und homzygot u.a. - nämlich aus dem statistisch wahrscheinlichen Zeitraum, an juveniler Nierensache zu erkranken.

Viele Grüße

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Re: JRD -Juvenile Nephropathien (Thema aufgesplittet)

Beitrag von Teddy01 » So 29. Apr 2012, 13:58

Hallo Gaby
GabyP hat geschrieben: Aber es ist von der Statistik her unredlich, diesen einzelnen Wurf für signifikant zu halten.
jetzt kriegst du ihn: :cup

Liebe Grüße
"Ein Tierfreund zu sein, gehört zu den größten seelischen Reichtümern des Lebens."(Richard Wagner)

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Re: JRD -Juvenile Nephropathien (Thema aufgesplittet)

Beitrag von Regine » So 29. Apr 2012, 14:02

Hi Annette
Jackson hat geschrieben:wir haben in dem explizieten Fall 2 betroffene Welpen (einer ist verstorben, einer ist krank) - also zwei penetrierte. Und wenn dazu das genet. Ergebnis der Eltern homozygot mutant ist und der Test valide, hätten wir sogar den Beweis.
Jackson hat geschrieben:wir hätten eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für die Krankheit JRD bei den betroffenen Welpen.
Annette ,ich sehe das nicht so.
Angenommen eine Frau hat einen Knoten in der Brust, ihre Mutter, Großmutter und Urgroßmutter sind an Brustkrebs verstorben. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Brustkrebs hätte auch recht groß, aber ich glaube kein Arzt würde zu ihr nach dem Tastbefund sagen: Sie haben Brustkrebs,wir nehmen morgen die Brust ab und dann kommt die Chemo...Sondern es wird eine sichere Diagnose gestellt , spätestens bei Op- beim Schnellschnitt.
Hier wird angenommen , dass beide Welpen an JRD erkrankt sind ohne die Diagnose abzusichern.Für mich ein No go. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist.
Alkohol ist eine häufige Ursache für eine Pankreatitis , aber nicht jeder , der an einer Pankreatitis erkrankt ist Alkoholiker oder trinkt Alkohol
Ich tu mich schwer mit deinem Umkehrschluß
LG Regine

PS: Auch nicht jeder Alkoholiker bekommt eine Pankreatits.
Den Reichtum eines Menschen kann man an den Dingen messen,
die er entbehren kann, ohne seine gute Laune zu verlieren.

Henry David Thoreau (1817 - 1862), US-amerikanischer Philosoph, Naturalist, Schriftsteller und Mystiker

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